Brasiliens Windkraft wächst rasant
Brasilien hat sich zu einem der am stärksten wachsenden Windmärkte weltweit entwickelt. Nach Erhebung der Asociación Latinoamericana de Energía Eólica stieg das Investitionsvolumen 2011 auf mehr als 1,45 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung des Investitionsvolumens um 275 Prozent.

Der muss auch einiges an Windspitzen vertragen können: Jesus über Rio de Janeiro. Warum also dann nicht der Windkraft vertrauen? (Foto: Welch14)
Brasilien hat ein ähnliches Problem wie andere Schwellenländer auch: Wie in China, Indien oder Südafrika wächst der Energiehunger schneller, als er gestillt werden kann. Die Investitionen in grüne Energie gelten zwar je eingesetztem Euro pro Megawatt als teurer im Vergleich zu fossilen Kraftwerken. Allerdings nimmt deren Bau deutlich mehr Zeit in Anspruch - weshalb die Schwellenländer auch verstärkt auf die dezentralen Kraftwerke setzen. Beobachter rechnen deshalb in Brasilien auch in diesem Jahr mit einer ähnlich dynamischen Marktentwicklung.
Mit Auslaufen des Förderprogramms Proinfa hatte 2009 die Regierung erstmal Versteigerungen von grünen Stromerzeugungskontingenten als Fördermechanismus eingeführt. Betreiber genehmigter Windparks erhalten eine feste Vergütung im Rahmen eines Power Purchase Agreements (PPA) für den Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Aktuell sind in Brasilien 5.200 Megawatt Windkraftleistung am Netz.
klimaretter.info/reni
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