Dong: Offizieller Verschmutzer der COP15
Die dänische Botschaft bekommt Besuch: Aktivisten der Bürgerinitiativen „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin und „Saubere Luft Ostfriesland", der Klima-Allianz und der „Klimapiraten" haben am Mittwoch in Berlin gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke durch den dänischen Staatskonzern Dong Energy in Deutschland demonstriert.

Zuhause in Dänemark macht Dong Energy eher auf Saubermann, in Deutschland plant der Konzern dagegen riesige Kohlekraftwerke
Mit einem an einen Kohleblock gefesselten Klimaengel und einem Bannern mit der Aufschrift „Dong Energy - offizieller Verschmutzer der Klimakonferenz COP15 in Kopenhagen" soll der Protest auf die zweifelhafte Kohlepolitik des dänischen Energiekkonzerns aufmerksam machen. Der teilweise staatliche Konzern und Partner der UN-Klimaschutzverhandlungen sei nicht sauberer geworden, sondern wolle seine Verschmutzungs- und Emissionsorte lediglich ins Ausland verlegen.
Zum Beispiel nach Deutschland: In Lubmin und in Emden plant Dong zwei gigantische Kohlekraftwerke mit einer Leistung von jeweils 1.600 Megawatt. „Der Bau neuer Kohlekraftwerke steht jeglichen Klimaschutzbemühungen diametral entgegen. Keine Form der Energiegewinnung ist so klimaschädlich wie die Kohleverstromung" sagt Elias Perabo, Energieexperte der Klima-Allianz. Allein die in Emden und Lubmin geplanten Kohlekraftwerke würden in den nächsten 40 Jahren jährlich über 18 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen - das sind 35 Prozent des gesamten Kohlendioxid-Ausstoßes von Dänemark.
Dass Dong Energy sich offizieller Partner der UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen nennen darf, bringt das Fass für die Klimaschützer zum überlaufen: Mit den Plänen für den Bau von neuen Kohlekraftwerken setzte der Konzern auf die Zerstörung des Klimas, so Henrike Wegener, Sprecherin der Klimapiraten: „Dong Energy ist damit kein Partner für Klimaschutzverhandlungen - stattdessen untergräbt er Klimaschutzbemühungen."
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