Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

EnBW sucht die Energiewende

Jahresbilanz 2012: Der Staatskonzern leidet nach wie vor unter dem Atomausstieg. Und in diesem Leid fehlt das Geld zum Umsteuern – also zum Investieren in erneuerbare Kraftwerkskapazität. Massenentlassungen und Unternehmensverkäufe sollen die Lösung bringen.

Von Nick Reimer

Erstmals hat der neue EnBW-Chef Frank Mastiaux am Freitag die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr präsentiert. So richtig ist die Handschrift des neuen Konzernlenkers noch nicht zu erkennen. Immerhin hat der einstige Atomkonzern seine Verluste aus dem Atomausstieg verringern können. Das Abschalten zweier Atomreaktoren in Neckarwestheim und Philippsburg hatte EnBW 2011 noch 850 Millionen Euro Verlust gebracht, im vergangenen Jahr ist dieser auf 200 bis 220 Millionen Euro zurückgegangen. Zwei Reaktoren betreibt die EnBW noch. Die beiden Kraftwerksblöcke Philippsburg 2 (1.468 Megawatt Leistung) und Neckarwestheim 2 (1.400 Megawatt Leistung) müssen Ende 2019 und Ende 2022 vom Netz.


Frank Mastiaux setzt bei den Erneuerbaren vor allem auf Großprojekte. (Foto: EnBW)

Weniger Verlust bedeutet mehr Gewinn: EnBW verblieben 2012 nach Abzug aller Steuern und Abgaben 473,5 Millionen Euro in den Kassen – 0,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Aber der Atomausstieg ist nur ein Problem, mit dem der Karlsruher Konzern zu kämpfen hat: "Die Nutzung der konventionellen Kraftwerken geht derzeit stark zurück. Von denen haben wir viele", sagte Mastiaux auf der Bilanzpressekonferenz. Und das macht sich mit einem Umsatzeinbruch bei der Stromerzeugung und im Stromhandel bemerkbar: Der Stromabsatz der EnBW lag 2012 mit 135,4 Milliarden Kilowattstunden um 13 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Ein Grund dafür ist der wachsende Anteil an Erneuerbaren im Strommix: Mittlerweile versorgt sich jeder 60. Haushalt in diesem Land faktisch selbst mit Elektrizität. Im Geschäft mit den Privat- und Industriekunden habe sich der erhöhte Konkurrenzdruck auf das Ergebnis ausgewirkt, erklärte dazu EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer. Zudem verdiente EnBW mit dem an der Börse verkauften Strom weniger: Die Erneuerbaren drückten auch 2012 die Preise, die Margen für Konzerne wie EnBW werden kleiner.

Die Energiewende wirkt also auch auf den drittgrößten Stromkonzern Deutschlands. "Unser traditionelles Geschäftsmodell steht weiter erheblich unter Druck", sagte der seit Oktober amtierende EnBW-Vorstandsvorsitzende Mastiaux. Und anders als seine Vorgänger glaubt er offenbar, dass es diesmal keinen Ausstieg aus der Energiewende gibt: Auch in den kommenden Jahren werde sich der Markt nicht "substanziell erholen".

Entlassungen und Beteiligungsverkäufe sollen Geld für Erneuerbare bringen

Wohlgemerkt: der fossile und Atomstrom-Markt. Vor Fukushima betrug der Anteil von Atomstrom am EnBW-Konzernmix noch 51 Prozent, im Fukushima-Jahr 2011 waren es dann nach der Abschaltung immerhin noch knapp 36 Prozent.

Mastiaux, ein 48-jähriger Chemiker mit Promotion, hatte in den letzten Jahren bei Eon die Sparte Erneuerbare Energien aufgebaut und sich dort als Freund der Großprojekte präsentiert: Offshore-Windparks in Nordeuropa gehören die Zukunft, sagte er einmal, auch das Wüstenstromprojekt Desertec unterstützte er.

Für das Geschäftsjahr 2013 kündigte Kusterer weitere zu erwartende Probleme in den Standbeinen "Stromproduktion" und "Handel" an. Der Finanzvorstand drückte das auch in Zahlen aus: Das operative Ergebnis werde nochmals um 30 bis 40 Prozent einbrechen. Der Konzern solle deshalb auf "Energiewende" umgebaut werden – und zwar mit zwei Säulen. Erstens soll das Sparprogramm "FOKUS" Kosten senken, um zweitens Geld für Investitionen in Erneuerbare bereitstellen zu können.

