USA sträuben sich weiter gegen Klima-Ziele
Auch nach den jüngsten Klima-Konferenzen in New York und Washington ist die US-Regierung nur zu unverbindlichen Absichtserklärungen bei der Senkung von Treibhausgas-Emissionen bereit. "Obwohl wir eine kollektive Verantwortung haben, sollte jedes Land gegen die Erderwärmung in der Weise vorgehen, die ihm am geeignetsten erscheint", erklärte Außenministerin Condoleezza Rice zum Konferenzauftakt in Washington. Präsident George W. Bush hatte Politiker jener 16 Länder eingeladen, die für den weltweit größten Treibhausgas-Ausstoßverantwortlich sind: 90 Prozent aller Klimakiller kommen aus ihren Schloten.

Mit Spannung war seine Rede erwartet worden. (Foto: Weisses Haus)
Das Treffen gilt als Gründungsmoment des so genannten MEM, dem "Major-Economies-Meeting". Das MEM ist eine Erfindung von George W. Bush, die er im Frühling 2007 beim G8-Treffen in Heiligendamm aus der Taufe hob: Die USA versuchen MEM als Gegen-Verhandlungsstrang zur UNO und den Weltklimagipfeln zu etablieren. Vertreter aus Südafrika und Brasilien, aus Russland, Italien, Großbritannien und Deutschland, Australien, Japan, der EU, USA, Mexiko oder Kanada beraten einen Reduktionsweg, der nicht auf "Einschränkung" sondern auf "Technologie" beruht. Deutschland wurde in Washington von Umweltminister (SPD) vertreten. Er teilt die Skepsis, begrüßte aber Bushs Einladung.
"Jeder Staat muss eigenen Strategien spezifizieren", sagte Bush in seiner mit Spannung erwarteten Rede. Die Vereinigten Staaten würden anerkennen, dass die Erderwärmung als Fakt problematisch sei. Ihre Bekämpfung aber dürfte das Wirtschaftswachstum nicht beeinträchtigen. Bush schlug unter anderem eine verstärkte Nutzung der Atomenergie als US-Strategie vor.
klimaretter.info/alf
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