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Neues Wasserkraftwerk in Uganda

In Bujagali (Uganda) ist heute das erste privat entwickelte Wasserkraftwerk Subsahara-Afrikas ans Netz gegangen. Das Kraftwerk wird mit seiner installierten Leistung von 250 Megawatt die verfügbare Stromerzeugungskapazität Ugandas um mehr als 50 Prozent erweitern. In einem ersten Schritt geht Turbine 1 an den Start. Die Inbetriebnahme des gesamten Kraftwerks (fünf Turbinen) ist für Mitte 2012 geplant.


Ein Notstromdiesel - in Afrika vielerorts Grundlage der Stromversorgung. In Uganda können nun einpaar von diesen Aggregaten abgeschaltet werden. (Foto: Reimer)

Das Wasserkraftwerk soll in zweierlei Hinsicht Modellcharakter haben: Erstens investierten Privatinvestoren in einem so genannten Hochrisikoland. Darüber hinaus ist es durch begleitende Umwelt- und Sozialmaßnahmen gelungen zu zeigen, wie der Bau von Wasserkraftwerken für die Menschen und die Umwelt verträglich gestaltet werden kann.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 870 Millionen US-Dollar. Beteiligt ist beispielsweise die KfW Entwicklungsbank mit 45 Millionen US-Dollar. Der Anschluss des Wasserkraftwerks kommt in einem Land mit einem sehr geringen Elektrifizierungsgrad wie Uganda einem Quantensprung gleich. Darüber hinaus verringern sich durch den Bau des Wasserkraftwerks Treibhausgas- und Schadstoffemissionen erheblich, um rund 900.000 Tonnen CO2 jährlich. Denn die mit Öl und Diesel betriebenen Notstromaggregate, die aufgrund der Versorgungskrise in den letzten Jahren mobilisiert wurden, deckten bis jetzt rund 40 Ptozent der Stromerzeugung.

klimaretter.info/red

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