Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

(K)ein Prost auf den Solardeckel

Kurz nach Vorlage der Solar-Ausbaubilanz 2011 gehen die Wellen hoch in der Debatte um die künftige Förderung. Hardliner aus FDP und Union fordern eine Kappung des jährlichen Wachstums. Doch es wirkt, als ob sich die Anhänger des bisherigen - und höchst erfolgreichen - Fördermodells nochmal durchsetzen können - der Solardeckelfan Thomas Bareiß, energiepolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, rudert zurück.

Aus Berlin Toralf Staud

Beim Tauziehen um die künftige Solarförderung sind die Hardliner offenbar in die Defensive geraten. Thomas Bareiß (CDU), der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag rückte am Mittwoch von der Forderung nach starren Obergrenzen für die Zahl der geförderten Anlagen ab. Den sogenannten "festen Deckel" solle es nur noch für Solarparks geben, zitiert ihn die Deutsche Presseagentur. Für kleinere Photovoltaikanlagen bis zehn Kilowatt, etwa auf Hausdächern, könne dagegen das bisherige System eines "atmenden Deckels" beibehalten werden.


Thomas Bareiß (li.) beim Starkbierfest in Stetten, in der Mitte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. (Foto: www.thomas-bareiss.de)

 Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und die Spitzen der schwarz-gelben Fraktionen im Bundestag hatten bisher im Gleichklang mit Bareiß und seinen Fraktionskollegen Michael Fuchs und Joachim Pfeifer eine grundsätzliche Umstellung der Solarförderung gefordert. Statt des "atmenden Deckels", bei dem sich die Förderhöchstsätze für Neuanlagen im Folgejahr danach richten, wie viele stark im vorherigen Jahr die Zubaurate war, verlangten sie einen "festen Deckel" - also eine politisch festgelegte Obergrenze, wieviele Megawatt an Neuanlagen überhaupt in den Genuss der Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetzes kommen sollten. Solarbranche und Umweltexperten lehnen dies aber ab, weil ein Totalzusammenbruch des Marktes befürchtet wird, wenn ein Investor zu Jahresbeginn nicht wisse, ob seine Anlage überhaupt gefördert werden wird.

CSU warnt vor "blinden Grabenkämpfen"

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) verteidigt den von ihm eingeführten "atmenden Deckel" bislang. Unterstützung erhielt er jüngst vom umweltpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Michael Kauch. Auch die CSU stellte sich diese Woche bei ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth hinter Röttgen. "Wir dürfen bei der Photovoltaik-Förderung nun nicht erneut in einen blinden Grabenkampf um das Thema pro und kontra 'fester Deckel' treten", zitiert das Fachmagazin photovoltaik in der Online-Ausgabe den energie- und wirtschaftspolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe, Georg Nüßlein. Stattdessen regte er "intelligente Steuerungsmechanismen" an, etwa eine Bevorzugung von Produkten deutscher oder europäischer Modulhersteller. Seinen solarkritischen Fraktionskollegen verpasste Nüßlein einen kleinen Seitenhieb: Die Debatten um den "festen Deckel" hätten den Boom 2011 maßgeblich mitausgelöst, bei dem mehr als doppelt soviele Solaranlagen installiert wurden wie politisch angepeilt.

Frank Asbeck, der Chef des deutschen Branchenführers Solarworld, versuchte sich daraufhin in Schadensbegrenzung. In der Financial Times Deutschland vom Montag unterbreitete er eigene Kürzungsvorschläge: Bei Freiflächenanlagen solle es Einschnitte geben, nicht aber bei kleineren Hausanlagen. Mit letzteren macht  Solarworld übrigens sein Hauptgeschäft.


Der Blonde mit dem Solardeckel: Thomas Bareiß in der Kindervilla Balingen. (Foto: www.thomas-bareiss.de)

Offenbar setzt sich diese Linie nun durch. Bareiß&Co. hatten noch zu Wochenbeginn den "atmenden Deckel" generell angegriffen, nun scheint der solarpolitische Hardliner zurückzurudern. Auch er konzentriert die Kürzungsforderung auf Freiflächenanlagen, bei denen chinesische und US-amerikanische Hersteller stark sind. Kleine Dachanlagen aber, so Bareiß, seien gut für den Mittelstand, etwa die installierenden Handwerksbetriebe. Damit übernimmt er ein Hauptargument seiner Gegner.