1.350 Leute will EnBW entlassen, aber deren Schicksal allein wird dem Konzern nicht genügend Liquidität in die Kassen spülen: Deshalb wollen die Baden-Württemberger Unternehmensanteile für 1,5 Milliarden Euro verkaufen. Zum einen sollen die 15 Prozent Anteile an der Mannheimer MVV Energie versilbert werden, zum anderen 26 Prozent an der Oldenburger EWE. Allerdings ist die Marktlage gerade ungünstig: In diesem Jahr drängen weitere 5.300 fossile Kraftwerkskapazitäten in den Markt – das drückt den Preis.


Jahreshauptversammlung vor der Energiewende: Der mittlerweile verstaatlichte EnBW-Konzern hatte auf die Verlängerung der Atomlaufzeiten gesetzt – und sich verkalkuliert. Die Aktionärs-Gewinner haben sich längst abgesetzt, nun zahlen die Steuerzahler. (Foto: EnBW)

Es sieht also so aus, als ob die Nachfolger von Stefan Mappus wenig Freude am EnBW-Deal haben werden. Der Ex-Ministerpräsident hatte in einer Nacht- und Nebelaktion 2010 den Konzern quasi verstaatlicht. Ein Deal, der juristische Folgen auch für Mappus haben wird: Am Freitag durchsuchte die Staatsanwaltschaft in Paris Räume beim Energiekonzern EDF und der Investmentbank Morgan Stanley, die beide an dem Deal beteiligt waren. Immerhin konnte Mastiaux ein ganz klein wenig für gute Stimmung unter den Besitzern sorgen: Er stellte am Freitag 200 Millionen Euro als Dividende in Aussicht, die ausgezahlt werden sollen. Bezahlt hatte das Land Baden-Württemberg 4,7 Milliarden – für nicht einmal 50 Prozent der Aktien.

EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Freitag, 17. Juni 2011, 11:56 Uhr
Alt-Reaktoren bleiben vom Netz
Zuletzt bekannte sich am Freitag EnBW dazu, seine Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg 1 nicht wieder in Betrieb nehmen zu wollen [mehr...]
Montag, 30. Juli 2012, 14:31 Uhr
Atomausstieg: EnBW klagt nicht
Konzern hofft dennoch auf Geld vom Staat [mehr...]
Samstag, 19. Februar 2011, 18:05 Uhr
AKW Philippsburg schon wieder vom Netz
Reaktor überraschend zur Revision abgefahren. Dabei war die letzte Inspektion erst im Oktober   [mehr...]
Donnerstag, 17. Juni 2010, 10:02 Uhr
Aktivisten grillen bei EnBW
enbewe_kohlegrill2_500_cr_crKonzern-Sommerfest: Aktivisten fordern von Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) und EnBW-Vorstand Peter Villis "Kohle nur noch zum Grillen" zu verwenden [mehr...]
Dienstag, 08. Februar 2011, 18:30 Uhr
Atomsteuer plagt den Atomkonzern EnBW
Arme Energie Baden-Württemberg: Nach dem Staatseinstieg kommt nun der Investitions-Ausstieg. Und dann kündigt auch noch Daimler seinen Stromliefervertrag.
Von Nick Reimer
[mehr...]
Freitag, 25. März 2011, 17:21 Uhr
Das Ende des konservativen Ländles
Öko-Themen dominierten die politische Auseinandersetzung für den Landtagswahlen: In Baden-Württemberg liegt rot-grün in den Umfragen vorn, Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) könnte über die Landes-AKW und den Bahnhofsbau Stuttgart 21 stolpern. In Rheinland-Pfalz läuft alles auf eine Fortsetzung der Regierung von Kurt Beck (SPD) hinaus - mit grüner Beteiligung.
Von Martin Reeh [mehr...]
Mittwoch, 11. Juli 2012, 15:23 Uhr
Der tiefe Fall des Stefan Mappus
Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Regierungschef wegen des Verdachts der Untreue beim milliardenschweren EnBW-Geschäft [mehr...]
Sonntag, 12. Juni 2011, 16:14 Uhr
EnBW erstattet Anzeige wegen Erpressung
Beim Bau des Atomkraftwerks Neckarwestheim 2 soll gepfuscht worden sein [mehr...]
Freitag, 15. Juli 2011, 15:51 Uhr
EnBW klagt gegen Brennelementesteuer
Dem Konzern zufolge verstößt die Steuer sowohl gegen das Grundgesetz als auch gegen europäisches Recht [mehr...]
Dienstag, 13. Oktober 2009, 16:30 Uhr
EnBW: Laufzeitverlängerung selbstgemacht
enbw.jpgEigentlich hätte die Reststrommenge des Atomkraftwerks Neckarwestheim bereits Mitte Juli 2009 aufgebraucht sein müssen. Stromkonzern EnBW hat jedoch offenbar die Stromproduktion des Atomkraftwerks Neckarwestheim 1 künstlich verlängert:  Mindestens anderthalb Jahre lief der Reaktor mit gedrosselter Leistung um die Stillegung vor der Bundestagswahl zu vemeiden. Ein internes EnBW-Papier sieht dafür die Unterrrichtung eines "ausgewählten Kreises" von Politikern der Union und FDP vor.
Aus Berlin Sarah Messina [mehr...]
Mittwoch, 21. März 2012, 09:13 Uhr
Eon-Manager wird EnBW-Chef
Frank Mastiaux soll die Leitung des drittgrößten deutschen Stromkonzerns übernehmen [mehr...]
Montag, 01. Oktober 2012, 17:30 Uhr
Führungswechsel bei EnBW
Der Neue, Frank Mastiaux, will mehr erneuerbare Energien [mehr...]
Mittwoch, 15. September 2010, 07:53 Uhr
Handelsblatt: Neckarwestheim vor Aus
neckarw-wikip-cc-lizenz_copyDer Atomkonzern EnBW erwägt, das Atomkraftwerk Neckarwestheim I abzuschalten. Es heißt, man wolle die Landtagswahlen in Baden-Württemberg im März abwarten, dann gehe das Kraftwerk aber wohl vom Netz [mehr...]
Mittwoch, 08. Juni 2011, 12:04 Uhr
Nun klagt auch EnBW - vielleicht
Oldenburger Stromkonzern EWE sieht im Regierungsbeschluss dagegen Chancen für Erneuerbare [mehr...]
Mittwoch, 27. April 2011, 16:51 Uhr
Rote Kröten für Kretschmann
In Baden-Württemberg haben sich Grüne und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Beim Bahnprojekt Stuttgart 21 und beim Straßenbau setzt sich die SPD mit einem Formelkompromiss durch. Zwei der vier Atomkraftwerke bleiben vorerst am Netz. Und die Grünen stellen zwar den Ministerpräsidenten, dafür erhält die SPD mehr Ministerien.
Von Martin Reeh [mehr...]

