EU will "Airbus für Batterien"

BildEin europaweites Konsortium soll die Produktion von Batterien für Elektroautos in der EU voranbringen und die schwache Stellung der europäischen Autoindustrie bei der Elektromobilität verbessern. "Wir brauchen ein Airbus für Batterien", sagte der für die Energieunion zuständige EU-Kommissar Maroš Šefčovič der Süddeutschen Zeitung. Man müsse erkennen, dass die USA und China in dem Bereich schneller vorangingen. Die Technik sei aber zu wichtig, um sie aus Übersee zu importieren.

BildMit EU-Geldern soll die Elektromobilität angekurbelt werden, das Auto muss dabei nicht grün lackiert sein. (Foto: Jörg Staude)

In den 1970er Jahren hatten sich Flugzeugbau-Konzerne aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Spanien zum Airbus-Konsortium zusammengetan, um die Dominanz des US-Flugzeugherstellers Boeing zu brechen. Šefčovič schwebt ein ähnliches Konstrukt für E-Autos vor. Ein Gipfeltreffen in Brüssel sei dazu geplant.

Darüber hinaus will die EU mehr Fördergelder vergeben, um die Stellung der europäischen Autoindustrie bei der Elektromobilität zu verbessern. Zwei Milliarden Euro für Forschung und Infrastruktur stünden zum Abruf bereit, sagte Šefčovič. Derzeit erarbeitet die EU-Kommission ein Rahmengesetz für den Verkehr. Möglich sei auch eine Vorgabe für die Autobauer, wie viele Autos mit emissionsfreien Antrieben sie in der EU verkaufen müssten.

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main hat beinahe jeder Autobauer eine Elektromobilitäts-Offensive angekündigt. Im Jahr 2025 will BMW zwölf vollelektrische Modelle anbieten, VW sogar 50. Gezeigt wurden auf der Messe aber vor allem PS-starke und wenig alltagstaugliche Modelle.

klimaretter.info/kir

Zum Dossier: E-Mobilität – Verkehr unter Stromladestation

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