Oxfam fordert mehr Hilfe für Inselstaaten
Die Pazifischen Inselstaaten brauchen mehr Unterstützung bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Das geht aus einem Oxfam-Bericht hervor. Die Entwicklungsorganisation ruft Australien und Neuseeland auf, sich auf Klimaflüchtlinge einzustellen: Bis 2050 werden demnach mehr als 75 Millionen Menschen gezwungen sein ihre Heimat zu verlassen.
Der Bericht „The Future is Here" zeigt, dass der Klimawandel auf den Pazifischen Inselstaaten in Form von Nahrungsmittel- und Wasserknappheit, Landverlust, zunehmendem Vorkommen von Malaria und stärkeren Übeflutungen und Stürmen schon längst Realität ist. Die Studie wurde im Vorfeld des vom 4. bis 7. August stattfindenden Pacific Islands Forums veröffentlicht, an dem unter anderem die Regierungen der pazifischen Inselstaaten, Australiens und Neuseelands teilnehmen werden.
Oxfam zufolge haben fast alle Inselstaaten in Sachen Anpassung an den Klimawandel bereits erste, entscheidende Schritte gemacht: Fidji versuche seine Dörfer etwa durch den Anbau Salzwasser resistenerer Getreidesorten und Bepflanzungen gegen die Küstenerosion "klimasicher" zu machen. Auf den Salomonen-Inseln oder Mikronesien würden bereits Menschen von den besonders flachen Atollen auf höheren Grund umgesiedelt.
Im Umgang mit dem Klimawandel brauchen die Inselstaaten des Pazifiks jedoch größere Unterstützung, sagt Andrew Hewett von Oxfam Australia: Nicht immer sei etwa die Möglichkeit gegeben, innerhalb des eigenen Landes umzusiedeln. "Höchste Zeit, dass Australien und Neuseeland gemeisam mit den pazifischen Regierungen Pläne ausarbeiten, um Klimaflüchtlinge aufzunehmen", so Hewett.
Oxfam appelliert an Australien und Neuseeland, den Pazifikstaaten vor dem nur noch Monate entfernten entscheidenden UN-Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember konkrete Unterstützung zuzusagen: Nach Berechnungen der Entwicklungsorganisation sind jährlich mindestens 150 Millionen Euro nötig, um den Entwicklungsländern bei Anpassung und Klimaschutz unter die Arme zu greifen. Als größte pro-Kopf-Verschmutzer der Region sollen Australien und Neuseeland bei den UN-Verhandlungen um ein Kyoto-Nachfolgeabkommen ambitionierte Reduktionsziele für 2020 von mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 akzeptieren.
Den vollständigen Bericht "The Future is Here: Climate Change in the Pacific" finden Sie HIER
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