Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Drei Säulen für ein neues EEG

Die fluktuierenden Energieträger Wind und Sonne passen nicht zum bisherigen Strommarkt. Er muss gründlich umgestaltet werden – die Debatte um die Schaffung von Kapazitätsmärkten, mit denen verlässliche Kraftwerksleistung honoriert werden soll, genügt dabei nicht. Und künftig sollten nicht mehr die Netzbetreiber, sondern die Stromvertriebe eine Schlüsselrolle bei der Ökostromförderung spielen. Teil 2 der klimaretter.info-Debatte zur Zukunft des EEG

Von Uwe Leprich und Eva Hauser

Immer deutlicher zeichnet sich ab: Windenergie und Photovoltaik werden künftig tragende Säulen im deutschen Stromsystem sein – flankiert von vielfältigen Flexibilitätsoptionen, die kurz-, mittel- und langfristige Angebotslücken überbrücken, beispielweise Gaskraftwerke oder Stromspeicher. Diese beiden fluktuierenden erneuerbaren Energien (FEE) sind klimaverträglich und grenzkostenfrei, gemeinsam mit der Wasserkraft sollen sie mittelfristig etwa die Hälfte des deutschen Strombedarfs decken, allein für die Photovoltaik hat die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept ein Ziel von 52 Gigawatt (GW) installierter Leistung vorgegeben.


Merit Order des bundesdeutschen Kraftwerksparks im Jahr 2008. Berücksichtigt sind nur konventionelle Kraftwerke, keine regenerativen oder Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. (Grafik: Forschungsstelle für Energiewirtschaft) 

Doch das bisherige Design des Strommarktes passt nicht zu Wind und Photovoltaik, weil es auf dem Grenzkostenprinzip basiert. Unter Grenzkosten werden in der Betriebswirtschaftslehre die Kosten jeder zusätzlich erzeugten Einheit verstanden. Liegen sie unter dem zu erwartenden Erlös dieses zusätzlichen Produkts, wird der Produzent diese weitere Einheit vernünftigerweise auch produzieren. Im Stromerzeugungsmarkt haben Wind- und Wasserkraftwerke sowie wärmegeführte fossile Kraftwerke und Kernkraftwerke die niedrigsten Grenzkosten: Die einen müssen teilweise aus technischen Gründen weiterlaufen, bei den anderen, erneuerbaren kostet es die Betreiber wegen des kostenlosen Energieträgers nichts oder vernachlässigenswert wenig, sie weiterlaufen zu lassen. Im Preisfindungssystem der Strombörsen kommen die Erzeugungseinheiten nach ihren spezifischen Grenzkosten in aufsteigender Reihenfolge (nach den erwähnten Kraftwerken Braunkohle, Steinkohle, Erdgas) so lange zum Zug, bis sie genau die momentane Nachfrage bedienen (Einsatzreihenfolge oder "Merit Order").

Die Diskussion um ein neues Systemdesign darf sich nicht auf die Schaffung von Kapazitätsmärkten beschränken 

Das immer größere Angebot aus Windkraft und Photovoltaik mit deren geringen Grenzkosten schiebt Kraftwerke mit höheren Grenzkosten, wie etwa Gaskraftwerke, aus der Merit Order heraus – sodass diese seltener den Zuschlag bekommen. Der dadurch sinkenden Börsenpreis hat beim momentanen Design der Ökostromförderung zur Folge, dass die EEG-Umlage steigt (die ja die Differenz zwischen Börsenpreis und gesetzlich garantierter Einspeisevergütung darstellt).

