Aleo Solar schließt Werk in Spanien

Die Aleo Solar AG wird ihr Werk im spanischen Santa Maria de Palautordera spätestens zum Ende dieses Jahres schließen. Das hat der Aufsichtsrat am Montag beschlossen. "Vor dem Hintergrund weltweiter Überkapazitäten und eines anhaltenden Preiskampfs im Photovoltaik-Markt ist die Auslastung unserer Kapazität von 280 Megawatt in Prenzlau oberstes Ziel", erklärte York zu Putlitz, Aleo-Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand. Man wolle die Produktion von Aleo-Modulen im Stammwerk in Brandenburg konzentrieren.


Aleo-Produktionsfertigung: Der Konzern schließt ein Werk in Spanien. (Foto: Aleo)

Von der Standortschließung sind 92 Mitarbeiter in Spanien betroffen, das Werk hat eine Kapazität von 20 Megawatt. Der spanische Photovoltaik-Markt, der bereits 2009 eingebrochen war, ist seit dem Fördermoratorium für Erneuerbare Energien im Januar 2012 vollends zum Erliegen gekommen. Aufgrund der weltweiten Überkapazitäten in der Modulproduktion hatte Aleo 2011 einen Verlust von 30,5 Millionen Euro verbucht. Auch 2012 wird ein Verlust erwartet.

Unterdessen teilte der koreanische Elektronikkonzern LG mit, seine Produktionskapazität von derzeit 300 Megawatt kräftig ausbauen zu wollen. "Wir haben einen ambitionierten Ausbauplan und werden unsere neue Produktionslinie zügig duplizieren. Im kommenden Jahr werden wir auf eine Kapazität von 500 Megawatt ausbauen, und 2014 peilen wir 1.000 Megawatt an", sagte der Europa-Chef der LG-Solarsparte Michael Harre im Interview mit der WirtschaftsWoche.

klimaretter.info/reni

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