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Tausende gegen Atomkraft auf der Straße

Mehrere tausend Menschen haben in Frankreich für die Schließung des Atomkraftwerks Fessenheim demonstriert. In der Neuen Züricher Zeitung ist von 3.000 Atomkraftgegnern die Rede, die Organisatoren sprechen von über 10.000. Unter den Teilnehmern waren auch zahlreiche Deutsche, die teilweise mit Bussen nach Colmar im Elsass angereist waren.

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Tausende demonstrieren in Colmar. Auf dem Riesen-Transparent steht: "Die Atomkraft tötet die Zukunft!" (Foto: Sortir du Nucléaire) 

Der Protest richtete sich gegen den ältesten Atommeiler Frankreichs, das kurz vor einer ausführlichen Überprüfung steht. Danach entscheidet die französische Atomaufsicht ASN, ob die Anlage für weitere zehn Jahre Strom produzieren darf. Die französischen Atomkraftgegner befürchten, dass die Atomaufsicht nicht ernsthaft inspeziert. Der Chef der Behörde hatte vor knapp einem Jahr gesagt, die Abschaltung des Reaktors sei "unwahrscheinlich".

Bei der Demonstration in Colmar hatten viele Menschen gelbe Klamotten an - als Zeichen für die erneuerbaren Energien, die Atomkraft ersetzen sollen. Das Anti-Atom-Netzwerk "Sortir du Nucléaire" beklagt allerdings, die Polizei habe die Demonstration am Nachmittag in mehrere Teile gespalten. Schon zuvor seien Demonstranten an der deutschen und schweizerischen Grenze aufgehalten worden. Nach Angaben der Polizeipräfektur sind die Busse jedoch nur kontrolliert worden.

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Die Demonstranten bennen den Bahnhofsplatz um: "Place de la Liberté" - Freiheitsplatz heißt er nun. Damit protestieren die Umweltschützer gegen die Einschränkung der Demonstrationsfreiheit durch die Polizei. (Foto: Sortir du Nucléaire)

Schon in den vergangenen Wochen hatte die Präfektur vor gewalttätigen Demonstranten aus dem Ausland gewarnt. "Die Deutschen sind härter", soll Präfekt Pierre-André Peyvel gesagt haben. Dabei ist der Atom-Widerstand in der Bundesrepublik für seine Gewaltfreiheit bekannt. Zuletzt hatten vor einem Monat 50.000 Menschen in Berlin friedlich für den Atomausstieg demonstriert.

Die Präfektur hatte mit der Gefahr möglicher Ausschreitungen begründet, warum die Demo nicht in der Innenstadt stattfinden dürfe. Die Organisatoren hielten jedoch weiterhin an dem Platz im Stadtzentrum fest. Letztlich wurde die Demo vom Place Rapp auf den Bahnhofsvorplatz verlegt. Doch die Straßen bleiben leer, denn die Organisatoren haben den geplanten Umzug kurzerhand in eine Kundgebung umgewandelt - aus Protest gegen die Vorschriften der Stadt bezüglich der Demoroute.

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