Biogasanlagen stabilisieren Stromnetz
Zum ersten Mal wurde am deutschen Strommarkt sogenannte negative Regelleistung durch Biogasanlagen verkauft. Das vermeldet das Unternehmen Next Energy. Negative Regelleistung bedeutet, dass Stromerzeuger kurzfristig weniger Strom produzieren können, sollte dies zur Netzstabilität notwendig sein. Vor allem durch den zunehmenden Ausbau der Windenergie treten vermehrt Situationen auf, in denen zu viel Strom im Netz vorhanden ist. Dann müssen Kraftwerke heruntergeregelt oder vom Netz getrennt werden.

Biogasanlagen können helfen, das Stromnetz zu stabilisieren, wenn sie Regelenergie bereitstellen. (Foto: GASAG)
Die seit 1. Januar gültige Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sieht erstmals die Möglichkeit vor, dass Strom aus erneuerbaren Anlagen direkt an der Strombörse verkauft wird. Damit ist es für Biogasanlagen auch möglich, Regelenergie bereitzustellen. Am 1. Februar wurde nun von Next Kraftwerke erstmals 18 Megawatt an negativer Regelenergie am Strommarkt verkauft. Next Kraftwerke steuert über 100 Stromerzeugungsanlagen mit einer Gesamtleistung von 120 Megawatt.
Bislang fungieren Biogasanlagen meist als sogenannte Grundlastkraftwerke - sie laufen permanent und speisen immer gleich viel Strom ins Netz ein. Doch verschiedene Unternehmen versuchen nun, das Potential von Biogasanlagen als flexible Kraftwerke auszuschöpfen. So meldete erst kürzlich die Firma Terajoule, dass auch sie nun als Händler von Regelenergie von den Netzbetreibern zugelassen wurde.
klimaretter.info/hb
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