China bekommt gute Noten beim Klimaschutz
Großverschmutzer und ihre Hausaufgaben: Nach einer Studie des US-amerikanischen World Resources Institute (WRI) ist China beim Klimaschutz besser als sein Ruf: Vor allem im Vergleich mit der USA hat die Volksrepublik demnach die Nase vorn.

Bis Ende 2010 will China unter anderem seine Energieintensität (das Verhältnis von Energieverbrauch und Bruttosozialprodukt) um 20 Prozent reduzieren. Der Anteil erneuerbarer Energien soll außerdem bis 2020 auf 15 Prozent angehoben werden. Laut WRI-Studie ist China auf dem besten Weg diese Ziele auch zu erreichen.
Die politischen Maßnahmen Chinas zur Verbesserung ihrer Kohlendioxid-Emissionen liegen auf den Schwerpunkten Energieeffizienz und Erneuerbare. Und zeigen auch ohne Kohlendioxid-Grenzen im Rahmen eines Emissionshandelssystem bereits Wirkung, sagt Studienautorin Deborah Seligsohn.
Als Beispiel nennt die Studie Chinas 1.000 Enterprises Programm, bei dem Staatskonzerne über ihre Energieintensität und Reduktionsmaßnahmen regelmäßig Rechenschaft ablegen müssen und bereits schnell Erfolge vorweisen konnten. Durch andere Maßnahmen seien 2007 mehr als 1.000 ineffiziente Zement- und Stahlwerke geschlossen worden. In Sachen neue Kohlekraftwerke - davon gibt es in China nicht gerade wenige - sei der einzuhaltende Wirkungsgrad immerhin höher als in den USA.
Auch in Sachen Windenergie wird China demnach die USA überholen: Bis Ende 2010 sollen in der Volksrepublik Anlagen mit einer Leistung von etwa 10 Gigawatt installiert sein, 2020 nach Prognosen bereits 150 Gigawatt. Jedes zehnte Haus in China verfügt zudem bereits über solarthermische Anlagen - Tendenz steigend.
China gilt als einer der größten Umweltverschmutzer der Welt. Die USA hat das Land als weltgrößten Kohlendioxid-Verschmutzer bereits überholt. Wo in den USA jedoch jährlich 25 Tonnen Kohlendioxid-Equivalente pro Kopf emittiert werden, liegt der Wert im Schwellenland China bei "nur" 5 Tonnen Kohlendioxid-Equivalenten (zum Vergleich: der deutsche Durchschnittsbürger verursacht einen Kohlendioxid-Ausstoß von 12 Tonnen).
Mehr zur Studie finden Sie HIER
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