Werbung

Votet jetzt!
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

"Das hat mit Planwirtschaft nichts zu tun"

Holger Krawinkel war der Schrecken der Photovoltaik-Branche in der letzten Kürzungsdebatte zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz: ein Verbraucherschützer, der gegen die hohen Kosten des Solarstrom-Ausbaus kämpfte. Im klimaretter.info-Interview erklärt der Energieexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband, warum Photovoltaik noch immer zu hoch vergütet wird, die große Zeit für Solaranlagen dennoch kommen wird und warum der weitere Ausbau der Erneuerbaren besser geplant werden muss.

Herr Krawinkel, Sie sind in den letzten Jahren so etwas wie ein Schreckgespenst für die Erneuerbaren-Branche geworden, weil Sie immer wieder öffentlich auf die steigenden Kosten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für die Verbraucher hingewiesen haben. Das hört man in einer Branche, die vorzugsweise über ihren gesellschaftlichen Nutzen spricht, aber nicht über die Frage, wer dafür bezahlt, nicht gerne ...

Meine Kritik bezog sich auf die Förderung der Photovoltaik. Ich habe sehr frühzeitig vor einer Kostenexplosion gewarnt, welche die Akzeptanz für das EEG insgesamt beeinträchtigen könnte. Als ich zum ersten Mal berechnet habe, welche Umlagenhöhe 2011 durch den Ausbau des Solarstroms zustande kommen wird, wollte das niemand so recht glauben. In allen Studien, etwa des Bundesumweltministeriums, waren deutlich geringere Zubauzahlen vorgesehen. Mich störten damals zwei Punkte: Zum einen, dass man nicht sehen wollte, welche Kostenentwicklung sich beim Solarstrom vollziehen kann und zum anderen hat die Politik mit den Gesetzeskorrekturen das Problem nicht wirklich in den Griff bekommen. Wir haben jetzt eine sehr hohe Umlage, die könnte deutlich geringer sein, wenn man einen anderen Erneuerbaren-Mix zusammengestellt hätte …

… das heißt, mehr Windenergie onshore statt Photovoltaik …

… ja, und man sollte auch die Verantwortlichen für die hohe EEG-Umlage nennen. Als die vorletzte EEG-Novelle zu Zeiten der großen Koalition von CDU und SPD abgesegnet wurde, stand der Atomausstieg schon oder noch auf der Kippe. Da hat jeder sein eigenes Klientel üppig bedienen wollen. Zudem haben die süddeutschen Bundesländer bis vor kurzem bezüglich des Windenergie-Ausbaus gemauert. In Dänemark liegt der Anteil der Erneuerbaren bei 32 Prozent, bei 20 Prozent Windenergie. Dort beträgt die Public Service Obligation, die unserer EEG-Umlage entspricht 1,0 Cent pro Kilowattstunde– also ein Drittel unserer Kosten bei einem Drittel mehr erneuerbaren Stroms. Das zeigt für mich, dass man sich auch bei einem starken Ausbau der Erneuerbaren viel stärker an den Kosten orientieren kann und muss.

Und der Solarstrom wird zu einer vernachlässigenswerten Größe?

Um die Photovoltaik mache ich mir keine Sorgen. Ich habe noch in der letzten Woche mit Industrievertretern gesprochen, die mir ihre neuesten Berechnungen gezeigt haben: In vier bis fünf Jahren kostet die Kilowattstunde Solarstrom acht Cent. Das ist eine weltweite Entwicklung. unabhängig davon, welche Mengen in Deutschland verbaut werden.

Sie befürworten also jetzt eine weitere Degression bei der Photovoltaik-Förderung?

Wir haben derzeit Anlagenpreise, die schon deutlich unter 2000 Euro je Kilowattpeak liegen. Mit "No-Name-Modulen" könnten sogar unter 1500 Euro je Kilowattpeak erreicht werden. Grund ist ein großes Überangebot mit entsprechendem Preisdruck auf dem Weltmarkt: 50 Gigawatt Produktion, 25 Gigawatt Absatz. In der Situation würde eine Vergütung für Photovoltaik von circa 15 Cent pro Kilowattstunde ausreichen. 2012 werden es noch bis zu 24,4 Cent sein.


Die Preise für Photovoltaikanlagen sinken seit Jahren. (Foto: Bernd Mueller/BMU)

Und dann, in vier bis fünf Jahren?

