Windige Zeiten in Dänemark
Die dänische Regierung macht vor, wie Klimaschutz funktionieren kann: Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil von Windkraft an der Stromproduktion des Landes auf die Hälfte steigen. Das berichtet der Berliner Tagesspiegel in seiner Sonntagsausgabe.

Windräder soll es bald mehr in Dänemark geben. Foto: Bundesverband Erneuerbare Energien
In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen werden im Dezember die Verhandlungen um ein globals Klimaschutzabkommen stattfinden. Scheinbar will die konservative Regierung mit ihrer Offensive für die erneuerbare Energien zeigen, dass sie es Ernst meint mit dem Klimaschutz. Im Jahr 2007 lag der Anteil der Windenergie in Dänemark noch bei 20 Prozent, die Hälfte des Stroms kam hingegen aus der klimaschädlichen Kohlekraft.
Deutschlands Ziel ist nicht ganz so ambitioniert: Im Jahr 2020 sollen 30 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen stammen. Der Anteil beträgt heute aber auch erst 15 Prozent - angeführt von der Windenergie.
Erst vor kurzem hat eine US-amerikanische Studie gezeigt, dass mit Windenergie der weltweite Strombedarf komplett gedeckt werden könnte. Genutzt wird die Energieform allerdings kaum: Nach Angaben der Internationalen Energieagentur wurde im Jahr 2006 gerade einmal 1,2 Prozent des Potentials weltweit genutzt.
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