Beim künftigen Marktdesign sind grob vier Teilsegmente zu unterscheiden, die gleichwohl in mehrerlei Hinsicht voneinander abhängen: Zum einen braucht es einen verlässlichen Refinanzierungsmechanismus für FEE mit Grenzkosten nahe Null. Zum anderen sind die sogenannten "Must-Run-Anlagen" zu finanzieren, also jene Stromlieferanten, die für die Systemsicherheit aus netztechnischer Sicht unverzichtbar sind (diese Funktionen sollten sukzessive den FEE und neuen Flexibilitätsoptionen übertragen werden). Drittens werden Dispatch-Märkte für den optimalen Einsatz bereits bestehender Anlagen benötigt. Und viertens schließlich sind Kapazitätsmechanismen beziehungsweise -märkte für neue Flexibilitätsoptionen gefordert, die Zahlungsströme für das Vorhalten von Erzeugungskapazitäten für wind- oder sonnenarme Zeiten sichern (hierunter fallen auch steuerbare erneuerbare Energien wie Biomasse und Biogas).

Derzeit verengt sich die Diskussion auf den vierten Punkt. Wir stellen hingegen eine Weiterentwicklung des Refinanzierungsmechanismus für FEE in den Mittelpunkt.

Vieles, was als Alternative zum EEG vorgeschlagen wird, ist nicht praktikabel und wenig effektiv

Traditionelle Ökonomen und verunsicherte Politiker sind sich einig, dass der bisherige Grundpfeiler der Energiewende – das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – abgeschafft werden müsse. Dagegen wäre wenig einzuwenden, wenn andere Instrumente bereitstünden, die den Ausbau der FEE genauso effektiv, möglicherweise kostengünstiger, mit geringerem Umsetzungsaufwand bei weiterhin hoher Akzeptanz in der Bevölkerung ermöglichen würden.

Von einigen EEG-Kritikern wird eine pauschale Quotenlösung präsentiert, als hätte es die Fachdiskussion nicht gegeben, die sie bereits vor 20 Jahren als nicht praktikabel abgeräumt hat. Da werden Ausschreibungsverfahren bemüht, die sich beispielsweise in Großbritannien weder als effektiv und schon gar nicht als kostengünstig erwiesen haben.

Wenn man es mit der Energiewende ernst meint, gibt es keine Alternative dazu, das EEG weiterzuentwickeln – zu einem EEG 2.0. Wesentliche Aspekte wären unter anderem ein neuer Finanzierungsmechanismus für die FEE, Anreize für eine systemunterstützende Auslegung von Neuanlagen sowie Regelungen zur weiteren Verbesserung der Wind- und Solarprognosen in Kooperation mit den Anlagenbetreibern.


Die fluktuierenden erneuerbaren Energien (FEE) sind klimaverträglich und grenzkostenfrei. Doch Autarkie ist nicht die Lösung – Wind- und Sonnenstrom sollen auch weiter bundesweit eingesammelt werden, sagen die IZES-Experten. (Foto: BVKW)

Wie gesagt, unserer Ansicht nach lassen sich die FEE wegen des Merit-Order-Effekts grundsätzlich nicht über grenzkostenorientierte Märkte wie die Strombörse vermarkten. Um zu einem wettbewerblichen Suchprozess auch für dezentrale Flexibilitätsoptionen anzureizen, bedarf es eines kunden- und lastnahen Marktakteurs mit einer entsprechenden Anreizstruktur. Die Finanzierung der erneuerbaren Energien über eine EEG-Umlage wird mit sinkendem Börsenpreis des Stroms systematisch steigen und so an politische Grenzen stoßen; sie muss daher zeitnah verändert werden. Zudem lässt sich der Ausbau von FEE mit der Einführung von Kapazitätsmechanismen nicht quasi nebenher miterledigen, da hierzu jeweils völlig unterschiedliche Anreize notwendig sind.

