Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Schweden schaltet Ringhals-Blöcke ab

 
Schwedens Atomkontrollbehörde stellt nach Schlampereien das größte AKW des Landes ab. Die Betreiber Vattenfall und Eon hatten Abfall in den Rohren des Notkühlsystems zwanzig Jahre lang nicht entdeckt. Damit sind nur noch drei von zehn schwedischen Atomkraftwerken mit voller Leistung am Netz. Greenpeace protestiert gegen den angeblich "sichersten Reaktor".

Aus Stockholm Reinhard Wolff

Vattenfall ist wieder mal bei Schlampereien in einem seiner Atomkraftwerke erwischt worden. Die schwedische Aufsichtsbehörde "Strålsäkerhetsmyndigheten" (SSM) erließ nun eine Verfügung gegen "Ringhals AB", die Betreibergesellschaft des westschwedischen Atomkraftwerks. Danach müssen die Ringhals-Reaktoren so lange abgeschaltet bleiben, bis das Werk schlüssig erklären kann, wie es zu dem jahrzehntelangen Pfusch kommen konnte. Zudem muss ein Konzept vorgelegt werden, wie dies in Zukunft verhindert werden soll. Die Firma gehört mehrheitlich der staatlichen Vattenfall und zu knapp einem Drittel der schwedischen Tochter des deutschen Energiekonzerns Eon. Der Pfusch, der jetzt zu der SSM-Verfügung führte, war nur durch puren Zufall entdeckt worden.


"Schwedens sicherster Reaktor?", fragt Greenpeace bei seiner heutigen Protestaktion gegen das Pannen-AKW Ringhals. (Foto: Greenpeace)

Im Frühjahr 2011 war im Reaktordruckbehälter des 36 Jahre alten Ringhals-Reaktors 2 ein Feuer ausgebrochen. Sanierungsarbeiten wurden nötig, auch am Notkühlsystem. Dabei wurden beim Abbau des Rohrsystems der Notkühlung Ende August in den Rohren Hinterlassenschaften von Schweißarbeiten gefunden. Eine Dichtung, wie sie bei solchen Arbeiten verwendet wird, hatte sich in einem der vier Steigrohre dieses Systems verfangen und behinderte den ordnungsgemäßen Wasserfluss.


Dieses romantisierende, ja, fast schon kitschige Bildmotiv fällt Betreiber Vattenfall zum Thema Sicherheit im AKW Ringhals ein. (Foto: Vattenfall)

Das Erstaunliche hierbei: Schweißarbeiten an diesen Rohren hatten zuletzt in den 1980er Jahren stattgefunden, als dort Filter eingebaut worden waren. Der von den Arbeitern damals einfach in den Rohren hinterlassene Müll war mehr als zwei Jahrzehnte lang nicht entdeckt worden. Bei einem Ausfall des normalen Kühlsystems hätte dieser Müll Rohrteile oder Filter verstopfen und die Notkühlung entscheidend beeinträchtigen können. Als man daraufhin vorsichtshalber auch das entsprechende Kühlsystem des Ringhals-Reaktors 4 kontrollierte, wurde auch dort eine zurückgelassene Dichtung entdeckt. SSM ordnete nun an, dass alle vier Ringhals-Reaktoren abgestellt und überprüft werden müssen. 

In den 1980er Jahren habe es nach Schweißarbeiten eben andere, offenbar nicht ausreichende Kontrollen gegeben, erklärt Gösta Larsen, Kommunikationschef von "Ringhals AB", die Funde. "Heute kann das nicht mehr passieren", dass danach Müll einfach in den Rohren verbleibt, versichert er. Warum dieser Müll aber mehr als 20 Jahre lang nicht entdeckt wurde - das hat der Reaktorbetreiber bislang noch nicht erklären können.


Blick ins Ringhals-Innere: Der Turbinenraum des Atomkraftwerks. (Foto: Vattenfall)

Die Kontrollbehörde SSM will nun wissen, warum über einen so langen Zeitraum Prüfungsverfahren zur Anwendung kamen, "die nicht dazu geeignet waren, die ordnungsgemäße Funktion auf korrekte Weise zu verifizieren" - das stellt einen Verstoß gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften dar. Über eine Genehmigung zum Wiederanfahren das Werks wird SSM erst nach Prüfung der Ringhals-Antwort entscheiden. Dem Betreiber wurde eine Frist bis zum 15. November gesetzt.

