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Netzagentur bestätigt Rekord-Solarzubau

Die Bundesnetzagentur hat Meldungen vom Wochenende bestätigt, wonach der Zubau an Solaranlagen im vergangenen Jahr neue Rekordwerte erreicht hat. Insgesamt gingen 2011 geschätzt 7.500 Megawatt Solarleistung ans Netz. 2010 lag der Wert bei 7.400 Megawatt. Nachdem die Ausbauraten im Frühjahr 2011 noch sehr moderat verliefen, kam es im Dezember zu einem regelrechten Boom und einem Bau von 3.000 Megawatt in einem Monat. Die Netzagentur betont, dass es sich um vorläufige Schätzungen handelt, die endgültigen Zahlen werden im März bekanntgegeben.


Die Energiewende kommt schneller - einigen geht es zu schnell. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)

Der schnelle Zubau heizt erneut die Debatte über die Solarförderung an. Umweltminister Norbert Röttgen will sich im Lauf der Woche mit Vertretern der Solarindustrie treffen und über mögliche Maßnahmen diskutieren. Wirtschaftsminister Philipp Rösler würde die Solarförderung am liebsten deckeln.

Greenpeace kritisiert die Vorstöße von Rösler: "Es  ist aberwitzig und spricht Bände, wenn Minister Rösler einerseits eine Zerschlagung  der Solarförderung und zugleich neue Subventionen für den Bau von Kohlekraftwerken fordert", sagte Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. "Die Förderung der Solarenergie kann weiter und stetig sinken, aber dieses sollte maßvoll und nicht mit dem Holzhammer geschehen."

Ganz automatisch werden die Fördersätze durch den hohen Zubau sinken. Wenn in den Monaten Januar bis April mehr als 225 Megawatt installiert werden, was als so gut wie sicher gilt, sinken die Fördersätze zum 1. Juli um 15 Prozent. Mit 15 bis 20 Cent lägen sie dann deutlich unter den üblichen Haushaltsstromtarifen. Eine weitere Förderkürzung um 24 Prozent könnte es dann zum nächsten Jahreswechsel geben.

klimaretter.info/hb

 

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