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Pachauri fordert Begrenzung auf 350 ppm

Klimawissenschaftler Rajendra Pachauri hat sich für amitioniertere Treibhausreduktionsziele ausgesprochen. Als Chef des Weltklimarats könne er zwar keine offizielle Empfehlung geben, „persönlich unterstützte ich jedoch eine Grenze von maximal 350 ppm", so Pachauri.

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450 ppm oder 350 ppm: Für die pazifischen Inselstaaten mit ihren teils nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegenden Atollen ist das ein großer Unterschied

Der Gehalt von Kohlendioxid in der Atmosphäre wird in parts per million (ppm) gemessen. Der letzte Sachstandsbericht des Weltklimarats von 2007 spricht von einer Begrenzung auf maximal 450 ppm um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Daraus leitet sich auch das zwei Grad Ziel ab, auf das sich die G8 im Juli offiziell geeinigt haben.

„Wie dieses Ziel erreicht werden soll haben die G8 jedoch noch nicht geklärt", kritisiert Pachauri gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Um die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal zwei Grad zu begrenzen müssen die Treibhausgasemissionen der Industrieländer nach Berechnungen des Weltklimarats 2015 ihren Höchststand erreichen und bis 2020 um 25 bis 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 reduziert werden.

Jüngste Erkenntnisse der Wissenschaft deuten jedoch darauf hin, dass die zwei Grad Marke zu optimistisch gesetzt ist. Neben Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordern deshalb mittlerweile auch zahlreiche arme und von den Folgen des Klimawandels unmittelbar betroffene Länder wie die Gruppe der kleinen Inselstaaten des Pazifik (AOSIS) oder die Least Developed Countries (LCD) Afrikas und Asiens eine Begrenzung auf maximal 350 ppm.

Heute werden nach dem Bericht der AFP schon 385 bis 390 ppm gemessen. Die Folgen durch den Anstieg des Meeresspiegels, Dürre, Stürme und Überflutungen sind vielerorts bereits verheerend. Pachauri hofft deshalb auf ein starkes Kyoto-Nachfolgeabkommen. Der bisherige Verlauf der Verhandlungen um das Abkommen, das im Dezember in Kopenhagen beschlossen werden soll, sei zwar enttäuschend. Pachauri: "Ich bin mir jedoch sicher, dass es in Kopenhagen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen wird."

 

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