Werbung

Meinungen: Überraschung der Woche

Versagen beim Klimaschutz, Klimaskeptiker und Justin Biebers Affe

FotoKalenderwoche 21: Die Klimapolitik ist im Niedergang, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker, Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings und Mitherausgeber von klimaretter.info. Die Industriestaaten begeben sich in Geiselhaft ominöser Märkte. [mehr...]

Meinungen: Kommentar

Informationen sind keine Bloßstellung

FotoDas Umweltbundesamt hat eine Broschüre zur Debatte um den Klimawandel veröffentlicht und dabei auch bekannte Klima"skeptiker" namentlich genannt. Seitdem ist der Teufel los. Von "Übereifer" des UBA ist die Rede und von "Bloßstellung", das Amt wird gar mit der Reichskulturkammer der Nazis verglichen. Geht's noch?
Ein Kommentar von Verena Kern
[mehr...]

mehr...

Aufruf!
Ihr Wunschzettel zur Bundestagswahl

Bundestagswahl DeutschlandkarteIm Herbst wird gewählt. Was erhoffen Sie sich für die Energie- und Klimapolitik? Schreiben Sie uns das in einem Satz (oder Wort). Einiges veröffentlichen wir in unserem Wahl-Dossier ab Juni. Außerdem verlosen wir drei Bücher "Wir Klimaretter. So ist die Wende noch zu schaffen." Auf gehts! [E-Mail klimaretter.info]

Industrieanlage
Serie

Die Debatte zur Zukunft des EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...]


Aktion des Monats

Umweltzerstörer nach Den Haag!

