Erderwärmung: Nichts tun wird teuer
Der Verlust natürlicher Ökosystemen kostet die Menschheit bares Geld, und davon nicht zu wenig: Bis zu 5.000 Milliarden US-Dollar könnten jährlich durch die Zerstörung von Wäldern, Mangroven, Mooren und Co. "in den Sand" gesetzt werden. Das ist das Ergebnis des neuen TEEB-Berichts, der jüngst in Brüssel vorgestellt wurde.
TEEB steht für "The Economics of Ecosystem and Biodiversity". Das Forschungsprojekt unter der Schirmherrschaft des UN-Umweltprogramms Unep wurde 2007 initiiert und soll den wirtschaftlichen Wert biologischer Vielfalt untersuchen. Und zeigen, dass es sich lohnt, natürliches Kapital zu schützen.
"Der Erhalt natürlicher Ökosysteme hat einen vielfältigen Wert und nicht nur Auswirkungen auf das menschliche Wohlergehen, sondern auch auf öffentliche und private Ausgaben", so Studienleiter Pavan Sukhdev. Intakte Böden, Nahrung und Trinkwasser, Schutz vor Überschwemmung und Bodenerosionen sowie Klimaregulation und Kohlenstoffspeicher sind demnach wertvolle ökologische Dienstleistungen.
Das belegt der TEEB-Bericht in eindrucksvollen Zahlen. Ein Beispiel: Das Anpflanzen und der Schutz von fast 12.000 Hektar Mangroven in Vietnam verursacht Kosten von 1,1 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig werden damit jedoch Kosten in Höhe von 7,3 Millionen US-Dollar an Instandhaltungskosten für Deiche eingespart. Insgesamt könnten laut Bericht weltweit durch Investitionen in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar in Schutzgebiete Öko-Dienstleistungen im Wert von jährlich rund 5.000 Milliarden US-Dollar gesichert werden.
Mehr zum TEEB-Bericht finden Sie HIER
Von Sarah Messina [mehr...]
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