Dong: Kein Kohlekraftwerk in Lubmin
Der dänische Energiekonzern Dong Energy bläst seine Pläne für das Kohlekraftwerk Lubmin bei Greifswald ab: Das Projekt habe nicht mehr die nötige Rückendeckung durch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, ließ das Unternehmen am Freitag verlauten.
Bislang schien das Motto des Konzerns "überall, nur nicht Zuhause" zu sein. Während Dong in Dänemark stark in Kraft-Wärme-Kopplung, Bio- und Windenergie ist, waren in Emden in Niedersachsen und im mecklenburg-vorpommerschen Lubmin Kohlekraftwerke mit einer Leistung von jeweils 1.600 Megawatt geplant. Auch Schottland und England wollte der Konzern neue Kohleblöcke bescheren.Bereits im Oktober hatte der dänische Energiekonzern Dong Energy jedoch die Kraftwerksprojekte Emden und Hunterston abgeblasen: Man wolle die Kohlendioxid-Emissionen bis 2040 pro produzierter Kilowattstunde deutlich senken, sagte Dong-Chef Anders Eltrup in der dänischen Presse. Das Unternehmen wolle sich hauptsächlich auf Windenergie, Biomasse und Biogas konzentrieren.
Die Option Lubmin sollte jedoch weiter offen gehalten werden. Bis heute: Auf einer Vortstandssitzung habe man sich entschieden, von dem Projekt Abstand zu nehmen: Das Genehmigungsverfahren habe sich lange hingezogen, auch von der mecklenburg-vorpommerschen Landesregierung gebe es nicht mehr die nötige Rückendeckung, so Eltrup.
"Wenn Dong sein Vorhaben, eine neue CO2-Schleuder in Deutschland zu bauen, aufgibt, ist das ein wichtiger Schritt weg von der fossilen Energieversorgung", sagt BUND-Expertin Antje von Broock: Die internationale Gemeinschaft erwarte derzeit in Kopenhagen, dass ambitionierte CO2-Minderungsziele beschlossen werden - auch von der EU: "Minus 40 Prozent in der EU sind möglich, das geht aber nur mit einem Ausstieg aus der Kohleverstromung."
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