Dann ist der Kauf einer Photovoltaik-Anlage es vermutlich eine private Konsumentenentscheidung. Eine EEG-Förderung ist nicht mehr erforderlich. Bei Kosten von acht Cent pro Kilowattstunde sind die Anlagen schon bei einem Drittel Eigenstromverbrauch wirtschaftlich. Ich bin davon überzeugt, dass Photovoltaik einer der wichtigsten Energieträger in der Zukunft sein wird. Vor allem die Entwicklungsländer und Staaten wie China und Indien werden wegen der Kostendegression sehr viel stärker darauf zurückgreifen. Es ist daher nicht notwendig, dass wir große Mengen an Solarstrom in einer Zwischenphase von vier bis fünf Jahren unnötig hoch vergüten. Dass meine Einwände natürlich gegen die kurzfristigen Interessen von Teilen der deutschen Photovoltaik-Branche gerichtet sind, muss ich hinnehmen. Mittelfristig wird der Durchbruch kommen.

Da sind wir bei der Zukunftsdiskussion. Ein Teil der Erneuerbaren-Branche glaubt, dass die jetzige Form der Förderung durch das EEG weitergehen muss, bis wir einen Anteil von 80 oder 100 Prozent Erneuerbaren haben. Sie sind eher skeptisch. Warum?

Ich finde das EEG vom Prinzip her gut, weil es sich an den Gestehungskosten orientiert. Hätten wir das für den übrigen Stromsektor auch, wären die Strompreise vermutlich deutlich niedriger, wie ein Blick in die Schweiz zeigt. Die Schweiz kalkuliert mit den Gestehungskosten, da werden die Vorteile aus abgeschriebenen Kraftwerken an die Kunden ausgeschüttet. Und bei uns kann man mit einem abgeschriebenen Kraftwerk richtig Geld verdienen.

… so wie die großen Energiekonzerne lange mit ihren Atomkraftwerken.

Genau! In Zukunft sollten sich die Vergütungssätze sehr viel stärker an den Ausbauzielen orientieren. Wenn der Ausbau nach dem Motto verläuft: Von allem überall möglichst viel, dann bekommen wir, je weiter der Anteil der Erneuerbaren zunimmt, zunehmend Probleme mit regionalen und temporären Überkapazitäten. Das EEG müsste entweder durch Preissignale oder durch Mengenziele ergänzt werden.

Was würden Sie bevorzugen?

Die Mengensteuerung, gegebenenfalls mit regionalen Ausschreibungen, weil ich bei den derzeit diskutierten Marktmodellen Mitnahmeeffekte befürchten würde. Im Prinzip müsste es so etwas wie ein Erneuerbare-Energien-Ausbaugesetz geben, in dem technologie- und regionalbezogen bestimmte Korridore für den Ausbau festgelegt werden. 


Verbraucherschützer Krawinkel fordert von der Berliner Politik, den Ausbau der Solarenergie zu begrenzen. (Foto: Paul Langrock / Bundesverband Solarwirtschft (BSW-Solar)

Wer soll das wie genau festlegen?

Einige Bundesländer sind schon dabei, sich Mengenziele vorzugeben. Hessen will zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie zur Verfügung stellen. In Bayern und Baden-Württemberg läuft es ähnlich, Rheinland-Pfalz ist schon etwas weiter. Ganz vorne marschiert Schleswig-Holstein. Allerdings kann der Strom dort nicht vollständig verbraucht werden. Deshalb muss der Ausbau zwischen Bund und Ländern besser aufeinander abgestimmt werden. Und das wäre letztlich die Angelegenheit einer Bundesenergiebehörde, die es noch nicht gibt …

Nicht der Bundesnetzagentur?

Die Bundesnetzagentur hat jetzt Aufgaben bei der Netzentwicklungsplanung, die sie auch deswegen bekommt, weil es eine andere Behörde nicht gibt. Eigentlich ist die Bundesnetzagentur eine Regulierungsbehörde für Netzzugang und Netzentgelte. Sie ist von ihrer Grundphilosophie her keine Planungsbehörde. Aber ich finde es nicht problematisch, dass sie es jetzt macht. Aber wenn sich der Planungsbedarf weiter erhöht und etwa ein Bundesenergieplan erstellt wird, muss eine Energiebehörde eingerichtet werden.


