Industrie 2010 größter Stromverbraucher
Größter Stromverbraucher in der Bundesrepublik ist nach den Berechnungen der "Arbeitsgruppe Energiebilanzen" die Industrie. Wie aus der am Montag in Köln vorgelegten Anwendungsbilanz 2010 hervor geht, wurden im Jahr 2010 insgesamt 42,4 Prozent der in Deutschland verbrauchten 516 Milliarden Kilowattstunden Strom zur Produktion von Gütern eingesetzt - zwei Prozentpunkte mehr als 2009. Weitere 27,1 Prozent wurden im Sektor Handel-Gewerbe-Dienstleistungen verwendet. Damit werden rund zwei Drittel des Stromverbrauchs in Deutschland für die Produktion von Waren und Dienstleistungen eingesetzt.

Privathaushalte verbrauchten 28,1 Prozent des Stromes - ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Verkehr blieb konstant bei 3,2 Prozent - in überwiegendem Maße Antriebsstrom der Bahn. In der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen haben sich sieben Verbände aus der deutschen Energiewirtschaft und drei Verbände aus der energiewirtschaftlichen Forschung zusammengeschlossen. Alljährlich erstellt der Verein die Energiebilanz Deutschlands.
Ein anderes Bild ergibt sich bei der Bilanz der Gesamtenergie-Nutzung. Demnach verbrauchte Deutschland im Jahr 2010 insgesamt 9.060 Petajoule Energie. An erster Stelle liegt hier mit 28,5 Prozent die Privathaushalte, was vor allem auf die Heizenergie zurück zu führen ist. 28,2 Prozent der eingesetzten Energie wurden demnach für die Mobilität aufgewendet, die Industrie folgt mit 28,1 Prozent dichtauf. Die restlichen 15,2 Prozent gehen auf das Konto von Handel und Dienstleistungen.
klimaretter.info/reni
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