Unser Vorschlag beruht auf folgenden drei Säulen:

  • Zugunsten eines maximalen Pool-Effekts und der Optimierung der Prognosequalität und -kosten bietet es sich an, den Strom aus FEE-Anlagen weiter bundesweit einzusammeln und zu einem gemeinsamen FEE-Lastprofil zu verdichten. Das betrifft zunächst vor allem Photovoltaik und Windkraft an Land, aber auch große Teile der Laufwasserkraftwerke, die ebenso grenzkostenfrei und kaum langfristig präzise prognostizierbar sind. Ein möglicher Eigenverbrauch aus diesen Anlagen ist davon unbenommen, da er lediglich die Nachfragelast der Kunden korrigiert. Die Rolle des Einsammelns haben aktuell die Übertragungsnetzbetreiber inne. Ob sich hier ein neuer zentraler Akteur anbietet, soll zunächst offen bleiben.
  • Das nationale FEE-Lastprofil – laienhaft gesagt: der aktuell erzeugte Ökostrom – wird anteilig, das heißt gemessen am Absatz, den Stromlieferanten, also den Vertrieben zugewälzt. Dieses Wälzen erfolgt viertelstündlich. Dadurch fällt den Lieferanten die Aufgabe zu, künftig die jeweilige Lücke (Residuallast) zwischen dem momentanen Verbrauch (Kundenlast) und dem Ökostrom-Angebot (dem ihnen zugewiesenen Anteil am FEE-Lastprofil) zu decken. Das hat unter anderem zur Folge, dass das Lieferantengeschäft erheblich kurzfristiger wird und der Spotmarkt und hier vor allem der Intraday-Markt künftig an Gewicht gewinnen.
  • Der Lieferant bezahlt für das FEE-Lastprofil einen Preis, der den durchschnittlichen EEG-Vergütungskosten der im Profil enthaltenen Anlagen entspricht. Die Vergütungen werden nach wie vor gesetzlich festgelegt.

Ein Hauptunterschied zu der bis 2009 herrschenden Wälzung besteht also darin, dass die Lieferanten für Ist-Viertelstundenprofile zahlen, nicht für Monatsbänder, die aufwändig, fremdbestimmt und mit hohem Prognoserisiko aus Profilen veredelt wurden.

Statt der Netzbetreiber sollten die Stromvertriebe die Lücke zwischen Ökostromangebot und Gesamtverbrauch ausgleichen

Daraus ergeben sich eine Reihe erwünschter Nebeneffekte: Unser Vorschlag wirkt einer zu kleinräumigen und damit volkswirtschaftlich gesehen suboptimalen Optimierung von FEE-Anlagen – zum Beispiel als Teil von virtuellen Kraftwerken – entgegen. Die Lieferanten werden zu wichtigen Energiewende-Akteuren aufgewertet, indem sie in ihren Strom-Bilanzkreisen eine volkswirtschaftlich sinnvolle Ausgleichs- und Integrationsleistung erbringen. Des Weiteren organisieren sie als Marktakteure einen wettbewerblichen Suchprozess für dezentrale Flexibilitätsoptionen in einem Residuallastmarkt. Zugleich sind sie gezwungen, systematisch den fortschreitenden Systemwandel in ihren Beschaffungsstrategien vorauszudenken.

Die Position der Übertragungsnetzbetreiber hingegen reduziert sich damit wieder auf ihre Marktrolle als neutrale Infrastrukturdienstleister und Systemverantwortliche. Damit würde die derzeitige treuhänderische Vermarktungsfunktion der EEG-Anlagen am Spotmarkt beendet. Unser Vorschlag schafft also die EEG-Umlage faktisch ab. Die sinkenden spezifischen Kosten der erneuerbaren Energien spiegeln sich in sinkenden Preisen für den abzunehmenden FEE-Strom wider. Ob die Lieferanten diesen Kostenblock für das FEE-Lastprofil separat ausweisen oder nicht, bleibt ihnen überlassen.

Selbstverständlich wirft unser Vorschlag zu diesem Zeitpunkt noch Fragen auf, die einer gründlicheren Untersuchung bedürfen, unter anderem die folgenden: Wie hoch sind die Risiken der Lieferanten zu veranschlagen, die durch eine Verlagerung zu kurzfristigen Beschaffungs-Strategien entstehen, und wie schlägt sich dies in den Preisen nieder? Führt der Vorschlag zu einer Marktbereinigung bei den Lieferanten, das heißt, bleiben nur wenige große Akteure übrig? Oder wird dadurch vor allem die Rolle bestehender Aggregatoren gestärkt, die heute schon die Beschaffung für größere Lieferantengruppen organisieren? Lassen sich in die gesetzlich festgelegten Vergütungen, die in diesem Vorschlag bestehen bleiben, Preissignale aus den Dispatch- und künftigen Leistungsmärkten integrieren? Oder mögliche Standortsignale?