Damit wiederholt sich kurz vor Beginn der kalten Jahreszeit für die schwedischen StromkonsumentInnen ein Schauspiel, wie sie es schon von den beiden vergangenen Jahren kennen: Gerade wenn ihre Stromproduktion gebraucht wird, stehen die altersschwachen Reaktoren still – derzeit sind nur drei der 10 schwedischen Reaktoren mit voller Leistung am Netz.

Unterdessen hat Greenpeace am heutigen Montagvormittag mit einer Protestaktion auf die Sicherheitsmängel von Ringhals aufmerksam gemacht. Das Atomkraftwerk ist nicht nur das leistungsstärkste in Schweden, es gilt bislang auch als das Sicherste. 

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Dienstag, 15. November 2011, 15:50 Uhr
Das AKW der Vergesslichen
Ein vergessener Staubsauger verursacht einen Brand im Atomkraftwerk Ringhals. Und Schäden in Millionenhöhe. Es ist nicht die erste Panne in dem südschwedischen Reaktor. Schon seit 2009 steht die Anlage unter "verschärfter Aufsicht". Jetzt droht Vattenfall der Entzug der Betriebserlaubnis.
Aus Stockholm Reinhard Wolff
[mehr...]
Montag, 04. Februar 2013, 05:19 Uhr
Vattenfall will neue AKWs bauen
Der schwedische Staatskonzern Vattenfall hat Verhandlungen zum Bau neuer Atomreaktoren angekündigt  [mehr...]
Donnerstag, 09. Dezember 2010, 17:48 Uhr
Atom-Laufzeiten bescheren schlechte Noten
Brasilien führt in Sachen Klimaschutz auch in diesem Jahr, Deutschland hält sich auf Platz sieben. Auf dem Klimagipfel in Cancún haben Germanwatch und CAN Europe den Klimaschutz-Index vorgestellt.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Mittwoch, 04. Mai 2011, 08:08 Uhr
Atomkonzerne beklagen Gewinneinbußen
RWE und Eon klagen über "negativen Einfluss" des Atom-Moratoriums. Auch Greenpeace hat einen milliardenschweren Kostenplan für Moratorium und schnelleres Atom-Aus vorgelegt - und fürchtet einen Kampf "um jedes Jahr Laufzeit".
Aus Berlin Johanna Treblin [mehr...]
Sonntag, 31. Oktober 2010, 08:09 Uhr
Den Schweden sind ihre Akw teuer
Ein groß angelegtes Tuning-Programm für alte Akw hat vor allem zu Problemen im Norden Europas geführt. Mehr als die Hälfte der Reaktoren stehen still.
Aus Stockholm Reinhard Wolff [mehr...]
Samstag, 22. Dezember 2012, 08:51 Uhr
Eon-Atomreaktor 10 Jahre ohne Notstrom
Schwedens Atomaufsicht moniert wieder einmal schwerwiegende Mängel am Eon-Atomkraftwerk Oskarshamn und stellt den Reaktor "unter besondere Aufsicht". Die "Mängel in Führung, Leitung und Eigenkontrolle" reichen von falsch montierten Ventilen über nicht mehr "aufspürbares" strahlendes Material bis zu einer Notstromversorgung, die nie betriebsbereit war. Fragt sich nur, warum die Behörde dem Betreiber immer noch vertraut. 
Aus Stockholm Reinhard Wolff [mehr...]
Mittwoch, 20. Oktober 2010, 15:00 Uhr
Mehr Atomstrom für Schweden
forsmark-vattenfallSchwedens Atomkraftwerke sollen zu mehr als 40 Prozent ausgelastet werden, um die Strompreise gering zu halten [mehr...]
Freitag, 18. März 2011, 12:38 Uhr
Schwedens AKW sind keine Japaner
Die Welt nach Fukushima: In einer kleinen Serie beleuchtet klimaretter.info, welche Auswirkungen das Reaktorunglück auf die Atompläne einzelner Länder hat. Heute: Schweden, das sich selbst gern als Atomtechnik-Vorreiter sieht. Dummerweise weist nun ausgerechnet das "Entsorgungskonzept" grobe Mängel aus.
Aus Stockholm Reinhard Wolff [mehr...]
Dienstag, 04. Dezember 2012, 13:46 Uhr
Vattenfalls Grün ist braun und strahlend
Vattenfall will – wieder mal – grün und grüner werden. Bis zum Jahr 2020 soll der Kohlendioxidausstoß des schwedischen Staatskonzerns um ein Drittel sinken, neue Investitionen sollen nur noch in Erneuerbare fließen. Doch im Kleingedruckten sieht das ganz anders aus. 
Aus Stockholm Reinhard Wolff  [mehr...]
Dienstag, 06. Dezember 2011, 12:31 Uhr
Zweifel an Stresstest für AKWs
In Frankreich besetzten Greenpeace-Aktivisten einen Reaktorblock und üben damit Kritik an den EU-Stresstests für Atomkraftwerke [mehr...]
Freitag, 07. Januar 2011, 16:11 Uhr
"Wir haben da gut verdient"
Satter Profit durch Nichtstun und Produktionsdrosselung: Der Energiekonzern Vattenfall stellte in Schweden zu Zeiten hoher Energie-Nachfrage seine Atomkraftwerke ab - und macht durch die Verknappung Strom teurer und satte Extragewinne.
Aus Stockholm Reinhard Wolff
[mehr...]
Mittwoch, 16. März 2011, 17:25 Uhr
AKW-Check: Sicher ist nur das Risiko
Acht Atomkraftwerke sollen vom Netz, ihre Sicherheit in den kommenden drei Monaten überprüft werden. Gleichzeitig ist Merkel überzeugt, dass die Reaktoren sicher seien. Der klimaretter.info-Sicherheitscheck zeigt: Nicht nur Erdbeben können zu einem Problem werden, sondern auch Terroranschläge oder Alterserscheinungen.
Von Felix Werdermann
[mehr...]
Montag, 30. Mai 2011, 10:41 Uhr
Atomausstieg: SPD will zustimmen
Atomkraftgegner kritisieren die Regierungspläne [mehr...]
Dienstag, 05. April 2011, 08:02 Uhr
Atomkraftwerk: Die Gefahr des Komplexen
Die Bundesregierung lässt untersuchen, ob die deutschen Reaktoren gegen Flugzeugabstürze oder Erdbeben geschützt sind. Andere Risiken werden dabei außer Acht gelassen. Dabei zeigen die schweren Katastrophen der Vergangenheit, dass gerade die unerwarteten Fehler im Kleinen gefährlich werden können – oder auch menschliches Versagen.
Von Felix Werdermann und Nick Reimer
[mehr...]
Montag, 05. Juli 2010, 11:50 Uhr
Atomsteuer? Kein Problem, siehe Schweden!
biblis_greenpeace_storzSchwarz-Gelb will im Rahmen seines "Sparpakets" eine Steuer auf Akw-Brennelemente einführen. Eon, RWE, Vattenfall und Co. zetern: Unmöglich! Diskriminierend! Ein Verstoß gegen EU-Recht! Doch im EU-Land Schweden gibt es seit langem eine ähnliche Abgabe. Und nicht nur dort.
Aus Stockholm Reinhard Wolff
[mehr...]

