Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Wüstensonne in Chile

Das südamerikanische Land besitzt riesige Potentiale für die Nutzung der Sonnenenergie, die bislang kaum genutzt werden. Ein Modellprojekt in der Atacama-Wüste soll das nun ändern. Ein schwäbischer Mittelständler gehört zu den Pionieren.

Aus Chile Gerhard Dilger

Südamerikanische Farmer könnten bald Strom statt Trauben ernten. "Chile hätte das Zeug zu einer grünen Großmacht", sagt der Energie-Experte Patrick McCully. "Nordchile hat das weltweit größte Potenzial an Sonnenenergie, aber trotz sinkender Kosten gibt es noch kaum Solaranlagen." Doch das ändert sich gerade. Die chilenische Regierung setzt auf den Solarboom.


Die Atacama-Region in Chile könnte zum Solarstandort werden. (Foto: Francesco Mocellin / Wikimedia Commons)

Hans Hall ist einer der Pioniere. "Doppelt so hoch wie in Deutschland" sei die Sonneneinstrahlung in der Atacama-Wüste, schwärmt der Mittelständler aus dem schwäbischen Weingarten. "Mit seinem Potenzial an erneuerbaren Energien könnte Chile ganz Südamerika versorgen." Aber noch ist Solarenergie ein zartes Pflänzchen in dem Land.

Im Copiapó-Tal, einer riesigen Oase, deren Bewohner vor allem vom Anbau hochwertiger Tafeltrauben für den Export leben, hat Hall mit seiner Firma "Kraftwerk" eine Photovoltaik-Anlage installiert, die noch im Juni ans Netz gehen soll. Es ist ein Pilotprojekt für die Atacama-Region, ja für ganz Chile. 40.000 US-Dollar Startkapital hat die Regierung beigesteuert, hinzu kamen günstige Darlehen von der Interamerikanischen Entwicklungsbank.

Das sind Ansätze für "Grüne Wirtschaft" in einem Schwellenland, wie sie auf dem UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro diskutiert wird: Investitionen in umweltfreundliche Technologien. Allerdings sollen dabei auch Subventionen etwa in den in Chile noch weit verbreiteten Kohle-Verbrauch gestrichen werden.


300 Megawatt in der Wüste. (Foto: Dilger)

Mit den Preissenkungen bei Solaranlagen könnten sie bald auch für ärmere Länder interessant werden. Derzeit haben 1,3 Milliarden Menschen weltweit keinen Strom. Rund 2,7 Milliarden sind auf Brennholz, Holzkohle oder Pflanzenreste zum täglichen Kochen und Heizen angewiesen.

Abraumberge hinter Plantagen

Auf dem Gelände des chilenischen Traubenfarmers Alfonso Prohens stehen die Solarpanele der 300-Kilowatt-Anlage in Reih und Glied. Mit dem Strom wird demnächst tagsüber das Grundwasser hochgepumpt, nachts sollen die Bewässerungsanlagen in Aktion treten.

Seit 60 Jahren baut die Familie Prohens im Copiapó-Tal Trauben an. Doch wie lange dies noch geht, ist wegen des immensen Grundwasserverbrauchs fraglich. In den 80er Jahren wurden die Wasserrechte privatisiert, die Landwirtschaft boomte. Heute ist das Tal von Kupferbergwerken umgeben. Hinter den Traubenplantagen beginnen unzählige Abraumberge. Ganz in der Nähe liegt die Mine San José, wo vor zwei Jahren 33 Bergleute verschüttet und gerettet wurden.


Bislang spielen Kohle und Öl noch eine große Rolle in der Stromversorgung - hier Proteste gegen einen Kraftwerksneubau. (Foto: No a castilla)

Die hohen Kupferpreise haben den Wassernotstand verschärft. Mittlerweile hat bereits jeder dritte Landwirt Wasserrechte an die Bergbaukonzerne verkauft. Über acht Millionen Dollar erhielten Rafael und Jaime Prohens vom kanadischen Multi Lumina Copper, doch nun fehlt ihnen das Wasser für ihre Felder.

Umweltfreundliche Alternativen

Ihr Bruder Alfonso hat seine Wasserrechte behalten. Aber auch er muss immer tiefer bohren. Der Grundwasserpegel liegt bei mittlerweile bei 150 Meter. "Wenn das so weitergeht, werde ich Solarkraft statt Trauben anbauen", sagt Alfonso Prohens.

