G-20 weiter uneins über Gelder für Klimaschutz
Wieder ein erfolgloses Gipfeltreffen: Das Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten im schottischen St. Andrews ist ohne die erhoffte Einigung über die Finanzverteilung beim Klimaschutz zu Ende gegangen. Damit treten die großen Industrie- und Schwellenländer gut einen Monat vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen weiter auf der Stelle.
Wolfgang Schäuble (CDU), der auf der Konferenz seinen ersten Auftritt als Bundesminister der Finanzen hatte, zeigte sich enttäuscht. Vor dem Treffen hatte er gehofft, "wenigstens einen Schritt weiterzukommen bei der Klimaschutz-Finanzierung". Nun, nach dem Ende des zweitägigen Treffens, wird er vom Handelsblatt mit den Worten zitiert: "Wir geben die Bemühungen nicht auf. Kopenhagen darf nicht scheitern. Das kann sich die Welt nicht leisten."
Schäuble schob die Verantwortung für das Scheitern auf die Schwellenländer. Dort habe es keine Bereitschaft gegeben, "eigene öffentliche Mittel für die Schaffung von mehr Klimaschutz in die Hand zu nehmen". Aus den Delegationen der Industriestaaten verlautete, vor allem China habe blockiert.
Jedenfalls heißt es im Abschlussdokument des Treffens nun lediglich, man habe sich zum Kampf gegen die Erderwärmung bekannt und arbeite auf ein "ambitioniertes Ergebnis" des Kopenhagen-Gipfels hin. "Wir haben Optionen zur Finanzierung von Klimahilfen diskutiert und erkennen die Notwendigkeit an, dass Umfang und Verlässlichkeit von Finanzzusagen schnell und deutlich steigen, um ein ambitioniertes Abkommen zu erreichen." Beschlüsse über irgendeine der diskutierten Optionen gab es nicht. Man werde "weiter daran arbeiten", heißt es lapidar.
Foto: Bundesfinanzministerium
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