Im Juli durchbricht der Preis für Solarstrom die Schallmauer

Wegen des 2011er Booms kommt es bereits zum 1. Juli 2012 zu einer weiterer Kürzung der Einspeisetarife - nach der 15prozentigen Senkung zum 1. Januar. Ab Jahresmitte erhalten Neuanlagen zwischen 18,68 und 20,77 Cent pro erzeugter Kilowattstunde - damit ist die sogenannte "Netzparität" viel früher erreicht als selbst von Solareuphorikern erhofft. Strom vom eigenen Solardach wird ab diesem Sommer billiger sein als aus der Steckdose. Für Modulhersteller ergeben sich völlig neue Geschäftschancen - wenn sie das kommende halbe Jahr noch überleben.

 

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Mittwoch, 30. November 2011, 17:29 Uhr
Koalition erhöht Druck auf Solarförderung
Fraktionschefs von Schwarz-Gelb im Bundestag fordern von Umweltminister Röttgen in gemeinsamen Brief drastische Einschnitte bei der Einspeisevergütung für Photovoltaik [mehr...]
Montag, 01. Februar 2010, 09:07 Uhr
"Es hätte viel schlimmer kommen können"
thumb_bee_roettgen_100129Die Solarbranche scheint mit einem blauen Auge davonzukommen, die schwarz-gelben Pläne zur Kürzung der Einspeisevergütung sind vergleichsweise moderat ausgefallen. Eine Reihe von Firmen sind trotzdem in ihrer Existenz bedroht, vor allem in Ostdeutschland - selbst bei CDU und FDP regt sich deshalb Widerstand, Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister etwa protestiert heftig. Doch Norbert Röttgen ist offenbar zu weiteren Zugeständnissen bereit.
Von Toralf Staud [mehr...]
Mittwoch, 04. Januar 2012, 13:00 Uhr
"Wir machen keine Klientelpolitik"
Der deutschen Solarbranche geht es nicht gut, viele Firmen stehen vor der Pleite oder - im noch besten Fall - vor einer chinesischen Übernahme. "Ab jetzt wird geliefert", hatte Parteichef Philipp Rösler nach seiner Wahl im Mai versprochen. Vor dem traditionellen Dreikönigstreffen der FDP am 6. Januar fordert ihr umweltpolitischer Sprecher Michael Kauch nun eine weitere Kürzung der Fördersätze. Warum? Ein Interview über Anreize, Akzeptanzprobleme und die EEG-Tarife.
Interview: Nick Reimer [mehr...]
Freitag, 25. Februar 2011, 11:27 Uhr
Bundestag kürzt Solarförderung
EEG-Umlage soll zum 1. Juli gekappt werden. SPD und Linke stimmten gegen den Vorschlag, die Grünen enthielten sich [mehr...]
Dienstag, 11. Januar 2011, 12:07 Uhr
Röttgen verteidigt Solarkürzungen
Der Bundesumweltminister sieht Gespräche zwischen Ministerium und Industrie "konstruktiv" [mehr...]
Mittwoch, 19. Januar 2011, 13:26 Uhr
Röttgen will Solarumlage zum 1. Juli kürzen
Der Bundesumweltminister will Pläne zur Kürzung der EEG-Umlage am Donnerstag gemeinsam mit der Solar-Branche vorstellen [mehr...]
Montag, 10. Januar 2011, 09:09 Uhr
Bis 8.000 Megawatt mehr in 2010
2010 ist der Photovoltaik-Zubau in Deutschland buchstäblich "explodiert": Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte hängt auch an neuen Kürzungen der EEG-Umlage - manch einer sieht dabei das gesamte Erneuerbare-Energien-Gesetz auf dem Spiel.
Von Sarah Messina und Nick Reimer
[mehr...]
Freitag, 20. Januar 2012, 18:09 Uhr
Der Solardeckel atmet – noch
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) haben sich auf einen neuen Kürzungsvorschlag für die Photovoltaikförderung geeinigt. Die EEG-Zuschüsse sollen zukünftig in monatlichen oder vierteljährlichen Abständen sinken. Es könnte die letzte Trumpfkarte sein, um den Druck der Erneuerbaren-Gegner aus den Regierungsfraktionen abzuwehren. Schuld am schlechten Standing der Branche ist auch: sie selbst.
Von Martin Reeh [mehr...]
Freitag, 06. Mai 2011, 17:01 Uhr
Energiewende mit Großkonzernen
Bessere Förderung von Offshore-Wind und Geothermie, Kürzungen bei Wind an Land und Biomasse. Die Bundesregierung plant den Umbau zu den Erneuerbaren - nicht ohne die großen Energieunternehmen.
Von Martin Reeh
[mehr...]
Donnerstag, 07. Oktober 2010, 17:45 Uhr
Klapperstorch und Klimawandel
Der Bundestag debattierte am Donnerstag über den Klimaschutz. Drei Anträge aus den Oppositionsfraktionen für ein Klimaschutzgesetz lagen vor. Alle drei wurden mit den Stimmen von Union und FDP abgelehnt - ihnen ist ihr Energiekonzept Klimaschutz genug. Die Opposition wartet noch immer darauf, dass Marie-Luise Dött ihre klimaskeptischen Aussagen zurücknimmt.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Donnerstag, 02. Dezember 2010, 12:30 Uhr
Röttgen: Weitere Solarkürzungen möglich
Branche will Vorziehen der für 2012 geplanten Senkung der Fördersätze angeblich akzeptieren [mehr...]
Mittwoch, 11. August 2010, 13:59 Uhr
Solarbranche: Exzellente Quartalszahlen
solar-ise-fraunhofer-kleinHalbjahreszahlen sind immer ein Gradmesser dafür, wie es um eine Branche steht. Am heutigen Mittwoch stellten eine Reihe von Solarfirmen blendende Ergebnisse vor - und trotzdem reagieren Börse und Analysten ablehnend.
Aus Berlin Nick Reimer  [mehr...]
Freitag, 17. Dezember 2010, 09:00 Uhr
Solarkürzungen: Kampf der Systeme
CDU-Hardliner und Windbranche fordern neue EEG-Kürzungen, die Solarwirtschaft stimmt Streichungen notgedrungen zu und die SPD sucht den Kompromiss. Solarworld-Chef Asbeck prophezeit ein Massensterben deutscher Solarhersteller. Von Martin Reeh [mehr...]
Donnerstag, 20. Januar 2011, 18:20 Uhr
Solarwirtschaft legt sich die Axt an
Ein "Selbstmord aus Angst vor dem Tod"? Die Lobbyisten der Solarwirtschaft schlagen gemeinsam mit dem Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) weitere Kürzungen bei den Solartariven im Erneuerbaren Energien-Gesetz vor. Nanu?
Aus Berlin Martin Reeh [mehr...]
Montag, 31. Mai 2010, 08:09 Uhr
Solarworld eröffnet Wafer-Fabrik in Sachsen
solarworld_wafer Trotz Kürzungen der Solar-Förderung: 350-Millionen-Investition am Standort Deutschland - und Umweltminister Röttgen hält die Festrede [mehr...]