Extreme Umwelt­zerstörung ist ein Verbrechen gegen das friedliche Zusammen­leben. Ein solcher Ökozid soll künftig vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden können. Eine Million Unterschriften sind dafür nötig. [mehr]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]

Werbung

Deutsche Post: Ein Trick namens RECS

Die Zeiten, in denen die Deutsche Post noch die Deusche Post war, sind längst vorbei. Heute heißt die Deutsche Post DHL und ist nicht mehr einfach nur der Arbeitgeber für die Postboten, sondern – Eigenwerbung – „der weltweit führende Post-[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
PoznaÅ„ Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Foto
Endlagersuchgesetz ohne "Feigenblatt"

Die großen Umweltverbände wollen das "Bürgerforum" zum Endlagersuchgesetz Ende Mai boykottieren [mehr...]
Energie

Foto
Warnung vor Milliarden "Leerkosten"

Die Vorgaben für den Ausbau der Stromnetze sind viel zu hoch angesetzt, sagt der Bundesverband der Verbraucherzentralen – vor allem bei der Offshore-Windkraft [mehr...]
Protest

Foto
Brandenburgs Braunkohle unter Druck

Der Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg berät über den Tagebau Welzow-Süd II. Die Bergbau-Gewerkschaft demonstriert für Braunkohle, Umweltschützer dagegen [mehr...]
Wirtschaft

Foto
Anti-Dumping-Zölle gegen Solarkrise

Die europäische Solarbranche streitet über die geplanten Anti-Dumping-Zölle der EU auf chinesische Photovoltaik-Produkte. Über die Folgen gibt es widersprüchliche Prognosen [mehr...]
Mobilität

Foto
Autolobby ruft Merkel um Hilfe

Um die von der EU geplanten klimafreundlicheren CO2-Grenzwerte für Autos zu verhindern, schreibt Verbandschef Wissmann einen persönlichen Brief an die Kanzlerin: "Liebe Angela" [mehr...]
Forschung

Foto
Kahlschlag gräbt Staudamm Wasser ab

Der Holzeinschlag am Amazonas könnte das Wasserkraftwerk Belo Monte unrentabel machen. Auch Wasserkraft-Befürworter warnen vor Brasiliens Prestigeprojekt [mehr...]
Umwelt

Foto
Hamburg spielt weiter auf Risiko

Nur knapp ist der Kirchentag einer Katastrophe entgangen – nun soll ein noch gefährlicherer Atomtransport durch Hamburg rollen [mehr...]
Wohnen

Foto
Für die Wende in den vier Wänden

Ein neues Bündnis fordert von der Politik mehr Engagement bei der energetischen Sanierung von Gebäuden [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Foto
Informationen sind keine Bloßstellung

Das Umweltbundesamt hat eine Broschüre zur Debatte um den Klimawandel veröffentlicht und dabei auch bekannte Klima"skeptiker" namentlich genannt. Seitdem ist der Teufel los. Von "Übereifer" des UBA ist die Rede und von "Bloßstellung", das Amt wird gar mit der Reichskulturkammer der Nazis verglichen. Geht's noch?
Ein Kommentar von Verena Kern
[mehr...]
Standpunkte

Foto
Schnee nur noch von gestern

Der vergangene Winter brachte 20 Grad plus an Weihnachten und Minusgrade an Ostern – das waren eher die Vorboten des Klimawandels als dessen Widerlegung. Eine Studie des Deutschen Alpenvereins geht davon aus, dass Wintersport bald nur noch in höher gelegenen Gebieten möglich ist: Schon in 20 Jahren sei nur noch die Hälfte der bisherigen Skigebiete schneesicher.
Ein Standpunkt von Franz Alt
[mehr...]
Rezension


Fundgrube zur Sonnenstrom-Revolution

Alte Schätze neu gelesen: 19 Jahre nach dem Tod des Autors ist dieses Buch hochaktuell. Das in vielfacher Hinsicht außergewöhnliche "Sonnenbuch" schließt eine Lücke in der Solarforschung. Die zum Teil schon 40 Jahre alten Texte beschreiben die Energiewende in ihren technischen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen und ethischen Dimensionen.
Eine Rezension von Franz Alt
[mehr...]
Kolumnen


Fragen statt predigen

Wenn schon genug gesagt ist und trotzdem noch immer nichts geschieht, dann helfen nur Fragen weiter. Zum Beispiel diese: Glauben Sie, dass Sie sich ändern können? Wenn ja, warum fangen Sie dann nicht damit an?
Von Kerstin Höpner-Miech
[mehr...]
Überraschung der Woche

Foto
Ruinöse Preise, die Kohlelobby und Merkels Scheinheiligkeit

Kalenderwoche 16: Die Entscheidung des Europaparlaments gegen eine – ohnehin viel zu kleine – Reform des Emissionshandels ist vor allem für die deutsche Energiewende ein schwerer Schlag, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]