Trotz vieler Fragen ist es höchste Zeit, den Blick darauf zu richten, wie FEE-Anlagen kostengüstig gestaltet werden können, fordern die IZES-Experten. (Foto: Christoph Aron/flickr.com)

Insgesamt erscheint es höchste Zeit, sich von einer vermeintlichen Vermarktungsfähigkeit der FEE-Anlagen in grenzkostenorientierten Märkten zu verabschieden und den Blick darauf zu richten, wie der weitere Ausbau dieser Anlagen gesichert und kostengünstig gestaltet werden kann.

http://www.izes.de/cms/upload/mitarbeiter/UL.jpgProf. Uwe Leprich ist wissenschaftlicher Leiter, Eva Hauser wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) in Saarbrücken.
 

Der Text basiert auf einem Artikel in der Zeitschrift für kommunale Wirtschaft, Ausgabe 8/2012. 
 

Die klimaretter.info-Debatte zur Zukunft des EEG

Teil 1: Schickt das EEG in Rente!
Teil 2: Drei Säulen für ein neues EEG
Teil 3: Auktion statt Einspeisetarife
Teil 4: Wandel in kleinen Schritten
Teil 5: Das EEG verjüngen statt verrenten
Teil 6: Reformiert den Energiemarkt!
Teil 7: Nein zum Schnellschuss
Teil 8: Die Zukunft ist dezentral
Teil 9: Pflicht zur Selbstvermarktung
Teil 10: EEG ist dem Markt nicht gewachsen
Teil 11: Erneuerbare in den Bilanzkreis
Teil 12: Neue Philosophie begrenzt Kosten 


