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"Mehr Koordinierung in Europa"

Der Chef der halbstaatlichen Deutschen Energieagentur (Dena) Stephan Kohler warnt vor diplomatischem Ärger mit den europäischen Nachbarn aufgrund der schwankenden deutschen Ökostromeinspeisung. Nach einem Bericht des Handelsblatt fordert er eine bessere Koordinierung innerhalb Europas. Polen fürchte um seine Versorgungsstabilität und habe bereits angekündigt, an den Grenzen Stromsperren errichten zu wollen. Grund für die Umleitung deutschen Stroms durch polnische, tschechische und österreichische Netze seien fehlende deutsche Netzkapazitäten.


Kohler befürchtet die Zunahme von Zwangsabschaltungen von Windenergie- und Photovoltaikanlagen. (Foto: Dena/Micha Wolfson)

Als Konsequenz der Engpässe fordert Kohler eine Beschränkung des Ausbaus der Photovoltaik- und Windenergie. "Es kann nicht sein, dass wir Photovoltaik und Windenergie zubauen, die man gar nicht mehr ins Netz integrieren kann", so Kohler. Genehmigungen sollten in Zukunft davon abhängig gemacht werden, ob der zusätzlichen Leistung auch genügend Netzkapazitäten gegenüber stehen. Nach Angaben des Dena-Chefs benötigt Deutschland 4.450 Kilometer neue Übertragungsnetze sowie 350.000 Kilometer neue Verteilnetze.

In der Vergangenheit war Kohler von Umweltverbänden wiederholt eine zu große Nähe zu den großen Energiekonzernen vorgeworfen worden. Kohler sitzt im Beirat von RWE Innogy.

klimaretter.info/em

 

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