Der Durchschnittsdeutsche verspeist 1.094 Tiere
Den Anfang haben die Schotten gemacht: Beim Welt-Vegetarier-Kongress 1977 wurde der erste Weltvegetariertag ausgerufen. Seitdem feiert die Gemeinde jedes Jahr am 1. Oktober den Verzicht auf Fleisch. Und ruft in diesem Jahr dazu auf, mit einem fleischfreien Tag in der Woche einen Beitrag zu leisten für Tier- und Klimaschutz.
Der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) hat den Fleischverzehr eines durchschnittlichen Deutschen auf die Formel gebracht: Otto Normalverbraucher verspeist demnach in seinem Leben mehr als 1.094 Kühe, Schafe, Gänse, Enten, Truthähne, Schweine und Hühner. Fische und einige weitere Tierarten sind dabei nicht mitgezählt.

Der Durchschnittsdeutsche verzehrt in seinem Leben 4 Schafe, 4 Rinder oder Kälber, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Truthähne, 46 Schweine ...
Pro Jahr summiert sich diese Zahl auf 1,1 Milliarden gegessene Tiere (Fisch ausgenommen) in Deutschland. Würde jeder Deutsche einen fleischfreien Tag in der Woche einlegen, könnten jedes Jahr 157 Millionen Tiere vor der Schlachtbank verschont werden. Das ist nicht nur lieb den Tieren gegenüber gemeint, sondern kann auch positive gesundheitliche Effekte haben - und zudem tierisch viele Treibhausgase sparen. Denn in der Landwirtschaft ist vor allem die Viehhaltung für die meisten Emissionen verantwortlich. Methan produzierende Kühe und andere Faktoren sorgen dafür, dass der Sektor annähernd so stark zum Treibhauseffekt beiträgt wie der Verkehrssektor.
... und 945 Hühner (Grafiken: Vebu)
Also ruft der Vegetarierbund die Allesesser nicht nur auf, heute auf Fleisch zu verzichten, sondern auch künftig pro Woche einen fleischfreien Tag einzulegen. Nach Angaben des Vereins leben fünf bis sechs Millionen Deutsche vegetarisch. Dass schon ein "meat free monday" einen großen Unterschied machen kann, sagt auch der bekennende Vegetarier und Weltklimarats-Chef Rajendra Pachauri. In Belgien setzt man dagegen auf den Donnerstag: Die Stadt Gent hat sich vorgenommen zur "Vegetarierhauptstadt Europas" zu werden.
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