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Grönland-Eis schmilzt schneller denn je

Das grönländische Festland-Eis verschwindet immer schneller. Im Sommer 2007 sei so viel Eis geschmolzen wie noch nie seit Beginn von Satellitenaufzeichnungen vor 28 Jahren, teilte Konrad Steffen von der Universität Colorado mit. Insgesamt verschwand 30 Prozent mehr Eis als 1979, damit liegt dieses Jahr noch vor dem bisherigen Rekordjahr 2005. Infolge der menschengemachten Erderwärmung sei die Lufttemperatur über dem grönländischen Eis allein seit 1991 um sieben Grad gestiegen, so Steffens Forschergruppe. Sein Team unterhält 22 Wetterstationen auf ganz Grönland, die stündlich per Satellit an die Universität Colorado in Boulder übertragen werden. "Die Menge des 2006 verlorenen Eises", erklärt Steffen, "entspricht dem Doppelten des Eises aller Gletscher der Alpen. Die Wassermenge ergäbe einen See von 800 Metern Tiefe und der Fläche von Washington." 

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Ein vom Jakobshavn-Gletscher in Grönland abgebrochener Eisberg -wegen steigender Temperaturen rutscht der Gletscher immer schneller ins Meer.

Foto: Konrad Steffen/Univ. of Colorado at Boulder

Grönland besitzt mit 2,5 Millionen Kubikkilometern die zweitgrößte Eismasse der Erde, das sind zehn Prozent des weltweiten Eises. Wenn die Eiskappe komplett schmelzen würde, könnte der Wasserspiegel der Weltmeere um 6,5 Meter ansteigen. Der jetzt beobachtete Eisverlust habe bereits zu einem Anstieg des Meeresspiegels um einen halben Millimeter geführt. 

Klimatologen fürchten das Schmelzen des grönländischen Festlandseises als eine der dramatischsten möglichen Folgen des Klimawandels. Zusätzlich zum Meeresspiegelanstieg könnte der ungewöhnliche Zufluss an Süßwasser aus den Grönlandgletschern die Zirkulation der salzigen Ozeangewässer beeinflussen.  

klimaretter.info/alf

Hier finden Sie vollständige Presseerklärung der Universität Colorado (in Englisch).  

Eine Kurzreportage aus  dem sich erwärmenden Grönland finden Sie hier.

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