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KfW: Finanzspritze für Marokkos Solarkraft

Am Mittwoch haben in der marokkanischen Hauptstadt Rabat Vertreter der KfW Entwicklungsbank und der marokkanischen Solaragentur Masen (Moroccan Agency for Solar Energy) einen Vertrag zur finanziellen Unterstützung eines 160 Megawatt-Solarkraftwerks unterzeichnet. Bei dem Betrag von 15 Millionen Euro handelt es sich um einen Zuschuss, den das Bundesumweltministerium im Rahmen der sogenannten Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) zur Verfügung stellt. Nach Angaben der KfW ist das Projekt das erste solarthermische Großkraftwerk Marokkos. 


Blick über eine marokkanische Stadt. Das Land am Rand der Westsahara weist besonders günstige Bedingungen für Solarkraftprojekte auf. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)

Die derzeitig 160 Megawatt sind dabei nur ein Zwischenstadium, insgesamt soll das Kraftwerk 500 Megawatt Leistung erbringen. Bis 2020 plane das Land, weitere Solarkraftwerke mit insgesamt 2.000 Megawatt Leistung zu errichten. Außerdem wolle Marokko auch mit dem Ausbau der Windenergie bis dahin 28 Prozent aus erneuerbaren Energien gewinnen, so das Bundesumweltministerium.

Das Kraftwerk wird im Süden des Landes, nahe der Stadt Quarzazate, errichtet. Im nächsten Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist nach einer einjährigen Bauphase für 2013 vorgesehen. Darüber hinaus, so ergänzt die KfW Entwicklungsbank, ist ein Darlehen über weitere 100 Millionen Euro für das Vorhaben geplant. Da die Finanzierung aus Mitteln der Initiative Klima und Umwelt stamme, sei diese abhängig von der Genehmigung des Entwicklungsministeriums.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 750 Millionen Euro. Eine Reihe weiterer Finanziers seien daran beteiligt: die Europäische Kommission, die Europäische Investitionsbank (EIB), die Weltbank und die afrikanische und französische Entwicklungsbank. Das Kraftwerk Quarzazate soll rund 320.000 Menschen mit Strom versorgen und jährlich den Ausstoß von 230.000 Tonnen Kohlendioxid vermeiden.

klimaretter.info/tony

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