Asien wächst dem Klimawandel entgegen
Der Treibhausgasausstoß Asiens könnten bis 2030 um 40 Prozent ansteigen, warnt die Asiatische Entwicklungsbank (ADB). Allein die Emissionen aus dem Stromsektor haben sich demnach über die letzten 30 Jahre verdreifacht.

Außerirdischer Besuch fordert entschiedene Maßnahmen gegen den Klimawandel für das Überleben der Menscheheit
Die schnell wachsenden Schwellenländer China und Indien sind bereits heute für etwa ein Drittel der weltweiten Emissionen verantwortlich, so der Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) Haruhiko Kuroda gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Gleichzeitig sei Asien durch die Folgen des Klimawandels besonders gefährdet: Neben Wasserknappheit könnten auch Ernteerträge bis 2050 um 30 Prozent zurückgehen. Küstenstädte wie Bangkok, Jakarta, Karachi, Manila, Bombay oder Shanghai sind vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht, so die ADB. Noch innerhalb dieses Jahrhunderts könnten Menschen an den Küsten Bangladeshs, der Malediven oder Tuvalu zu Klimaflüchtlingen werden.
Auf der Konferenz "Climate und Clean Energy Week" der ADB in Manila/Philippinen warnte auch der Vorsitzende des Weltklimarats Rajendra Pachauri vor den dramatischen Folgen der Erderwärmung auf ohnehin arme Regionen. Wie AP berichtet, richtete sich UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mit einer Videobotschaft an die Teilnehmer und forderte von den asiatischen Ländern konstruktive Mitarbeit für ein neues Klimaabkommen, das im Dezember in Kopenhagen beschlossen werden soll.
Aktivisten von Greenpeace und Oxfam protestierten unterdessen als Aliens vor der Konferenz gegen die Finanzierung von Kohlekraftwerken durch die Asiatische Entwicklungsbank. Das Überleben der Menschheit hänge von starken Maßnahmen für den Klimachutz ab, so Greenpeace Campaignerin Amalie Obusan. "Die Asiatische Entwicklungsbank darf Kohleprojekte nicht mehr unterstützen".
FOTO: GIGIE CRUZ/GREENPEACE
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