Trauermarsch für das Klima
Christian Aid und verschiedene Entwicklungshilfe- und Umweltorganisationen rufen zu dem Protest auf, der an Premierminister Gordon Brown und andere Staats- und Regierungschefs der Welt adressiert ist. Die Aktivisten fordern von den Industriestaaten finanzielle Zusagen für den so genannten Anpassungsfonds: Ohne die Hauptverursacher zu sein, sind es vor allem die Entwicklungsländer, die zuerst an den Folgen des Klimawandels leiden. Der Fonds soll finanzielle Unterstützung für Anpassungsmaßnahmen in den armen Ländern geben. Die Nennung verbindlicher Zahlen steht jedoch nach wie vor aus.
In Schwarz gekleidet wollen die Aktivisten in einem Trauermarsch durch die Stadt Coventry ziehen. Ziel ist die Zentrale des Energiekonzerns E.on, der im britischen Kingsnorth ein neues Kohlekraftwerk bauen will. "Mit einer Laufzeit von mehreren Dekaden zerstört jedes neue Kohlekraftwerk die Bemühungen von Millionen von Menschen, ihre Treibhausgas-Emissionen zu senken", sagt der Klimaexperte Hansen gegenüber der Times. Das E.on Kohlekraftwerk würde sieben Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich ausstoßen – neunmal so viel wie ganz Rwanda in einem Jahr emittiert.
"Die Zeit drängt: Nie ist die Klima-Bewegung wichtiger gewesen als jetzt", sagt Hansen in der Times. Auch der britische Guardian ließ den US-amerikanischen Wissenschaftler zum Kohlekraftwerk Kingsnorth und zur internationalen Klimapolitik zu Wort kommen: Den deutlichen Appell Hansens an Gordon Brown, Barack Obama und Angela Merkel finden Sie HIER.
Foto: World Development Movement
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