Fleischsteuer für den Klimaschutz
Treibhausgasemissionen im Agrarsektor (in der Schweiz 11,5 Prozent) sind in erster Linie von den Tierbeständen abhängig. Das ist das Ergebnis einer Studie der ETH Zürich im Auftrag der Bundesämter für Landwirtschaft (BLW) und für Umwelt (BAFU) sowie des Schweizerischen Bauernverbands (SBV).

Studie: Weniger Viehhaltung würde auch für weniger Treibhausgasemissionen sorgen
Zur Reduktion von Treibhausgasen müsse daher der Viehbestand verkleinert werden, so die Wissenschaftler. Das sei Klimapolitisch allerdimgs nur dann sinnvoll, wenn auch der Fleischkonsum entsprechend abnimmt. Ändere sich das Konsumverhalten der Schweizer nicht, würde das Fleisch eben aus dem Ausland importiert.
Einen anderen Ansatz sehen die Forscher in der Fütterung: Denn wie viel Methan, einem Gas, das 21-fach klimawirksamer als Kohlendioxid, von wiederkäuenden Rindern ausgestoßen wird, hängt auch von deren Speiseplan ab. Hier halten die Wissenschaftler jedoch noch mehr Forschung für notwendig.
Vom Futter zur Mahlzeit: Laut Studie könnte allein eine Agrar-Treibhausgasabgabe für einen Rückgang landwirtschaftlicher Aktivitäten sorgen und durch höhere Preise für Fleisch, Milch und Getreide Konsumgewohnheiten ändern.
Wie die Berner Zeitung berichtet, findet das der Schweizer Bauernverband allerdings gar nicht gut: Eine Fleischsteuer sei keine Option.
Mehr zur Studie auf den Seiten des Schweizer Bundesamts für Umwelt
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