Gent: Der Donnerstag wird vegetarisch
Es gibt ein neues Urlaubsziel für Vegetarier: Die belgische Stadt
Gent möchte zur "Vegetarierhauptstadt Europas" werden. Der Donnerstag
wird nun zum "Veggiedag", die Einwohner sollen an diesem Tag auf Fleisch verzichten. In den städtischen Kantinen bleibt ihnen dann ohnehin
nichts anderes übrig: Politikern und städtischen Angestellten werden in
Zukunft donnerstags nur noch vegetarische Gerichte geboten.
Die belgische Stadt Gent wirbt für den "Veggiedag".
Mit dem verordneten Verzicht auf Fleisch möchte die Stadt im Nordwesten Belgiens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen soll die Ernährung gesünder werden, zum anderen könne dem Klima geholfen werden: Weniger Fleisch zu essen sei der größte Schritt, den man machen könne, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern, heißt es auf der entsprechenden Website der Stadt.
Bereits jetzt sei Gent ein "Paradies" für Restaurantbesucher, die Wert auf eine vegetarische Mahlzeit legen, rühmt sich die Stadt. Die 240.000-Einwohner-Stadt hat eine höhere Dichte an vegarischen Restaurants als viele andere Großstädte: 94 gebe es in Gent, erklärt der Vizebürgermeister Tom Balthazar gegenüber pressetext.austria.
Damit die auch besser gefunden werden, hat die Stadt laut Balthazar 90.000 "vegetarische Stadtpläne" drucken lassen. In Zukunft soll nicht nur in Restaurants und städtischen Kantinen donnerstags vegetarisch gekocht werden, sondern auch für die Genter Schulen soll es ab September einen fleischlosen Tag geben. Zu der städtischen Kampagne gehören außerdem Kochkurse für die vegetarische Kost.
Dass der Fleischkonsum einen erheblichen Anteil am menschengemachten Klimawandel hat, ist unlängst wissenschaftlich nachgewiesen. Die Welternährungsorganisation FAO geht davon aus, dass die Tierproduktion für 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich ist - mehr als im ganzen Verkehrssektor verursacht wird.
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