Proteste rings um das Bella Center
Bei klirrenden Temperaturen haben am Freitag wieder hunderte Menschen rings um das Kongresszentrum demonstriert. 30 Aktivisten folgten am Morgen dem Aufruf der "Klimapiraten" aus Berlin, sich als Zeichen der Scham über das Versagen der Staatschefs den Kopf kahl zu scheren.

COP15-I'm speechless about your false solutions. (Foto: Oliver Wolff)
An der Metro-Station vor dem Bella-Center schnitten sie sich öffentlich die Haare ab. "Es ist ein persönliches Zeichen der Scham und des Entsetzens über das Versagen der angeblichen "Leader", hier den Vertrag zu schließen, den wir brauchen," sagt David Wagner von den Klimapiraten. Es sei ein großes Unglück, dass hier die Klimakatastrophe nicht verhindert werde und keine Klimagerechtigkeit erreicht werden. "Es ist aber auch ein Zeichen dafür, dass wir bereit sind, harte Schritte zu gehen. Wir werden neue Formen des Protests finden, um die Lösungen für den Klimawandel zu bekommen, die die Welt braucht."

Die Einlaufschneise des Bella Centers wird von Demonstranten flankiert. (Fotos: Reimer)
Ein paar Meter weiter demonstrieren Vegetarier für Klima- und Tierschutz, ein Prediger betet vor dem Eingang um "Weitsicht bei den Verhandlern". Darüber hinaus gibt es Proteste, die offensichtlich gegen Obama und dessen Anwesenheit gerichtet sind - oder auf die Anwesenheit des US-Präsidenten hoffen. So demonstrierten mehrere hundert Menschen beispielsweise für die Freiheit von Ogaden, einer äthiopischen Provinz an der Grenze zu Somalia.
Die angekündigte Menschenkette rings um das Bella-Center kam bis zum Mittag nicht zu Stande. Die Polizei hatte der Aktion die Genehmigung verweigert.
(Fotos: Reimer)
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