Für Hans Hall wäre das eine positive Entwicklung. Bereits jetzt hat der rührige Ingenieur weitere Aufträge von Agrarunternehmen in Chile und Peru in Aussicht. Noch attraktiver wird der Bau von Kleinanlagen, sobald das chilenische Parlament das geplante Gesetz zur Energieeinspeisung verabschiedet. Bis 2020 soll sich der Anteil der neuen erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf 20 Prozent verfünffachen, hat der rechtsliberale Präsident Sebastián Piñera als Ziel ausgegeben.

Genauso viel soll jedoch das umstrittene Großprojekt Hidroaysén erzeugen: fünf Staudämme in Patagonien, an deren Bau Piñera trotz heftiger Proteste festhält. "Eine veraltete Technik mit verheerenden Folgen", schimpft Energieaktivist McCully. Er sieht noch andere und umweltfreundlichere Alternativen für das Land. "Neben der Solarkraft sollte Chile auch auf Wind- und Gezeitenkraftwerke setzen."


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Samstag, 09. Juni 2012, 17:56 Uhr
Chile: Wasserkraftwerke in der Kritik
Chile besitzt ein enormes Potenzial für die Produktion nicht konventioneller erneuerbarer Energien wie Solar- und Windkraft. Diese Energiequellen tragen jedoch nur zu drei Prozent zur Stromversorgung bei. Bisher setzt das südamerikanische Land vor allem auf große Wasserkraftwerke, die 34 Prozent des nationalen Strombedarfs decken und zunehmend kontrovers diskutiert werden.
Von Marianela Jarroud (IPS)

[mehr...]
Samstag, 15. Januar 2011, 09:07 Uhr
Solarstrom vom Unidach
Zwei Jahre warten die Studenten auf diesen Moment, jetzt endlich war es so weit: Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach von Haus 6 am Standort Golm wurde eingeweiht. An der Universität Potsdam wird künftig Strom aus Sonnenenergie erzeugt.
Aus Potsdam Felix Werdermann
[mehr...]
Montag, 30. Januar 2012, 16:47 Uhr
200 Megawatt Solarkraft für Indien
Ausschreibung im Bundestaat Rajasthan endet. Indien hinkt aber internationaler Entwicklung hinterher [mehr...]
Donnerstag, 29. Dezember 2011, 15:34 Uhr
60 Prozent mehr Sonnenstrom
Solaranlagen haben im ablaufenden Jahr über 18 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist   [mehr...]
Freitag, 07. März 2014, 15:00 Uhr
Ab in die Wüste: Solon macht dicht
BildEs ist das Ende einer Berliner Forschungstradition: Der Solarmodulhersteller Solon schließt seine Pforten. Der Betrieb wird nach Dubai in die Vereinigten Arabischen Emirate verlagert. Die 1996 gegründete Firma gebe "dem globalen Druck" in der Photovoltaikbranche nach, sagte Betriebsstättenleiter Lars Podlowski heute in Berlin.
Aus Berlin Susanne Götze [mehr...]
Mittwoch, 22. Mai 2013, 15:46 Uhr
Anti-Dumping-Zölle gegen Solarkrise
FotoDie europäische Solarbranche streitet über die geplanten Anti-Dumping-Zölle der EU auf chinesische Photovoltaik-Produkte. Über die Folgen gibt es widersprüchliche Prognosen [mehr...]
Sonntag, 01. April 2012, 17:06 Uhr
Argentinien: Gold oder Gletscher
Argentinien hat seit gut einem Jahr ein Gesetz zum Schutz seiner Anden-Gletscher, das Bergbauaktivitäten dort verbietet. Der weltgrößte Goldgräber, der kanadische Konzern Barrick Gold, will sich sein Geschäft davon nicht verderben lassen und plant eine weitere Mine. Die örtlichen Behörden sind auf seiner Seite.
Aus Buenos Aires Marcela Valente (IPS) [mehr...]
Freitag, 06. Dezember 2013, 15:41 Uhr
Bulgarien besteuert Wind und Co
Vollbild-VorschauNachträglich sollen 20 Prozent aus den Erlösen durch erneuerbare Quellen abgeführt werden [mehr...]
Samstag, 10. März 2012, 14:59 Uhr
Bulgarien entdeckt die Sonnenkraft
2012 soll die solare Kraftwerksleistung mindestens verdoppelt werden  [mehr...]
Samstag, 17. Dezember 2011, 18:13 Uhr
China will mehr Solarenergie
Die Volksrepublik erhöht ihre Ziele zum Ausbau der Photovoltaik von 10 auf 15 Gigawatt bis 2015 [mehr...]
Dienstag, 09. Juli 2013, 16:19 Uhr
Conergy: Insolvenzverfahren läuft
FotoSolarkrise ohne Ende: Für die insolvente Conergy wurde ein Insolvenzverwalter eingesetzt und Solarworld-Chef Asbeck will sparen [mehr...]
Montag, 14. April 2014, 08:47 Uhr
Desertec verliert noch einen Investor
BildNach Eon und der HSH Nordbank gibt auch der Baukonzern Bilfinger das Wüstenstrom-Projekt Desertec auf [mehr...]
Dienstag, 10. Januar 2012, 10:57 Uhr
Doppelt so viel Grünstrom für BaWü
Mit Grün-Rot soll es in Baden-Württemberg beim Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich schneller vorangehen. Bis zum Jahr 2020 möchte die Landesregierung den Anteil im Stromsektor auf 38 Prozent erhöhen. Das wäre doppelt so viel wie im Jahr 2010.
Aus Stuttgart Fabian Welters
[mehr...]
Samstag, 27. Juli 2013, 12:54 Uhr
EU und China beenden Solar-Handelsstreit
FotoNach langem Ringen haben sich die EU und China auf Mindestpreise für den Import von Solarmodulen geeinigt [mehr...]
Freitag, 02. August 2013, 16:26 Uhr
Eicke Weber fordert Solarpolitik
FotoEinigung im Solarstreit zwischen China und der EU: Der Lobbyverband EU ProSun glaubt, dass Brüssel gegen geltendes Recht verstößt, und will klagen. Auch der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg fordert mehr Engagement der EU. Solarworld muss bangen.
Von Nick Reimer [mehr...]