Werbung

Meinungen: Kommentar

Die Öko-Energie boomt, aber nicht genug

FotoEin neuer UN-Report zeigt: Die Invesitionen in erneuerbare Energien gehen weltweit zurück. Doch der Schein trügt. Weil letztere immer billiger werden, sprießen immer mehr Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen aus dem Boden. Damit die Erneuerbaren aber in näherer Zukunft einen gewichtigen Teil der Energieerzeugung weltweit tragen können, muss der Boom beschleunigt werden. Die Bundesregierung sollte statt auf die Bremse aufs Gaspedal treten.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]

Meinungen: Überraschung der Woche

Volkes Begehren, Brüderle und sehr viel Wasser

FotoKalenderwoche 24: Nach dem Volksentscheid in Berlin: Die Erwartungen, die in der Öffentlichkeit an den Netzrückkauf bei vielen Menschen geweckt werden, sind nicht umzusetzen, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]

mehr...

Dossier zur Bundestagswahl

Bundestagswahl 2013Ob Stromkosten, EEG-Reform oder Fracking – Energie- und Klima-Themen bestimmen den Wahlkampf mit. Damit Sie den Überblick behalten, begleiten wir Sie bis zur Bundestagswahl mit Kommentaren, Politiker-Interviews und aktuellen Nachrichten. Außerdem gibts ein paar Überraschungen. [hier gehts zum Wahl-Dossier...]

Industrieanlage
Serie

Die Debatte zur Zukunft des EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...]


