Hoffnung für Solar Millennium
Für den insolventen Erlanger Kraftwerksbauer Solar Millennium gibt es offenbar zahlreiche Interessenten. Das berichten die Nürnberger Nachrichten unter Berufung auf den Insolvenzverwalter Volker Böhm. Die Liste umfasse etwa 70 Namen, und die Interessenten hätten bereits mit der Prüfung der Bücher von Solar Millennium begonnen.

In Andalusien verwirklichte Solar Millennium mehrere Parabolrinnen-Kraftwerke - in den USA aber hatte sie weniger Erfolg (Foto: Solar Millennium)
Das Unternehmen, das in den vergangenen Jahren als Pionier der Parabolrinnentechnologie bekanntgeworden war, hatte im Dezember Insolvenz angemeldet. Wesentliche Ursache dafür war laut Böhm die US-Tochter Solar Trust, die in Kalifornien das weltweit größte Solarthermiekraftwerk geplant hatte. "Da wurden Fehler gemacht, die ganze Sache war wohl ein Nummer zu groß."
Der Insolvenzverwalter erhält derzeit den Geschäftsbetrieb weiter aufrecht, um einen Verkauf der Firma zu ermöglichen. Die 60 Mitarbeiter der Solar Millenium AG bekommen noch bis Ende Februar Insolvenzgeld. Unterdessen warnte die Stiftung Warentest, dass von einigen Anwaltskanzleien verbreitete Hoffnungen auf erfolgreiche Schadenersatzklagen von Anlegern "mit Vorsicht zu genießen" seien.
klimaretter.info/alf
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