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USA: Gefälschte Briefe von der Kohlelobby

Versteckte Lobbyarbeit nun auch in den USA: Das Lobbyunternehmen Bonner & Associates verschickte Briefe an Abgeordnete, um das geplante Klimaschutzgesetz zu verhindern. Nur: Als Absender waren Latinos, Dunkelhäutige und Menschen aus Altersheimen angegeben. Das berichtet die britsche Tageszeitung The Guardian.

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Nicht nur in Deutschland, auch in den USA wollen Kohlekraftwerke geschützt werden - zum Beispiel durch verdeckte Lobby-Arbeit. (Foto: Nick Reimer)

Ähnliche Methoden sind auch in Deutschland bekannt - vor anderthalb Monaten ist bekannt geworden, dass die Agentur Eppa von dem Geld des Verbands der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VBD) bezahlte Leserbriefe an große Tageszeitungen geschrieben hat.

In den USA wurde nun bei 13 Briefen festgestellt, dass sie gefälscht waren. Adressaten waren drei Politiker der Demokraten, die in konservativen Regionen leben. "Wir sind besorgt über unsere Stromrechnung", heißt es in einem der Briefe. "Viele Senioren erhalten, wie Sie wissen, niedrige Renten." Deshalb dürften die Energiekosten nicht noch weiter steigen.

45 weitere Briefe werden noch untersucht. Die Lobbyfirma hat die Fälschungen zugegeben, der zuständige Mitarbeiter sei aber inzwischen entlassen worden. Die Sprache in den Fake-Briefen sei auch weitestgehend identisch gewesen.

In den USA möchte Präsident Barack Obama ein Klimaschutzgesetz durchsetzen, das den Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um 17 Prozent gegenüber 2005 senken soll. Das Abgeordnetenhaus hat bereits zugestimmt, die Entscheidung des Senats steht noch aus.

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