Aktion des Monats

Fossile Kraft­werke weltweit kartieren

Klimaforscher bauen mit Hilfe der Netz- Gemeinde eine globale Datenbank über fossile Kraftwerke auf. Auch für Deutschland fehlen noch Angaben. Wer internationale Kontakte hat oder im Urlaub ein Kraftwerk sieht, ist ebenfalls gefragt. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]

Werbung

Daimler: Generation Verarsche

Deutschlands nobelster Autobauer hat gerade eine neue Anzeigenkampagne gestartet. Mit dieser Darstellung: Na? Geht Ihnen eine Energiesparlampe auf? Nein, das abgebildete Ding ist nicht der neue Stern, der Daimlers Benzen vorne auf den Kühlergrill geschraubt wird. Es handelt sich auch[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Foto
China startet Emissionshandel

Während die EU über eine Reform ihres darniederliegenden Emissionshandels berät, führt China sein eigenes System ein [mehr...]
Energie

Foto
Neues Gaskraftwerk stillgelegt

Statkraft eröffnete heute seinen effizienten Neubau, fuhr ihn aber wegen der Strompreise nicht an [mehr...]
Protest

Foto
Kohlegegner fordern Abbaustopp

Vattenfall soll auf neue Braunkohle-Tagebaue in der Lausitz verzichten, verlangen Bürger und Organisationen der Region [mehr...]
Wirtschaft

Foto
Hoffnung für Solarworld aus Katar

Berichten zufolge will Qatar Solar Technologies 35 Millionen Euro in das verschuldete Unternehmen investieren [mehr...]
Mobilität

Foto
Fortschritt: 1 Ladestation für 2 E-Autos

Ladestationen für E-Autos erhalten einheitliche ID-Codes. Zahl der Stationen stark angewachsen [mehr...]
Forschung


Eon macht Wind zu Wasserstoff

Pilotanlage im brandenburgischen Falkenhagen erlebt erfolgreich Test-Betrieb [mehr...]
Umwelt

Foto
TÜV warnt Solaranlagen-Besitzer

Vorsicht bei Überflutung: Photovoltaik-Anlagen könnten zu Stromschlag oder Explosion führen [mehr...]
Ernährung

Foto
Schweres Jahr für Agrarwirtschaft

Deutscher Wetterdienst: Nasses, kaltes Frühjahr verzögerte das Wachstum der Pflanzen und behinderte die Arbeit der Landwirte [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Foto
Die Öko-Energie boomt, aber nicht genug

Ein neuer UN-Report zeigt: Die Invesitionen in erneuerbare Energien gehen weltweit zurück. Doch der Schein trügt. Weil letztere immer billiger werden, sprießen immer mehr Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen aus dem Boden. Damit die Erneuerbaren aber in näherer Zukunft einen gewichtigen Teil der Energieerzeugung weltweit tragen können, muss der Boom beschleunigt werden. Die Bundesregierung sollte statt auf die Bremse aufs Gaspedal treten.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte


Kein Mut zur unbequemen Wahrheit

Die Enquete-Kommission hat die Chance zur Wachstums-Wende verpasst. Der tausendseitige Schlussbericht, der heute im Bundestag verabschiedet wird, enthält viel Wahres – doch der Teufel steckt nicht im Detail, sondern in der großen Linie: Deutschland soll weiter die Hymne des Wachstums mitsingen, als gäbe es keine Grenzen.
Ein Standpunkt von Tilman Santarius
[mehr...]
Rezension

Foto
Afrikas Atom-Zukunft und die Zweifel

In Deutschland ist der Atomaustieg beschlossene Sache. In vielen Ländern Afrikas deutet alles darauf hin, dass ausgerechnet Atomenergie der Pfad der Zukunft sein soll. Der Regisseur Marcel Kolvenbach zeigt in seinem Dokumentarfilm "Atomic Africa", welche Bedeutung Atomenergie für die Bevölkerung vor Ort hat.
Eine Rezension von Laura-Sophia Schulz
[mehr...]
Kolumnen


Ein Klub, keine Eile

Die Gründung des "Clubs der Energiewendestaaten" ist ein Schritt in die richtige Richtung – aber der Club muss auch liefern. Sonst erweist sich die Bundesregierung einmal mehr als "Ankündigungsclub der Energiewende" – diesmal nicht nur national, sondern auch international. Umweltminister Altmaier lässt bisher nicht klar erkennen, welchen klimapolitischen Mehrwert er zu bestehenden Institutionen und Initiativen schaffen will.
Von Hermann Ott
[mehr...]
Überraschung der Woche

Foto
Volkes Begehren, Brüderle und sehr viel Wasser

Kalenderwoche 24: Nach dem Volksentscheid in Berlin: Die Erwartungen, die in der Öffentlichkeit an den Netzrückkauf bei vielen Menschen geweckt werden, sind nicht umzusetzen, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]