Werbung

Meinungen: Kommentar

Ein Herz für Klimaskeptiker

FotoEtwas übereifrig war das Umweltbundesamt bei der Erarbeitung einer neuen Broschüre. Der Titel "Und sie erwärmt sich doch – Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?" lässt erahnen, auf welcher Seite das Amt steht. Neben Fachfragen werden aber auch die sogenannten Klimaskeptiker ins Visier genommen.
Ein Kommentar von Laura-Sophia Schulz und Susanne Ehlerding
[mehr...]

Meinungen: Kommentar

Billig wird noch teuer kommen

FotoDas neue Credo der europäischen Energiepolitik, das die EU auf ihrem morgigen Gipfel beschließen will, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Billig. Der Preis für Energie soll runter (vor allem für die Industrie), damit Europa "wettbewerbsfähiger" wird. Die Billigheimerei Europas wird sich noch rächen.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]

mehr...

Aufruf!
Ihr Wunschzettel zur Bundestagswahl

Bundestagswahl DeutschlandkarteDer Wahlkampf rollt an und wir möchten wissen: Was erhoffen Sie sich für die Bundestagswahl in der Energie- und Klimapolitik? Schreiben Sie uns das in einem Satz (oder Wort). Einiges veröffentlichen wir in unserem Wahl-Dossier ab Juni. Auf gehts! [E-Mail klimaretter.info]

Industrieanlage
Serie

Die Debatte zur Zukunft des EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...]


Aktion des Monats

Umweltzerstörer nach Den Haag!

