Regierungsplan für E-Mobilität beschlossen
Die Regierung arbeitet ja doch noch! Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch Förderplan für Elektromobilität in den kommenden zehn Jahren beschlossen. "Ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit", nannte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) das Vorhaben, schließlich seien vor einer breiten Einführung von Elektrofahrzeugen in den Markt noch wesentliche technologische Hürden zu überwinden. Es reiche nicht, in einem herkömmlichen Fahrzeug den Tank durch eine Batterie und den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen. Die CDU-Politikerin erklärte: "Wir müssen das Auto neu denken." Man brauche völlig neue Fahrzeugkonzepte mit einer alternativen Tank-Infrastruktur sowie marktfähige Batterien.

Bislang vor allem PR: Ein E-Smart in Berlin (Foto: RWE)
Deshalb konzentriert das Forschungsministerium seine Förderung auf zwei Schlüsselthemen: Batterie einerseits, zum anderen auf die Entwicklung neuer Systemansätze für Elektrofahrzeuge, insbesondere unter dem Aspekt Energieeffizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Allein für die Batterie-Forschung stellt das aktuelle Kabinett 170 Millionen Euro zur Verfügung, insgesamt sieht der Förderplan Finanzen in Höhe von rund 200 Millionen Euro vor. Damit sollen bis 2020 eine Million mit Strom angetriebene Fahrzeuge auf deutsche Straßen gebracht werden - also etwa jedes 50. Auto.
Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) verteidigte die Förderung von Elektroautos gegen Kritik von Umweltverbänden wie dem VCD. Es gehe darum, die Autos mit erneuerbaren Energien fahren zu lassen und nicht mit Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken. Gabriel forderte allerdings, gleichzeitig auf Hybridmotoren zu setzen. Man müsse "mehrere Pferde aus dem Stall lassen" und dürfe sich nicht nur auf eine Technik konzentrieren.
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