Studie fordert Umlenken beim Transportwesen
Der Verkehrssektor trägt in Europa überproportional zu den Treibhausgasemissionen, der schlechten Luftqualität und dem Lärm bei. Gleichzeitig gehören die Verkehrsmittel zur Personen- und Güterbeförderung noch immer zu den am wenigstens effizienten. Das sind die Ergebnisse des Berichts "Transport at a crossroads", der am Dienstag in Brüssel von der Europäischen Umweltagentur (EUA) vorgestellt wurde.
Schon heute gäbe es Technologien, die die Auswirkungsn des Verkehrssektors auf die Umwelt in Europa verändern könnten, kritisiert EUA-Direktorin Jacqueline McGlade: Trotzdem liefen nach wie vor Fahrzeuge vom Band, die alles andere als umweltfreundlich sind. Auch im Güterverkehr würden noch immer die am wenigstens effizienten Transportmittel bevorzugt. Zudem gebe es innerhalb der EU noch immer kein vereinheitlichtes Schienensystem. „Zu einem Zeitpunkt, da wir unseren ökonomischen und ökologischen Problemen mit nachhaltigen und umweltfreundlichen Lösungen begegnen müssen, weisen die Trends im Verkehrssektor in die falsche Richtung, so McGlade.
Der Bericht des Transport und Environment zeigt: Die Treibhausgasemissionen der EU im Verkehrssektor stiegen zwischen 1990 und 2006 um 26 Prozent. Der internationale Flug- und Seeverkehr ist dabei nicht mit einberechnet. Das gesamte Güterverkehrsaufkommen stieg um 35 Prozent an, gleichzeitig wurden Bahn und Binnenschifffahrt beim Güterverkehr jedoch weniger beansprucht. Die Zahl der Kraftfahrzeuge stieg zwischen 1995 und 2006 in der EU-27 um 22 Prozent beziehungsweise 52 Millionen Fahrzeuge.
"Wir brauchen immer noch klare, messbare, realistische und zeitbezogene Ziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, der Luftemissionen und des Lärms durch Verkehr" sagt McGlade. Die Umweltagentur fordert, das Verkehrswachstum durch gut konzipierte verkehrspolitische Massnahmen zu reduziert werden. Dadurch würde der gesamte Verkehr effizienter und das Verkehrswachstum vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt.
Die EUA legt seit dem Jahr 2000 jährlich eine Studie vor, um Fortschritte und Wirksamkeit von Verkehrs- und Umweltstrategien zu beobachten. Den aktuellen Bericht "Transport at crossroads" können sie HIER herunterladen
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