Das war 2010 - ab 1. Januar: Jahr der Biodiversität

yasuni_vogel.jpgDie UNO erklärt 2010 zum Jahr der Biodiversität: Während Wissenschaftler im Januar mit dem TEEB-Bericht auf den Milliarden-Wert von Umweltleistungen hinweisen, zeigt der Globale Ausblick zur Lage der biologischen Vielfalt, dass eine Trendwende beim Artenverlust nicht in Sicht ist. Umweltbundesamtschef Jochen Flasbarth warnt: "Naturschutz ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit". Und dann passiert das Unglaubliche: Die Staaten der Welt einigen sich im Oktober nach zähen Verhandlungen in Japan auf das "Nagoya-Protokoll": Mit dem neuen Abkommen zum Schutz der Artenvielfalt sollen 17 Prozent der Land- und zehn Prozent der Meeresflächen bis 2020 unter Schutz gestellt werden. Auch dem umstrittenen Geo-Engineering, mit dem Forscher am Temperaturregler des Planeten drehen wollen, wird - vorläufig - eine Absage erteilt. Am 21. Dezember stimmt die UN-Generalversammlung der Gründung eines Weltbiodiversitätsrats (IPBES) zu: Das Gremium soll künftig nach dem Vorbild des Weltklimarats (IPCC) Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeiten.    

(Foto: Joshua Bousel/Flickr CC-Lizenz)

 


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