Werbung

Meinungen: Überraschung der Woche

Irritierender IPCC-Bericht, japanische Ökoenergieskepsis und eine Umfrage

BildKalenderwoche 16: Nach dem neuen Sachstandsbericht des Weltklimarats warnt Matthias Willenbacher, Gründer des Projektentwicklers juwi und Mitherausgeber von klimaretter.info, allzu viel Hoffnung auf Atomkraft und CCS zu setzen. Stattdessen sollte Deutschland entschlossen den Ausbau der Erneuerbaren vorantreiben und die EEG-Reform nachbessern – auch um Ländern wie Japan ein Vorbild zu sein. [mehr...]

Meinungen: Hacks Pinselstrich

Entsorgte Politiker

hack-groesserWenn Politiker aus der zweiten Reihe sich "Sorgen um die Energieversorgung" machen, dann reicht es nicht mehr, sich Sorgen zu machen. Dann gilt Alarmstufe Rot!
Eine Kolumne von Hermann Josef Hack
[mehr...]

mehr...

Bild
Serie

Leben mit der Katastrophe

Erdbeben, Tsunami, Atomunfall: Vor drei Jahren gingen die Nachrichten von der Katastrophe in Fukushima um die Welt. Der dreifache Super-GAU in Japan brachte das Aus für die deutschen AKW. Doch jetzt will Japan seine Reaktoren wieder hochfahren. Und die Nöte der Betroffenen scheinen auch bei uns vergessen. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Die Energiewende nicht abwürgen!

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist mit seinen Plänen zur EEG‑Reform dabei, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu kappen. Das würde Kohlestrom noch attraktiver machen und die Debatte über Atomkraftwerke wieder anfachen. Dagegen formiert sich Widerstand, bei dem jede Unterschrift zählt. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Wie Crowdfunding die Energiewende voranbringt
LC Bioenergie 3 600"Vielleicht haben wir zu spät auf erneuerbare Energien gesetzt", gab RWE-Chef Peter Terium kürzlich zu. Während Politik und Großkonzerne die Energiewende viel zu zögerlich angehen, werden immer mehr Bürger selbst aktiv. Für Menschen, denen eine Energiegenossenschaft zu aufwendig ist, gibt es jetzt ganz neue Wege, die eine Teilhabe einfacher als je zuvor machen. [mehr...]

