Millionen für nicht gerodete Bäume
Die Weltbank hat gestern die "Forest carbon partnership" gestartet - einen Fonds, der die Tropenwälder schützen soll. Allerdings erstmal nur auf Probe. "Mit diesem Fonds wird es finanziell wertvoll, Wald zu erhalten, statt ihn abzuholzen", erklärt Weltbankpräsident Robert Zoellick. Nach seinen Angaben will der Fonds 200 Millionen Euro bis zum Jahr 2012 umverteilen. Aufbringen sollen diese Summe willige Geberländer - Australien, Japan, Großbritannien und die Niederlande haben bereits zweistellige Millionenbeträge zugesagt.
40 Millionen Euro wird auch die Bundesregierung beitragen. "Uns ist wichtig, über dieses Geld Pilotprojekte zu finanzieren, die ausprobieren, wie die Tropenwälder am effektivsten zu bewahren sind", erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. In diesen Projekten sei etwa zu klären, wie das Geld tatsächlich die lokale Ebene erreichen kann. Und natürlich, wie verlässlich überprüft werden kann, wie viel Entwaldung wirklich vermieden wurde. Was sich bewährt solle später in die Verhandlungen für ein Kyoto-Nachfolge-Abkommen aufgenommen werden, so die Ministerin. Erste Gespräche habe sie mit dem Gouverneur der indonesischen Provinz Aceh bereits geführt.
Tropenwälder sind enorme Kohlendioxid-Speicher. Die Vernichtung setzt riesige Mengen an Kohlendioxid frei - sie macht nach Schätzungen rund ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Deshalb ist der Erhalt der Wälder bei der Klimakonferenz zu einem Hauptthema geworden. Die Tropenwaldländer verweisen aber darauf, dass sie auf die Einkünfte aus der Abholzung der Wälder angewiesen sind. Deshalb wird derzeit nach klugen Lösungen gesucht, finanziellen Ersatz zu organisieren.
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