Studieren und das Klima retten
Mit einer spektakulären Aktion hat das Netzwerk "Klimagerechte Hochschule" seine Aktionswoche gestartet. In Marburg haben Aktivistinnen und Aktivisten ein fünf Meter langes Transparent über eine Brücke nahe der Universität gehängt. Die Aufschrift: "Bildungspolitik ist Klimapolitik - Energiewende an Hochschulen jetzt!"

In Marburg haben Studierende ein Transparent über die Luisa-Haeuer gehängt
Es ist die erste Aktionswoche des Netzwerks, das im vergangenen Jahr gegründet wurde und inzwischen rund 20 Hochschulgruppen umfasst. Ziel ist es, Unis und Studierende zum Umstieg auf Ökostrom zu bewegen. Sprecher Chris Kunig sagt: "Öffentliche Bildungseinrichtungen haben eine besondere Verantwortung in der Gesellschaft. Sie sollten auch im Bereich Umwelt- und Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen."
Kunig freut sich, dass die Universität Marburg diesen Schritt angekündigt habe und den Strom noch dieses Jahr unter ökologischen Kriterien ausschreiben wolle. Doch nicht in allen Städten läuft der Wechsel ohne Probleme ab: In Berlin beispielsweise hat Vattenfall mit einem fragwürdigen Ökostrom-Angebot die Ausschreibung gewonnen. Bei der Berliner Initiative "Studieren ohne Kohle" hat das für Empörung gesorgt . Auch das bundesweite Klima-Netzwerk möchte Strom, der "nicht einfach nur grün angestrichen wird".
Neben den Hochschulen sollen auch Studierende zum Umstieg auf klimafreundlichen Strom bewegt werden. "Oft sind sich Studis nicht bewusst, wie einfach ein Wechsel zu einem guten Ökostromanbieter ist", erklärt Timo Eckhardt aus Lüneburg. Dort soll morgen ein "Stromwechselfrühstück" stattfinden. Auch in anderen Städten sind Veranstaltungen geplant: Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen sollen Studierende zum Nachdenken anregen, direkt im Anschluss gibt es Tipps für den Umstieg.
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