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Konzerne geben Gas bei E-Fahrzeugen

BildDer französische PSA-Konzern, der in diesem Sommer für rund zwei Milliarden Euro auch den deutschen Autobauer Opel übernommen hatte, will zusammen mit dem japanischen Spezialisten Nidec in Frankreich Elektromotoren für die PSA-Marken Peugeot und Citroën und auch für seine anderen Marken fertigen. Dazu sollen laut Medienberichten etwa 200 Millionen Euro investiert werden.

BildWelche Vorteile E-Autos bei verschärften Abgasvorschriften haben, dämmert immer mehr Autokonzernen. (Foto: Christian Scherf/​Wikimedia Commons)

Weil die bestehenden Opel-Modelle zu viel CO2 emittieren und unter den strengeren EU-Abgasvorschriften ab 2020 teure Strafzahlungen fällig werden könnten, verstärkt PSA nicht nur die Anstrengungen in Richtung E-Mobilität. Wie Medien berichten, soll der Konzern vom früheren Besitzer General Motors rund 500 Millionen Euro vom Kaufpreis zurückfordern, weil er sich bei der Opel-Abgasstrategie getäuscht sieht.

Unter dem Druck der EU-Vorschriften schwenkt auch der skandalgeschüttelte VW-Konzern mehr und mehr um und stellte jetzt einen vollelektrischen Minibus vor. Er bietet bis zu sechs Fahrgästen Platz, soll eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern haben und sich in einer halben Stunde auf rund 80 Prozent der Ladekapazität aufladen lassen.

Mit dem Shuttle-Fahrzeug will VW das sogenannte "Ride-Pooling" erproben. Dabei teilen sich mehrere Fahrgäste per Smartphone-App den Bus im Sinne eines flexiblen Ruftaxis. Das Konzept wird zurzeit in Hannover erprobt und soll nach den bisherigen Plänen Mitte kommenden Jahres in Hamburg eingeführt werden. Die Preise sollen zwischen denen für ein Nahverkehrsticket und für eine Taxifahrt liegen.

VW folgt damit dem Trend, dass die Autokonzerne künftig nicht mehr so stark am Verkauf eigener Fahrzeuge, sondern mit autobasierten Mobilitätsdiensten Geld verdienen wollen. Für die Digitalisierung sowie für die Entwicklung von Elektroautos und selbstfahrenden Fahrzeugen will das Wolfsburger Unternehmen bis Ende 2022 insgesamt mehr als 34 Milliarden Euro ausgeben.

klimaretter.info/jst

Zum Dossier: E-Mobilität – Verkehr unter Strom Bild

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