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Montag, 05. August 2013, 07:09 Uhr
EEG 2.0: Kosten begrenzen mit neuer Philosophie
FotoGeht es um die Energiewende, steht die hohe EEG-Umlage bei den Debatten in den Medien und bei den Stromverbrauchern an erster Stelle. Doch die bislang vorgelegten Ideen helfen nur begrenzt, die Kosten in den Griff zu bekommen. Eine Mengensteuerung ausschließlich für die teureren Erneuerbaren-Sparten packt das Problem offensiv an. Sie könnte durch eine Höchstvergütung ergänzt werden. Teil 12 der klimaretter.info-Debatte zur Zukunft des EEG
Von Uwe Nestle, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft
[mehr...]
Montag, 18. März 2013, 08:06 Uhr
Das EEG verjüngen statt verrenten!
Bei der künftigen Ökostrom-Förderung plädiert der Branchenverband für eine Mischlösung: Ein reformiertes Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das beispielsweise stärker regional differenziert. Außerdem sollen die bestehenden Stromhandelsmärkte für Ökostrom geöffnet und durch neue Märkte für Kraftwerkskapazitäten ergänzt werden. Teil 5 der klimaretter.info-Debatte zur Reform des EEG.
Von BEE-Geschäftsführer Hermann Falk
[mehr...]
Mittwoch, 18. September 2013, 08:53 Uhr
Das größte Kraftwerk Deutschlands
FotoDas könnte die Lösung für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und für das Strompreisproblem sein: Ein Zusammenschluss aus Wind-, Solar- und Biomasseanlagen, der seinen Strom direkt vermarktet. Das sogenannte virtuelle Kraftwerk der norwegischen Firma Statkraft in Deutschland hat nun eine Anschlussleistung erreicht, die das größte konventionelle Kraftwerk weit überholt.
Von Benjamin von Brackel [mehr...]
Donnerstag, 07. März 2013, 09:00 Uhr
EEG 2.0: Auktion statt Einspeisetarife
Der Stadtwerkeverband VKU legt einen eigenen Vorschlag für die künftige Ökostrom-Förderung vor: Neben dem bisherigen Markt für Strommengen soll es einen für Kraftwerkskapazitäten geben – und ein Auktionssystem, in dem der Staat die Ausbauziele für Sonne, Wind & Co. vorgibt und dann direkte Investitionszuschüsse an die billigsten Bewerber verteilt. Teil 3 der klimaretter.info-Debatte zur Zukunft des EEG.
Von VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck [mehr...]
Mittwoch, 20. März 2013, 16:45 Uhr
EEG 2.0: Reformiert den Energiemarkt!
Ohne eine grundlegende Reform des Energiemarktes wird sich weder der Strompreis bremsen noch die Versorgungssicherheit gewährleisten und erst recht keine langfristige Netzstabilität herstellen lassen, sagt Matthias Miersch, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Schnellschüsse noch vor der Bundestagswahl werde es mit den Sozialdemokraten aber nicht geben. 
Teil 6 der klimaretter.info-Debatte zur Reform des EEG  [mehr...]
Montag, 31. Januar 2011, 14:48 Uhr
EU will "Kohärenz, Klarheit und Sicherheit"
20 Prozent des Energiebedarfs sollen in der Europäischen Union 2020 aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. EU-Kommissar Günther Oettinger will sich zunächst nicht an eine einheitliche Ökostromförderung machen, fordert aber mehr "grenzübergreifende" Zusammenarbeit.
Von Sarah Messina
[mehr...]
Freitag, 15. Oktober 2010, 15:28 Uhr
Ökostrom-Umlage steigt auf 3,5 Cent
Netzbetreiber und Netzagentur geben die EEG-Umlage für 2011 bekannt. Über die Stromrechnung fördert ein deutscher Durchschnittshaushalt Erneuerbare Energien künftig mit monatlich vier Euro mehr als zuvor. Aus Freiburg Bernward Janzing [mehr...]
Montag, 28. Januar 2013, 09:07 Uhr
"Lügen und Legenden" der Strompolitik
DIW-Expertin Claudia Kemfert macht die Bundesregierung für steigende Strompreise verantwortlich [mehr...]
Mittwoch, 30. Oktober 2013, 00:09 Uhr
100 solare Megawatt in Swasiland
Vollbild-VorschauDas Land im südlichen Afrika führt für ein geplantes Solarkraftwerk erstmals eine Einspeisevergütung ein [mehr...]
Donnerstag, 01. Juli 2010, 14:03 Uhr
2020: Ökostrom-Anteil bei 38 Prozent
windrder_reimerEntwurf eines "Nationalen Aktionsplan erneuerbare Energien" des Umweltministeriums sieht innerhalb von zehn Jahren Verdopplung des Ökostrom-Anteils. Genug für Festhalten am Atomausstieg [mehr...]
Dienstag, 05. April 2011, 11:49 Uhr
Bundesministerien ohne Ökostrom
Deutschland wird bislang kaum bis gar nicht mit erneuerbaren Energien regiert. Von den Ministerien plant nur das Umweltministerium bis zum Sommer den kompletten Umstieg auf Ökostrom.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Donnerstag, 20. März 2014, 17:29 Uhr
Bürger gegen Industrierabatte
BildDie Verbraucher lehnen Stromrabatte für Unternehmen ab, zeigt eine Umfrage. Die Industrie hingegen warnt vor "Kostenbelastungen" [mehr...]
Donnerstag, 10. Oktober 2013, 14:21 Uhr
Das EEG "radikal vereinfachen"
BildDer Thinktank "Agora Energiewende" hat ein Konzept für die EEG-Reform vorgelegt. Günstiger für die Verbraucher soll der Ausbau der Erneuerbaren werden. Die Kritik folgte auf dem Fuße: Die Vorschläge würden der dezentralen Energiewende den Garaus machen, fürchtet die Vereinigung Eurosolar, Ausbauabsichten seien nicht erkennbar.
Von Lukas Wohner [mehr...]
Mittwoch, 11. September 2013, 16:29 Uhr
Die Bahn kann grüner
FotoDie DB will ihren Ökostrom-Anteil bis 2015 auf 35 Prozent steigern. Unklar bleibt, wie grün der Strom wirklich ist [mehr...]
Dienstag, 28. August 2012, 14:40 Uhr
Die Stunde der Lobbyisten
Energiegipfel im Kanzleramt, und das Getöse ist groß. Politiker, Industrievertreter, Gewerkschafter und Umweltverbände, sie alle haben sich zur großen Strompreisdiskussion in Stellung gebracht. Es geht um die Zukunft des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, um die Frage, wie hoch die Stromkosten werden dürfen - und wer sie tragen soll. Der Umweltminister agiert rein defensiv.
Von Eva Mahnke
[mehr...]

