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E-Ladenetz treibt Strompreise hoch

BildMit den Ausbauplänen für die Elektromobilität kommen auf die Stromkunden neue Kosten zu, warnt die Bundesnetzagentur. Der Ausbau des Ladenetzes mache auch einen "spürbaren" Ausbau der Stromnetze erforderlich. Da Netzausbaumaßnahmen von den Stromkunden über Aufschläge auf den Strompreis bezahlt werden, sei mit steigenden Strompreisen zu rechnen. Schon jetzt machen die Netzentgelte rund ein Viertel des Strompreises für Normalverbraucher aus.

BildEnde Januar: Alexander Dobrindt nimmt die 100. Schnellladestation des E-Tankstellenprogramms seines Ministeriums auf der Autobahnraststätte Augsburg-Ost in Betrieb. (Foto: BMVI/​Flickr)

Bislang bewegt sich die Elektromobilität in Deutschland nur im Promillebereich. Von 45 Millionen zugelassenen Autos sind lediglich 34.000 reine E-Autos. Auch die von der Regierung letztes Jahr eingeführte Kaufprämie hat noch kaum Wirkung gezeigt. Bis zum Jahreswechsel hatten nur 9.000 Privatkäufer einen Antrag auf die Prämie gestellt.

Doch nach den Plänen der Bundesregierung soll sich das künftig grundlegend ändern. Für 2020 lautet das Ziel eine Million Elektroautos, für 2030 sogar sechs Millionen. Für das Millionen-Ziel sind nach Schätzungen rund 70.000 Ladepunkte und gut 7.100 Schnellladesäulen erforderlich. Vorhanden ist erst ein Bruchteil davon.

Das würde dann auch den Ausbau der Verteilnetze und Stromautobahnen erforderlich machen – und somit die bisher veranschlagten Kosten für den Netzausbau von 30 Milliarden Euro noch weiter hochtreiben. Verbraucherschützer üben Kritik. "Der Staat, die Konzerne und die Autofahrer müssen zahlen", forderte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Aber doch nicht – wie bisher – der Endverbraucher über die Stromrechnung."

klimaretter.info/vk

Zum Dossier: E-Mobilität – Verkehr unter Stromladestation

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