Einige Bundesländer geben sich indirekt Mengenziele für den Ausbau der Windkraft vor, wie etwa Hessen, das hierfür zwei Prozent seiner Landesfläche zur Verfügung stellt. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)

Sie befürworten starke Elemente staatlicher Planung. Die Entwicklung auf dem Energiemarkt geht in den letzten 15-20 Jahren in die andere Richtung, zu Liberalisierung und Entstaatlichung.

Es wäre an der Zeit, eine kritische Bilanz über den Erfolg der Marktöffnung zu ziehen. Letztlich hat sie entgegen den Versprechungen ihrer Befürworter zu höheren anstatt zu niedrigeren Energiepreisen geführt. Dabei hätten die Preise zumindest vor Steuern sinken müssen, weil die Kraftwerke abgeschrieben sind. Diesen Vorteil hätte man an die Kunden wie in der Schweiz auszahlen können – dort ist der Energiemarkt nach einer Volksabstimmung 2002 nicht liberalisiert worden. Auch in einigen Bundesstaaten der USA erfolgt nach wie vor eine starke Regulierung. Das hat nichts mit sozialistischer Planwirtschaft sowjetischer Prägung zu tun. Es geht darum, dass der Staat zusätzliche Steuerungs- und Koordinierungskapazität erhält.

Versprechen Sie sich davon noch an anderen Stellen sinkende Kosten?

Die Alternative ist ja klar: Windenergie an Land ist der Billigmacher, dementsprechend viel müssen wir davon haben. Und je näher Windstrom an den Verbrauchsschwerpunkten erzeugt wird, desto geringer ist der Transportbedarf: Billigmacher Nummer Zwei. Schließlich braucht man noch sogenannte Schattenkraftwerke, um die fluktuierenden Leistungen von Wind und Sonne auszugleichen. Was wir bisher an Speichern haben und realistisch ausbauen können, reicht nicht aus, um bei einem hohen Anteil von Windenergie eine Flaute über mehrere Wochen ausgleichen zu können. Mehr als zusätzliche Speicher benötigt man konventionelle Kraftwerke, welche die gesamte Last auch über einen längeren Zeitraum abdecken können. Um deren Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, sollten diese Anlagen in Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt werden. Dazu müssen die Fernwärmegebiete erweitert werden. Die Kommunen müssten eine Wärmeplanung durchführen, in der sie Fernwärmegebiete festlegen. Das hat man in Dänemark schon in den achtziger Jahren erfolgreich gemacht.

Ab wann sollte die Gesetzeslage zugunsten von mehr Planung geändert werden?

In den nächsten zwei Jahren wird sich nicht mehr viel ändern, da diese Bundesregierung nicht den Eindruck macht, die notwendigen Reformen einzuleiten. Es ist aber die richtige Zeit, belastbare Vorschläge zu entwickeln für die neue Regierung, ganz gleich, wie sie aussieht.

Aber bis dahin hat die Bundesnetzagentur ihre Netzplanung schon beschlossen.

Bei der Netzplanung haben wir verschiedene Stufen. Augenblicklich geht es um die Festlegung der Szenarien. Dann werden – übrigens jährlich – Netzentwicklungspläne gemacht, woraus wiederum für bestimmte Vorhaben eine Bundesbedarfsplanung abgeleitet wird. Bis gebaut wird, geht noch etwas Zeit ins Land. Wenn in diesem Prozess die entscheidenden Leitungsverbindungen definiert werden, nehme ich nicht an, dass diese eine Länge von 4500 Kilometern aus den beiden dena-Netzstudien umfassen werden. Ich vermute eher, dass fünf bis sieben Projekte vorrangig realisiert werden müssen, vor allem Verbindungen von Ost nach Südwest, zum Beispiel zwischen Hessen und Thüringen. Man kann in wenigen Jahren keine Tausende von Kilometern Stromleitungen bauen. Dafür fehlen Planungskapazitäten und es würde am Widerstand der Bevölkerung scheitern. Es ist aktuell auch nicht erforderlich. Und auch langfristig nicht, wenn im Süden Windkraft und Kraft-Wärme-Kopplung zugebaut wird.

Die Bundesnetzagentur hat ihren Sitz in Bonn. Seit diesem Jahr ist sie mit der Erstellung des Bundesbedarfsplans für den Ausbau der Stromnetze betraut. (Foto: Bundesnetzagentur)

 

Beobachten Sie in den letzten Monaten eine Versachlichung der Debatte, dass man solche Fragen diskutieren kann, ohne dass in das alte Lagerdenken verfallen wird?