Werbung

Meinungen: Kommentar

US-Fracking: Tod in kleinen Schritten

BildEine Zeitlang sorgte der Fracking-Boom in den USA für Enthusiasmus. Doch nun zieht Ernüchterung ein. Die Technik ist teuer, der Widerstand in der Öffentlichkeit wächst und die Regierung beschließt erste Einschränkungen. Die deutsche Politik täte gut daran, für ihr eigenes Fracking-Gesetz die Entwicklung in den USA genau zu verfolgen.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]

Meinungen: Kommentar

Katastrophe im Off

BildDafür, dass "Pam" einer der stärksten Zyklone in der Pazifikregion war, hat man im globalen Norden sehr wenig von ihm gehört – und ihn eine gute Woche später schon wieder vergessen. Der hintere Platz Vanuatus in der medialen Aufmerksamkeit hat eine fatale Entsprechung in den internationalen Klimaschutz-Verhandlungen: Das Schicksal der Inselstaaten interessiert die Weltgemeinschaft eigentlich nicht.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]

mehr...

Bild
In eigener Sache

Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! Zurzeit finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung von der Klimakonferenz in Lima ermöglicht. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Gesetz bedroht Bürgerenergie

Die Bundesregierung will Kleinanleger besser schützen. Ihr Gesetzentwurf geht aber nach hinten los: Energie­genossen­schaften und soziale Projekte werden massiv behindert, weil nur große Finanziers die hohen Auflagen erfüllen können. Wenn das Gesetz so durchkommt, wird die "Energiewende von unten" wohl endgültig abgewürgt. Eine Petition hält dagegen. [mehr...]

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Das "Wattpapier" – neuartige grüne Geldanlage
BildDer Ruf grüner Geldanlagen hat zuletzt, was Transparenz und Sicherheit betrifft, gelitten. Auch die Bundesregierung sorgt mit Gesetzes­­änderungen dafür, dass Bürgerprojekte und Energie­genossenschaften es künftig schwerer haben. Eine grüne Alternative bietet jetzt die Handelsplattform GreenXmoney. [mehr...]

SPD: Den Parteichef verprügeln

Die SPD hat heute in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen eine „Erklärung der SPD-Landtagsfraktion zum ‚Eckpunktepapier Strommarkt‘“ veröffentlicht. „Einstimmig“, wie es aus Fraktionskreisen heißt. Darin lesen wir: Hää?? Die SPD-Landtagsfraktion fordert die SPD-geführte Landesregierung auf, sich bei einer Bundesregierung mit SPD-Beteiligung „weiterhin“[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Klimawandel vor der Tür - Deutschland passt sich an
Degrowth 2014
 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Umweltbewusst bauen – auch im Garten möglich
BildDas gestiegene Umweltbewusstsein der Bevölkerung führt nicht nur zu Veränderungen beim Konsumverhalten, sondern auch dazu, dass Entscheidungen für intelligente Baumaßnahmen getroffen werden. Umweltfreundliches und nachhaltiges Bauen macht dabei am Haus nicht halt, sondern ist auch im Garten möglich. [mehr...]

