Wissenschaftler drängen auf Energieeffizienz
Über 30 Wissenschaftler von Universitäten und Forschungsinstituten fordern in einem Offenen Brief von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Der Brief wird in der Wochenzeitung Zeit veröffentlicht. Die Unterzeichner fordern darin die Politik auf, die europäische Energieeffizienzrichtlinie nicht länger zu blockieren, eine zügige Einigung bei der Gebäudesanierung und eine Erhöhung der Anforderungen bei der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Die Steuerförderung der Wärmedämmung hängt zur Zeit im Vermittlungsausschuss. (Foto: Böck)
Lobend erwähnen die Unterzeichner, dass die Bundesregierung im Rahmen ihres Energiekonzepts die Wichtigkeit der Energieeffizienz betont habe. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffe aber eine Lücke. "Eine erfolgreiche Effizienzpolitik kann nicht allein auf den marktwirtschaftlichen Selbstlauf setzen, sondern muss als große Innovationsaufgabe verstanden werden und auf alle Wirkungsmechanismen setzen: auf Förderung, Motivation, Information und Fortbildung, aber auch auf ordnungsrechtliche Instrumente, Marktüberwachung und Zusammenarbeit mit der Wirtschaft", heißt es in dem Schreiben.
Unterzeichnet wurde der Offene Brief unter anderem von der Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Felix Matthes vom Öko-Institut und Joachim Nitsch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
klimaretter.info/hb
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