Man muss ein paar Punkte der Vor-Energiewende-Zeit abhaken. Das heißt etwa: Die EEG-Umlage ist so hoch wie sie ist, das kann man nicht mehr ändern. Aber man kann darauf hinweisen, dass man die Fehler etwa bei Offshore-Windenergie nicht wiederholt. Auch muss vermieden werden, dass sich immer mehr Teile der Industrie auf Kosten der restlichen Verbraucher aus der Zahlung der Umlage herausstehlen.
Die Debatte über den Misserfolg des Wettbewerbsmodells fängt erst langsam an. Darüber, dass wir einen erhöhten Planungs- und Koordinierungsbedarf haben, besteht weitgehend Konsens. Sonst würde es zum Beispiel das Netzausbaubeschleunigungsgesetz nicht geben. Auch bei den Erneuerbaren Energien besteht eine breite Einsicht, dass sich etwas verändern muss. Wenn Sie hinter verschlossenen Türen mit den Fachpolitikern der Parteien reden, wenn Sie mit den Mitarbeitern der Ministerien sprechen, bestätigen alle, dass es einen deutlich höheren Planungsbedarf gibt. Viele Abgeordnete sind vor allem die Abstimmungsorgien über EEG-Vergütungssätze leid..

Sie wollen, dass eine Bundesenergiebehörde auch die Vergütungssätze festsetzt?

Genau, das sollte die Bundesenergiebehörde machen.

Sie haben die Beratungen über das EEG im Bundestag einmal als „Basar“ bezeichnet. Weshalb sollte eine Bundesbehörde für Lobbyinteressen weniger empfänglich sein? Die Bundesnetzagentur hat erst gerade einer Kampagne der Netzbetreiber nachgegeben und ihnen höhere Renditen ermöglicht.

Die Prozesse bei der Bundesnetzagentur sind bei aller Kritik in der Einzelentscheidung deutlich transparenter. Bezüglich der Netzrenditen gab es einen Vorschlag der Bundesnetzagentur, dann ein Anhörungsverfahren. Am Ende wurde aber nur noch mit den Netzbetreibern verhandelt. Das muss sich ändern. In Zukunft sollten auch die Netznutzer bis zum Abschluss der Verhandlungen beteiligt sein, wie etwa bei der kalifornischen Regulierungsbehörde. Ein ähnliches Verfahren stelle ich mir auch für Vergütungssätze der Erneuerbaren vor. Der Bundestag legt aber die Zielkorridore fest und eventuell eine Kostenobergrenze, die einzuhalten ist. Der Behörde wäre somit ein klarer Rahmen vorgegeben. Wenn der Entscheidungsprozess offen geführt wird, dann habe ich keine Bedenken, dass dabei eine gute und akzeptable Lösung für die Verbraucher herauskommt.

Interview: Martin Reeh

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Guter Journalismus kostet

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Empfänger
Klimawissen e. V.
Kontonummer
1136852100
Bankleitzahl (BLZ)
430 609 67
 
