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Öl-Lobby droht Obama

Der Chef des American Petroleum Institutes (API), des größten Interessenverbandes der Öl- und Gasindustrie in den USA, Jack Gerard, hat Präsident Barack Obama vor "ernsten politischen Konsequenzen" gewarnt, falls die umstrittene Megapipeline Keystone XL nicht genehmigt wird. "Definitiv", so Gerard, werde die Entscheidung über das Teersand-Projekt die Präsidentschaftswahlen im November beeinflussen. Eine Nicht-Genehmigung sei für die große Mehrheit der Bevölkerung nicht "vermittelbar", denn es gehe "um Jobs" und "um die nationale Sicherheit". 


Protest gegen Keystone, im August 2011 in Washington. (Foto: Lopez / Wikemedia Commons)

Über Keystone XL sollen ab 2013 täglich 700.000 Barrel Öl aus kanadischem Teersand bis nach Texas gepumpt werden. Umwelt- und Klimaschützer laufen schon seit langem gegen das Projekt Sturm, das ihrer Meinung nach nicht nur eine 2.600 Kilometer lange Spur der Verwüstung vom kanadischen Saskatchewan bis zum Golf von Mexiko ziehen wird, sondern auch die extrem klimaschädliche Ölgewinnung aus Teersanden zukunftsfähig zu machen hilft. 

Im November 2011 verfügte die Obama-Regierung "weitere Prüfungen" des Vorhabens. Allerdings setzten die oppositionellen Republikaner im Dezember durch, dass innerhalb von 60 Tagen über die Pipeline entschieden werden muss - bis zum 21. Februar 2012. Mit dem Näherrücken des Termins verschärft sich nun der Tonfall. Parallel zu seinem rhetorischen Muskelspiel hat der Lobbyverband API eine großangelegte Medien-Kampagne gestartet. Botschaft: Die Ölindustrie steht vor allen Dingen - für Jobs. 

klimaretter.info/vk

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