In Gorleben spielt die Musik
Klassische Musik gegen Atomenergie: Bepackt mit Instrumenten und Notenständern sind am Samstag 60 MusikerInnen der Aktionsgruppe „Lebenslaute" auf das Gelände des geplanten Atommüll-Endlagers in Gorleben vorgedrungen. Unter dem Motto A-Moll statt A-Müll protestierten sie mit Musik von Haydn bis Bon Jovi gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und die Müllkippe Gorleben.
"Die Atomlobby will den Ausbau Gorlebens zum Endlager fortsetzen, obwohl spätestens die Skandale um das Salzbergwerk Asse deutlich gemacht haben, dass auch Gorleben nicht sicher ist", erklärt Lebenslaute-Sprecherin Katja Tempel. Der musikalische Protest fordert eine Stilllegung der Atomkraftwerke und den Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Während Gorleben in Sachen Protest schon vieles gesehen hat bekommt der Standort mit zivilem Ungehorsam im Konzert nun auch mal wieder etwas zu hören. "Musik ist Ausdruck der Lebensenergie verschiedener Generationen", sagt Aktivistin Katharina Dehlinger. Aktionen nach Noten fügen sich für die Gruppe deshalb harmonisch in das breite Spektrum des kreativen Widerstands im Wendland ein.
Am 29. August spielt in Gorleben ebenfalls die Musik: Diesmal aber aus den Motoren des Anti-Atom-Treck. Die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg tuckern zusammen mit Umweltverbänden und Initiativen
aus dem Wendland in die Hauptstadt, wo am 5. September die große bundesweite Anti-Atom-Demonstration "Mal richtig abschalten" stattfindet. Mehr Infos dazu auf www.ausgestrahlt.de
(Foto: Lebenslaute, ausgestrahlt)
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