RWE plant gigantische Windparks auf See
Grünes Licht für die Planung zum Bau eines Offshore-Windparks mit einer Erzeugungskapazität von rund 900 Megawatt haben RWE Innogy und SeaEnergy von der britischen Krone (Crown Estate) erhalten. Der Standort liegt etwa 15 Kilometer vor der Ostküste Schottlands. Über ihr englisches Tochterunternehmen npower renewables hatte RWE Innogy in den vergangenen Monaten gemeinsam mit SeaEnergy an dem Auswahlverfahren zur Vergabe von potenziellen Offshore-Wind-Feldern vor der schottischen Küste teilgenommen.

RWE bezieht Repowers 5M-Anlagen, hier im Windpark Thornton Bank 3
FOTO: Repower
Das ausgewiesene Gebiet soll sich durch hervorragende Windverhältnisse auszeichnen. Außerdem ergänzen sich die Unternehmen bei der weiteren Entwicklung des Projekts ideal. "Beide Unternehmen verfügen über profunde Erfahrungen im Offshore-Windsektor", erklärt Kevin McCullough, Vorstand von RWE Innogy.
Der vor Wales geplante Offshore-Windpark Gwynt y Môr soll mit 750 Megawatt weltweit einer der größten seiner Art werden. RWE Innogy hatte Anfang November 50 Prozent an dem vor der ostenglischen Küste gelegenen Offshore-Windpark Greater Gabbard erworben, der nach seiner voraussichtlichen Fertigstellung im Jahr 2011 über insgesamt 500 MW verfügen soll.
Auch vor der kontinentaleuropäischen Küste will das Unternehmen das Offshore-Windgeschäft weiter vorantreiben. So ist in Deutschland 40 Kilometer vor der Nordseeinsel Juist der Bau des Windkraftwerks Innogy Nordsee 1 mit einer Leistung von etwa 1.000 Megawatt geplant und in den Niederlanden soll vor der nordholländischen Küste der 300-MWMegawatt-Offshore-Windpark Tromp Binnen entstehen. Insgesamt entwickelt das Essener Energieunternehmen an mehreren Standorten in den Niederlanden Windkraftprojekte auf See mit einer Erzeugungskapazität von 2.000 Megawatt.
Die REpower Systems AG und die RWE Innogy GmbH haben einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 250 Offshore- Windenergieanlagen vom Typ REpower 5M/6M vereinbart. Mit einem potenziellen Volumen von rund 2 Milliarden Euro stellt dieses Rahmenabkommen einen der größten Verträge in der Geschichte der Windindustrie dar und ist gleichzeitig der größte Vertrag im Bereich der Offshore-Windenergienutzung.
Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der
Geschäftsführung von RWE Innogy: „Mit diesem Vertrag unterstreichen wir
einmal mehr deutlich, dass RWE Innogy auch in Zeiten der Finanzkrise
ein hohes Investitionstempo hält.“ Die Lieferung der ersten 30
Offshore-Windenergieanlagen vom Typ REpower 5M wird voraussichtlich
bereits im Jahr 2011 erfolgen. In den Jahren 2012 bis 2015 soll das
Liefervolumen kontinuierlich gesteigert werden. Die Anlagen sollen zu
einem überwiegenden Teil in dem geplanten Windpark Innogy Nordsee 1
eingesetzt werden. Durch die große Entfernung zum Festland wird der Windpark von der
Küste aus nicht sichtbar sein.
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