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN
DE63 4306 0967 1136 8521 00
BIC
GENO DE M 1 GLS
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Montag, 10. Januar 2011, 09:09 Uhr
7.000 bis 8.000 Megawatt in einem Jahr
2010 ist der Photovoltaik-Zubau in Deutschland buchstäblich "explodiert": Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte hängt auch an neuen Kürzungen der EEG-Umlage - manch einer sieht dabei das gesamte Erneuerbare-Energien-Gesetz auf dem Spiel.
Von Sarah Messina und Nick Reimer
[mehr...]
Freitag, 15. Oktober 2010, 16:28 Uhr
Ökostrom-Umlage steigt auf 3,5 Cent
Netzbetreiber und Netzagentur geben die EEG-Umlage für 2011 bekannt. Über die Stromrechnung fördert ein deutscher Durchschnittshaushalt Erneuerbare Energien künftig mit monatlich vier Euro mehr als zuvor. Aus Freiburg Bernward Janzing [mehr...]
Freitag, 28. Oktober 2011, 17:31 Uhr
15 Prozent weniger für Solaranlagen
Seit Oktober 2010 wurden 5.200 Megawatt Leistung neu installiert [mehr...]
Montag, 21. Februar 2011, 18:38 Uhr
Brüderle will Solarförderung abschaffen
Subventionen sollen "in einigen Jahren" überflüssig sein, sagt der Bundeswirtschaftsminister [mehr...]
Mittwoch, 28. Juli 2010, 08:05 Uhr
Erstes Halbjahr brachte Solarboom
aleo_solarKürzung der Einspeisetarife führte zu Rekord: Von Januar bis Juni gingen noch schnell Photovoltaik-Anlagen mit über drei Gigawatt Leistung ans Netz. Solarstrom kann inzwischen zeitweise die Hälfte der Atomkraftwerke ersetzen [mehr...]
Dienstag, 27. März 2012, 13:01 Uhr
Koalition einigt sich auf Solarkürzung
Die Solarvergütung sinkt nach den Regierungsplänen ab April um mindestens 30 Prozent. Zudem müssen die Betreiber von Dachkraftwerken künftig 20 Prozent des produzierten Stromes selbst verbrauchen - oder vermarkten. Immerhin ist mit der "Verordnungsermächtigung" die Möglichkeit der Regierung vom Tisch, das Parlament zu umgehen.
Von Eva Mahnke und Nick Reimer [mehr...]
Montag, 09. Januar 2012, 17:38 Uhr
Netzagentur bestätigt Rekord-Solarzubau
Mit 7.500 Megawatt Zubau wird das Vorjahr noch übertroffen - starker Zubau im Dezember, Fördersätze sinken weiter [mehr...]
Donnerstag, 02. Dezember 2010, 12:30 Uhr
Röttgen: Weitere Solarkürzungen möglich
Branche will Vorziehen der für 2012 geplanten Senkung der Fördersätze angeblich akzeptieren [mehr...]
Dienstag, 22. Februar 2011, 09:06 Uhr
Solarboom in Ontario
In der kanadischen Provinz hat sich die installierte Solarleistung im vergangenen Jahr verdreifacht. Immer mehr internationale Unternehmen siedeln sich in Kanada an - darunter auch deutsche Firmen.
Aus München Daniela Becker
[mehr...]
Montag, 04. Oktober 2010, 14:45 Uhr
Solarförderung sinkt weiter
BruchwegstadionAufgrund des großen Zubaus von Solarstromanlagen sinkt die Förderung um 13 Prozent. Debatte um weitere Senkungen angesichts steigender Ökostromkosten für Stromkunden beginnt.
Von Martin Reeh
[mehr...]
Sonntag, 04. Juli 2010, 13:10 Uhr
"Absolut im Interesse der Verbraucher"
polykrist-bswsolarAm Montag entscheidet sich das Vermittlungsverfahren zwischen Bundesrat und Bundestag zu den neuen Solar-Einspeisetarifen. Margit Conrad (SPD), Umwelt- und Verbraucherministerin in Rheinland-Pfalz, erklärt auf Klimaretter.info, wo der Kompromiss liegen sollte - und warum die Mehrbelastung von 3 bis 7 Euro im Jahr beste Verbraucherschutz-Politik ist.
Interview: Nick Reimer [mehr...]
Freitag, 09. September 2011, 11:08 Uhr
"Das ist klassische Marktwirtschaft"
Reuters vermeldet einen kleinen Solarboom im Sommer, die Umlage nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) könnte im kommenden Jahr wieder steigen. Heiko Stubner vom Bundesverband Erneuerbare Energie erläutert im Interview, was dies bedeutet.
Interview: Verena Kern [mehr...]
Samstag, 29. Januar 2011, 09:02 Uhr
"Die Sachverständigen rechnen falsch"
Streit um den Mix der Erneuerbaren: Die unabhängigen Umweltgutachter der Bundesregierung fordern mehr Offshore-Windenergie und den weitgehenden Verzicht auf Solarstrom aus Deutschland.- Der chland. Der Eurosolar-Vorsitzende Axel Berg über Rechen- und Denkfehler des Sachverständigenrats für Umweltfragen.
Interview: Martin Reeh
[mehr...]
Donnerstag, 29. März 2012, 12:48 Uhr
"Novelle ist überflüssig wie ein Kropf"
Heute Nachmittag entscheidet der Bundestag in namentlicher Abstimmung über die geplante Kürzung bei der Solarvergütung. Zwar hat die Koalition ihre Pläne leicht entschärft, dennoch könnten sie das Ende der deutschen Solarindustrie bedeuten, meint Eicke Weber vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme im Gespräch mit klimaretter.info. Und fordert ein "Leuchtturmprojekt" mit staatlichen Kreditgarantien, um die Branche gegenüber China konkurrenzfähig zu machen.
Aus Frankfurt am Main Joachim Wille [mehr...]
Sonntag, 21. Februar 2010, 11:23 Uhr
"Solarstrom würde unseren Haushalt retten"
thumb_firstsolar_KarlstadtLaudenbGroße Freiflächenanlagen sind von den schwarz-gelben Kürzungsplänen bei der Solarförderung besonders betroffen, bei den internen Gesprächen zwischen Unions- und FDP-Fraktion sind sie der größte Streitpunkt. Nicht nur die Solarbranche, sondern auch Kommunen lehnen die drastischen Kürzungen ab. Warum, erklärt Rudolf Schmitt, der Bürgermeister von Ferschweiler (Rheinland-Pfalz) im Interview mit klimaretter.info.
Interview: Toralf Staud [mehr...]