RWE: Den Bürger mimen

Heute geht es um Bürgerenergie. In Deutschland waren Ende 2012 insgesamt 47 Prozent der installierten Ökostromleistung in Deutschland nach der Eigentümerstruktur Bürger-Energieanlagen – installiert von Privatleuten oder Genossenschaften. Das geht zumindest aus einer Studie hervor, die auf der Internetseite die-buergerenergiewende.de zu[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Atomkatastrophe Fukushima - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Bundesrechnungshof: Klimafonds ade

Der Rechnungshof will den 2010 vom Bund eingerichteten Energie- und Klimafonds auflösen: Es ist zu wenig Geld drin [mehr...]
Energie

Bild
Ukraine will Energiewende light

Kiew will sich mit US-Hilfe unabhängiger von russischem Erdgas machen – vor allem durch Bioenergie [mehr...]
Protest

Bild
RWE-Aktionärstreffen blockiert

Die Jahreshauptversammlung des Energiekonzerns in der Essener Grugahalle wird von Protesten begleitet [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Milliarden-Bescherung durch EEG-Umlage

Auf über 250 Millionen zusätzliche Euro kann sich der Finanzminister freuen – aus der Umsatzsteuer auf die steigende Ökostrom-Umlage [mehr...]
Mobilität

Bild
Umstieg aufs Fahrrad kann Leben retten

Weltgesundheitsorganisation: Mit Radverkehr lassen sich neue Jobs schaffen und Tausende Tote vermeiden [mehr...]
Forschung

Bild
Klimafreundlichere Kamele

Kamele stoßen beim Wiederkäuen weniger Methan aus als gedacht, ergibt eine schweizerische Studie [mehr...]
Umwelt

Bild
Meteorologen messen Rekord-März

Im globalen Durchschnitt wurde der viertwärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet [mehr...]
Konsum

Bild
EU droht dem Plastikmonster – ein bisschen

Das EU-Parlament will den Verbrauch von leichten Plastiktüten zur Schonung der Umwelt bis 2019 um 80 Prozent verringern [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Foto
Tempolimit jetzt!

Schluss mit der Kuschel-Energiewende: Deutschland muss endlich anfangen, den Klimaschutz ernst zu nehmen. Statt immer nur über die Kosten zu reden, muss der sechstgrößte Klimasünder der Welt die Überlebensfrage stellen. Und schlüssig beantworten.
Ein Kommentar von Nick Reimer
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Verspargelung? "Mehr Pragmatismus!"

Eine Gesellschaft auf Basis der Ökoenergien bedeutet eine umfassende Elektrifizierung der wesentlichen Lebensbereiche. Ohne neue Leitungen bräuchten wir mehr Kraftwerke und Speicher – also mehr Eingriffe. Statt über den Netzausbau zu lamentieren, sollten wir lieber über Design, Ausgleich und Beteiligungsformen reden. Teil 4 der klimaretter.info-Debatte zur Ästhetik der Energiewende.
Ein Standpunkt von Dieter Janecek, Landesvorsitzender der Grünen in Bayern
[mehr...]
Rezension

Bild
"Bitte bekommt keine Kinder"

Ein Fotojournalist aus dem Wendland ist nach Fukushima gereist. Herausgekommen sind 17.000 Bilder und 44 Reportagen, aus denen er ein eindrucksvolles Buch gemacht hat. Es zeigt, was in den meisten Fällen ausgeblendet wird: das Elend nach der Katastrophe. Teil 7 unserer Serie zum dritten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima
Eine Rezension von Lea Meister
[mehr...]
Kolumnen

Bild
Raus die Knete, gönnt euch was!

Es gibt einen neuen Megatrend: Konsumverzicht. Nun, da ihn auch der Spiegel aufs Titelblatt gehoben hat, reden endlich alle darüber. Doch eigentlich ist der Trend damit schon wieder vorbei. Demnächst kann man Verzichts-Ratgeber kaufen und für teures Geld Verzichts-Kurse buchen – und der Gegentrend steht auch schon vor der Tür. 
Eine Kolumne von Georg Etscheit
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Irritierender IPCC-Bericht, japanische Ökoenergieskepsis und eine Umfrage

Kalenderwoche 16: Nach dem neuen Sachstandsbericht des Weltklimarats warnt Matthias Willenbacher, Gründer des Projektentwicklers juwi und Mitherausgeber von klimaretter.info, allzu viel Hoffnung auf Atomkraft und CCS zu setzen. Stattdessen sollte Deutschland entschlossen den Ausbau der Erneuerbaren vorantreiben und die EEG-Reform nachbessern – auch um Ländern wie Japan ein Vorbild zu sein. [mehr...]