Studie: Kein Platz für Atomenergie
Eine Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie im Auftrag des Bundesumweltministeriums zeigt: Die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken würde den Ausbau der erneuerbaren Energien erheblich behindern.
Dass Atomkraft und Erneuerbare sich schlecht vertragen, hatten in Großbritannien selbst die Energiekonzerne Eon und EDF eingeräumt und gefordert, den Ausbau erneuerbarer zu begrenzen, weil der Neubau von Atomkraftwerken nicht mehr wirtschaftlich sei. „Die Studie des Wuppertal-Instituts belegt: Da haben sie völlig Recht", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD).
Die Autoren der Studie "Hindernis Atomkraft" begründen ihr Ergebnis insbesondere mit den steigenden Ansprüchen an die Dynamik und Anpassungsfähigkeit des deutschen Kraftwerksparks. "Die Systemintegration der erneuerbaren Energie erfordert eine hohe Flexibilität bei den konventionellen Kraftwerken", so Manfred Fischedick vom Wuppertal-Institut. Atomkraftwerke sind Grundlastkraftwerke, die zugunsten der Erneuerbaren nicht flexibel heruntergefahren werden können.
Durch eine Laufzeitverlängerung würden zudem dringend notwendige Impulse für die Entwicklung neuer Technologien aus Deutschland ausbleiben. Neue Technologien im Bereich der Erneuerbaren bieten laut Studie jedoch große Exportchancen und sind mittel- bis langfristig entscheidend für das Erreichen ambitionierter Klimaschutzziele.
Die Studie"Hindernis Atomkraft. Die Auswirkungen einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf erneuerbare Energien finden Sie HIER
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