Kenia baut 300 Megawatt Windpark
Kenia will den größten Windpark des Kontinents bauen: 365 große Windräder mit einer Gesamtkapazität von 300 Megawatt sollen am Turkana-See bereits 2012 ans Netz gehen.
Das 881 Millionen Dollar schwere Projekt "Lake Turkana Wind Power" im Norden des Landes wird von einem niederländischen Konsortium geplant. Kenia gewinnt bereits drei Viertel aus Wasserkraft und weitere 11 Prozent aus Geothermie. Nur jeder fünfte Mensch hat jedoch überhaupt Zugang zu Elektrizität. Mit dem steigenden Bedarf kann die Wasserkraft jedoch nicht mehr mithalten: Im vergangenen Monat musste das größte Wasserkraftwerk des Landes wegen Niedrigwasser bereits schließen. Und auch die Solarenergie spielt im sonnenreichen Region derzeit kaum eine Rolle.
In ganz Afrika waren 2008 Windanlagen mit einer Kapazität von 593 Megawatt installiert. Ehrgeizige Ausbaupläne könnten das jedoch schnell ändern: Ägypten will bis 2020 über eine Kapazität von 7.200 Megawatt Windenergie verfügen und damit 12 Prozent seines Energiebedarfs decken. Marokko will bis 2020 etwa einen Anteil von 15 Prozent Windenergie erreichen.
Auch rund an der südlichen Sahara wird jedoch zunehmend auf erneuerbare Energien gesetzt. In Äthiopien wurde eine 120 Megawatt Windfarm genehmigt, die etwa 15 Prozent der derzeitigen Elektrizitätsbedarfs decken könnte. Weitere Projekte sind bereits in Planung. Tansania will mindestens 100 Megawatt Windenergie ausbauen um damit 10 Prozent des Energiebedarfs zu decken. Und in Süd-Afrika, das derzeit noch 94 Prozent der Energie aus Kohlestrom gewinnt, wurde im April ein Einspeisetarif für Windenergie eingeführt.
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