Werbung

Meinungen: Überraschung der Woche

Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]

Meinungen: Etscheits Alltagsstress

Ich liebe es!

Einmal den Uli Hoeneß machen, auf jedes Umweltgewissen pfeifen und beim Burgerbrater um die Ecke so richtig die Ökosau rauslassen - wäre das nicht irgendwie herrlich? Nun ja ... Lesen Sie selbst!
Von Georg Etscheit
[mehr...]

mehr...

Jahrestag
Das Fukushima-Dossier

11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab.  [mehr]


Aktion des Monats

Europa ohne Atomkraft

Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr]

Zu Ihrem Vorteil

Klimaretter abonnieren!

Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...]

Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende

Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende   Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]


Lexikon

Das ABC der Klimaretter

Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr]

Klimaretter-Beichtstuhl

Erleichtern Sie sich!

Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...]

Werbung

Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet

Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13

Werbung

Facebook Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Energie


Bayern: Windkraftpotentiale kartiert

Mit der Gebietskulisse Windkraft soll Kommunen ein Hilfsmittel zur Hand gegeben werden [mehr...]
Protest


Anti-Kohle-Camp in Schottland

Britische Klimaschützer mobilisieren gegen den Kohlebergbau in Douglas Valley [mehr...]
Wirtschaft


Nabucco schrumpft

Statt wie ursprünglich geplant 3.300 Kilometer könnte die Erdgasleitung nur 1.300 Kilometer lang werden [mehr...]
Mobilität


Bahn will mehr Güter auf die Schiene holen

Vorstandsmitglied hält Anteil vom 20 Prozent am Transportmarkt für machbar, zur Zeit sind es 18 Prozent [mehr...]
Forschung


60 heißeste Jahre des Jahrtausends

Die letzten sechs Dekaden sind in der Region Australasien die wärmsten des vergangenen Jahrtausends gewesen, bilanzieren Wissenschaftler [mehr...]
Umwelt


Total: Gasleck ist jetzt dicht

Schon nach zwölf Stunden meldet der französische Konzern den Erfolg seiner Abdichtungsmaßnahmen in der Nordsee [mehr...]
Wohnen


150.000 neue Sonnenkollektoren

Solarwärme wird nun auf über 15 Millionen Quadratmetern in Deutschland gewonnen [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar


Treffer Röttgen - aber nicht versenkt

Er wollte Karriere über den Umweg der Provinz machen - und ist gescheitert. Nun fordert die Opposition seinen Rücktritt. Der aber wird nicht kommen.
Ein Kommentar von Nick Reimer
[mehr...]
Standpunkte


"Wissen ohne Handeln"

Nach dem Bericht des Club of Rome: Michael Müller (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär a. D. und Mitherausgeber von klimaretter.info fordert in seinem Standpunkt 25 Milliarden Euro für ein Sofort-Programm der ökologischen Modernisierung. [mehr...]
Rezension


Die Radio-Aktivisten

Seit über 30 Jahren gab es in Japan keine solchen Demonstrationen: Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat auch das politische Bewusstsein der Bevölkerung geändert. Der Dokumentarfilm "Radioactivists" versucht die neue Anti-AKW-Bewegung zu verstehen.
Eine Rezension von Felix Werdermann
[mehr...]
Kolumnen

nick3
930 Euro für Angela Merkel

Mehr Geld für die Kanzlerin ist gut und richtig. Jetzt sollten als nächstes die Bezüge der Abgeordneten angehoben werden! Vielleicht hilft das ja, die Qualität der angebotenen Politik zu verbessern. [mehr...]
Überraschung der Woche


Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]