EVO will bis 2015 atomstromfrei sein
Die Energieversorgung Offenbach (EVO) will bis 2015 komplett aus dem Atomstrom aussteigen. Die ehemaligen Stadtwerke wollen bis dahin 150 Millionen Euro in den Ausbau erneuerbaren Energien investieren. Wie der Konzern anlässlich seiner Jahresbilanz mitteilte, sollen vor allem die Windkraft voran getrieben werden.

Dreht sich seit Freitag: Der EVO-Windpark im Hundsrück. (Foto: EVO)
Die EVO versorgt 170.000 Haushalte in der Region Offenbach mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Wasser. 2011 steigerte der Konzern seinen Umsatz von 342,5 auf 365,5 Millionen Euro. 1980 waren die Offenburger Stadtwerke privatisiert worden, Konzernmutter ist seit dem Jahr 2000 die Mannheimer MVV Energie AG.
Das größte Windkraft-Projekt hat die EVO gemeinsam mit der Juwi-Gruppe aus Wörrstadt verwirklicht. Der leistungsstärkste Windpark im Südwesten Deutschlands ist seit Freitag bei Kirchberg im Hunsrück am Netz. Die 23 Anlagen mit ihrer Gesamtleistung von 53 Megawatt sollen Strom für 35.000 Haushalte herstellen. Die offizielle Eröffnung des Windparks ist für Sonntag, 13. Mai, geplant.
Auf seinem Betriebsgelände betreibt die EVO ein fossiles Heizkraftwerk, zwischen Offenbach und Dietzenbach ein Müllheizkraftwerk. Anfang 2011 hatte das Unternehmen die ersten beiden Windräder im nordhessischen Massenhausen in Betrieb genommen. Seit Mai 2011 arbeitet in Offenbach ein Pelletwerk mit einer Kapazität von 65.000 Tonnen im Jahr im Regelbetrieb.
klimaretter.info/reni
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