Portugal verkauft Teile seines Stromnetzes
Portugal tritt große Teile seines Stromnetzes an ausländische Investoren ab. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verkauft der verschuldete Staat große Anteile des staatseigenen Netzbetreibes Redes Energéticas Nacionais (REN) an China und den Oman. Die China State Grid Corporation werde 25 Prozent der Aktien, die Oman Oil Company 15 Prozent übernehmen. Der chinesische Konzern wird damit zum Hauptaktionär, der portugische Staat hält lediglich noch elf Prozent der Aktien. Mit dem Verkauf von 40 Prozent der REN-Aktien verdient Portugal rund 590 Millionen Euro.

Auch Stimmen aus China und dem Oman werden künftig bei der Netzgestaltung Portugals mitreden. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
Für Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds muss Portugal sein Staatsdefizit von 9,8 Prozent auf 4,5 Prozent senken und hat hierfür bereits 2011 ein umfangreiches Privatisierungsprogramm gestartet. Bereits im Dezember hatte mit dem Konzern Three Gorges ein chinesisches Unternehmen 21,35 Prozent der Aktien des Energiekonzerns EDP übernommen. Der deutsche Stromriese Eon, der ebenfalls Markteinteile in Portugal erwerben wollte, hatte im Bieterwettstreit den Kürzeren gezogen.
klimaretter.info/em
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