Extreme Umwelt­zerstörung ist ein Verbrechen gegen das friedliche Zusammen­leben. Ein solcher Ökozid soll künftig vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden können. Eine Million Unterschriften sind dafür nötig. [mehr]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]

Werbung

Deutsche Post: Ein Trick namens RECS

Die Zeiten, in denen die Deutsche Post noch die Deusche Post war, sind längst vorbei. Heute heißt die Deutsche Post DHL und ist nicht mehr einfach nur der Arbeitgeber für die Postboten,  sondern – Eigenwerbung – „der weltweit führende Post-[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Foto
EU plant Energierolle rückwärts

Auf der Agenda der europäischen Staats- und Regierungschefs beim Gipfel in Brüssel am Mittwoch steht auch die Energiewende. Doch statt der Erneuerbaren sollen zukünftig allein niedrige Preise im Mittelpunkt europäischer Energiepolitik stehen [mehr...]
Energie

Foto
Entwicklungsländer im Ölrausch

Der Ölverbrauch in Entwicklungs- und Schwellenländern ist so hoch wie noch nie. Jetzt liegt er zum ersten Mal über dem Durchschnitt der Industrieländer [mehr...]
Protest

Foto
Gestrandetes Mahnmal in Gorleben

Zum Protest gegen das heute im Bundestag beratene Endlagersuchgesetz baut Greenpeace das Aktionschiff "Beluga" über dem Salzstock in Gorleben auf [mehr...]
Wirtschaft

Foto
Anti-Dumping-Zölle gegen Solarkrise

Die europäische Solarbranche streitet über die geplanten Anti-Dumping-Zölle der EU auf chinesische Photovoltaik-Produkte. Über die Folgen gibt es widersprüchliche Prognosen [mehr...]
Mobilität

Foto
Das Postauto wird elektrisch

Die Deutsche Post DHL schwört Benzin- und Dieselmotoren ab, allerdings erst mal nur in einem Pilotprojekt in Bonn [mehr...]
Forschung

Foto
Auch Fischer spüren den Klimawandel

Laut einer weltweiten Studie werden immer mehr wärmeliebende Fischarten gefangen. Tropische Regionen brauchen Anpassungsstrategien [mehr...]
Umwelt

Foto
Hamburg spielt weiter auf Risiko

Nur knapp ist der Kirchentag einer Katastrophe entgangen – nun soll ein noch gefährlicherer Atomtransport durch Hamburg rollen [mehr...]
Wohnen

Foto
Für die Wende in den vier Wänden

Ein neues Bündnis fordert von der Politik mehr Engagement bei der energetischen Sanierung von Gebäuden [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Foto
Ein Herz für Klimaskeptiker

Etwas übereifrig war das Umweltbundesamt bei der Erarbeitung einer neuen Broschüre. Der Titel "Und sie erwärmt sich doch – Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?" lässt erahnen, auf welcher Seite das Amt steht. Neben Fachfragen werden aber auch die sogenannten Klimaskeptiker ins Visier genommen.
Ein Kommentar von Laura-Sophia Schulz und Susanne Ehlerding
[mehr...]
Standpunkte

Foto
Die Lehren von Tschernobyl

Atommüll ist gefährlich, sagen nun viele CDUler, damit in ihrem Bundesland nicht nach einem Endlager gesucht wird. Scheinheiliger geht’s nicht. Wenn niemand die Abfälle will, dann muss auch Schluss sein mit Atomstrom. Die einzig sinnvolle Lösung heißt: So schnell wie möglich vom Atomzeitalter ins Solarzeitalter!
Ein Standpunkt von Franz Alt
[mehr...]
Rezension


Fundgrube zur Sonnenstrom-Revolution

Alte Schätze neu gelesen: 19 Jahre nach dem Tod des Autors ist dieses Buch hochaktuell. Das in vielfacher Hinsicht außergewöhnliche "Sonnenbuch" schließt eine Lücke in der Solarforschung. Die zum Teil schon 40 Jahre alten Texte beschreiben die Energiewende in ihren technischen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen und ethischen Dimensionen.
Eine Rezension von Franz Alt
[mehr...]
Kolumnen


Fragen statt predigen

Wenn schon genug gesagt ist und trotzdem noch immer nichts geschieht, dann helfen nur Fragen weiter. Zum Beispiel diese: Glauben Sie, dass Sie sich ändern können? Wenn ja, warum fangen Sie dann nicht damit an?
Von Kerstin Höpner-Miech
[mehr...]
Überraschung der Woche

Foto
Ruinöse Preise, die Kohlelobby und Merkels Scheinheiligkeit

Kalenderwoche 16: Die Entscheidung des Europaparlaments gegen eine – ohnehin viel zu kleine – Reform des Emissionshandels ist vor allem für die deutsche Energiewende ein schwerer Schlag, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]