Klimakonferenz-Specials

Was Lima wert ist - Meinungen und Analysen
Lima Dezember 2014 - COP 20 in Peru
Lima-Countdown - Die Welt vor Lima
New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Moorburg: EU verklagt Deutschland

EU-Kommission: Bundesregierung hat EU-Richtlinie zum Schutz von Lebensräumen, Pflanzen und Tieren nicht beachtet [mehr...]
Energie

Bild
Deutsche wollen keine neue Kohle

Umfrage von Umweltverbänden sieht Mehrheit gegen neue Tagebaue. Prozess um Tagebaupläne für Nochten II in Sachsen wird vertagt [mehr...]
Protest

Bild
Shell bringt Bohrinsel in die Arktis

Greenpeace-Aktivisten folgen dem Schlepper mit der Plattform auf einem Schiff der Umweltorganisation [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Deutschland mit neuem Exportrekord

Statistisches Bundesamt meldet 217 Milliarden Euro Exportüberschuss. EU fordert mehr Investitionen [mehr...]
Mobilität

Bild
Agrodiesel-Nachfrage bricht ein

Die Industrie meldet dennoch ein gutes Ergebnis für 2014: Sie exportiert so viel wie nie zuvor [mehr...]
Forschung

Bild
Mehr Schnee in der Antarktis

Studie: Jedes Grad regionaler Erwärmung könnte den Schneefall auf dem Eiskontinent um etwa fünf Prozent erhöhen [mehr...]
Umwelt

Bild
Bonn: Mehr Wald soll wachsen

Die Konferenz "Bonn Challenge" vereinbart weitere Initiativen zum weltweiten Wiederaufbau von Wäldern [mehr...]
Konsum

Bild
EU rodet mit am Regenwald

Vor allem die Nachfrage nach Soja, Palmöl, Rindfleisch und Leder führt zur Entwaldung [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
US-Fracking: Tod in kleinen Schritten

Eine Zeitlang sorgte der Fracking-Boom in den USA für Enthusiasmus. Doch nun zieht Ernüchterung ein. Die Technik ist teuer, der Widerstand in der Öffentlichkeit wächst und die Regierung beschließt erste Einschränkungen. Die deutsche Politik täte gut daran, für ihr eigenes Fracking-Gesetz die Entwicklung in den USA genau zu verfolgen.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
"Sanieren ist gut, wenn gut gemacht"

Nach dem Nein aus Bayern wird es auf absehbare Zeit keine steuerliche Förderung der energetischen Sanierung geben. Ob Steuer­entlastungen oder KfW-Zuschüsse besser sind – so oder so kommt es vor allem darauf an, dass die Sanierung mehr als das Verbauen von Dämmstoffen ist.
Ein Standpunkt von Tillman Prinz, Bundesarchitektenkammer
[mehr...]
Rezension

Bild
Tonnenschwere Fehlschlüsse

Friedrich Schmidt-Bleek, der Entwickler der MIPS-Methode, mit der Materialströme bilanziert werden können, hat ein Buch über die Energiewende vorgelegt. "Grüne Lügen" heißt es – und der Titel ist tatsächlich Programm.
Eine Rezension von Rainer Grießhammer
[mehr...]
Kolumnen

Foto
Waldbauernbub und Weltenretter

Bei Hartmut Graßl verbinden sich herausragende wissenschaftliche Leistungen mit der Fähigkeit zur eindrücklichen Vermittlung. Dass der Klimaforscher außerdem stets über den Tellerrand und auf die Praxis schaut, ist ein großes Glück. Eine Würdigung zum 75. Geburtstag.
Eine Kolumne von Hermann Ott
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Fukushima, RWE-Blues und das ferne Lob der Energiewende

Kalenderwoche 11: Der Erfolg der Energiewende in Deutschland hängt nicht von ein oder zwei Stromtrassen ab, sagt Claudia Kemfert, Professorin am Deutschen Institut für Wirtschafts­forschung DIW und Mit-Herausgeberin von klimaretter.info. Entscheidend sei die politische Verlässlichkeit der Rahmenbedingungen für ein konsequent dezentrales, intelligentes und flexibles Energiesystem. [mehr...]