Solarthermieförderung nach Ertrag
Die Förderung der Solarthermie sollte sich nach Ansicht der Ritter Gruppe am Ertrag und nicht an der Größe der Anlage orientieren. In ihrer heutigen Form sei die staatliche Unterstützung eine "Innovationsbremse", sagte der Geschäftsführer des Solarkollektorherstellers, Jürgen Korff. Bislang richte sich die Förderung nach der Bruttokollektorfläche, die auf dem Dach installiert ist. Dadurch würden große, ineffiziente Anlagen bevorzugt.

Solarkollektoren - bislang gibt es eine Förderung für die Fläche und nicht für gewonnene Energie. (Foto: F. Mykjeta / Wikimedia Commons)
Seit Beginn des Jahres sei es durch das Qualitätslabel Solar Keymark 2 jedoch möglich, den Ertrag von Kollektoren objektiv und standortspezifisch zu vergleichen. Die Ritter Gruppe mit Sitz im schwäbischen Dettenhausen ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Solarkollektoren. Sie befindet sich im Besitz von Alfred Theodor Ritter, dem auch der gleichnamige Schokoladenhersteller gehört.
Solarthermieanlagen werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Allerdings sind die Fördersummen bislang - im vergleich zur Förderung der Stromerzeugung durch Photovoltaik - eher gering.
klimaretter.info/wf
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Trotz der Turbulenzen wurden im vergangen Jahr über 100.000 neue Sonnenwärme-Anlagen installiert. Die Branche erwartet einen Aufschwung für 2011
Solaranlagen haben im ablaufenden Jahr über 18 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist
Kyoto-Protokoll, Emissionshandel, IPCC-Report, Fernbuslinien, Mietrecht: 2013 bringt eine ganze Reihe von Änderungen. Ob Strompreise oder EEG-Umlage, Einspeiseregeln für Solaranlagen oder Förderung der energetischen Gebäudesanierung – in der Regel wird es für Normalverbraucher teurer. Teil 2 des Ausblicks: Energiewirtschaft und Klimawissenschaft.
Von wegen zu teuer: Wer den Solarstrom vom eigenen Dach stets selbst nutzen kann, braucht schon heute keine staatliche Förderung mehr. Doch die Sache hat einen Haken - es rentiert sich bislang nur für Unternehmen, die den ganzen Tag Strom verbrauchen.
Eicke Weber vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) über Philipp Röslers Pläne für einen Solardeckel, seine Forderung nach weiteren öffentlichen Hilfen für die deutsche Solarindustrie - und zur Frage, warum die billigen Arbeitskräfte nicht entscheidend für den Siegeszug der chinesischen Module sind. Die Aufregung um den Solarzubau findet der Physikprofessor übertrieben. Teile von CDU und FDP würden hier lediglich die Interessen der großen Stromkonzerne vertreten.
Branche befürchtet drastische Umsatzeinbrüche und Arbeitsplatzverluste
Mit 7.500 Megawatt Zubau wird das Vorjahr noch übertroffen - starker Zubau im Dezember, Fördersätze sinken weiter
Der FDP-Wirtschaftsminister legt einen eigenen Vorschlag für eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vor. Der Ausbau der Solarstromerzeugung soll darin auf 1.000 Megawatt jährlich begrenzt werden. Vor drei Tagen hatte Rösler einen solchen Deckel noch verworfen.
Der Bundesumweltminister will Pläne zur Kürzung der EEG-Umlage am Donnerstag gemeinsam mit der Solar-Branche vorstellen
Umweltminister Storm (CDU) regt Technologiekomponente bei der Solarförderung an
Am 5. März wollen Mitarbeiter von Solarunternehmen in Berlin gegen die Kürzungspläne protestieren
Spanien will die Förderung für Photovoltaik drastisch kürzen - mit Verweis auf Sparzwänge infolge der Wirtschaftskrise. Zuvor hatte die sozialdemokratische Regierung bereits bei Solarthermie und Windkraft Einschnitte angekündigt
Spaniens Regierung verkündet für die Solarförderung ein Moratorium auf unbestimmte Zeit
Einspeisetarife sollen um rund zwei Drittel sinken
Das Wüstenstromprojekt Desertec kommt nicht voran. Die politischen, technischen und finanziellen Hürden, die für das Milliardenunternehmen zu überwinden wären, sind bislang doch eine Nummer zu groß. Nun kritisiert einer der Gründungsstifter auch noch die Strategie der Desertec Industrial Initiative DII als falsch und wirkungslos.

